
Mad Head Games und Saber Interactive bringen euch bei, wie ihr euch in Pinheads höllischer Umgebung zurechtfindet.
Es ist dunkel. Die Wände sind bedrückend grau, stachelig und nah. Und es gibt ein verstörendes Geräusch von klappernden Zähnen, das von überall her zu kommen scheint. Dann sehe ich ihn. Das Fleisch verzerrt, die augenlosen Höhlen eingefallen, der Mund weit aufgerissen und voller Zähne. Der Chatterer – die Quelle des allgegenwärtigen und beunruhigenden Geräusches. Der Spielercharakter Aidan rennt weg, doch Sekunden später taucht der Chatterer inmitten eines elektrischen Knisterns wieder vor ihm auf. Aidan versucht es mit einem anderen Fluchtweg und der Chatterer flackert erneut ins Blickfeld. Er rennt einen brodelnden, roten, fleischigen Korridor entlang und die klappernde Gestalt zappt sich wieder direkt vor ihn. Ein Entkommen ist möglich, man muss nur wissen, wie …
Das ist nur ein Teil meiner Einführung in Clive Barker‘s Hellraiser: Revival, ein First-Person-Survival-Horror-Spiel, das am 8. Oktober für PlayStation 5 erscheint. Und obwohl mir hier ein recht simples Rätselelement gezeigt wird, gibt es weitaus komplexere und ebenso verstörende Momente, durch die mich Assistant Game Director Vid Rajin führen – oder in diesem Fall wohl eher scheuchen – möchte.
Ein Labyrinth voller Schrecken
Obwohl Clive Barker‘s Hellraiser: Revival eine Reihe von Schusswaffen und anderen Waffen bietet, ist das nicht der Zweck der Demo, in die ich gerade vertieft bin. Der Fokus liegt sehr stark darauf, wie das Spiel eure Nerven durch seine realitätsverzerrenden Umgebungen und die darin verborgenen Geheimnisse auf die Probe stellt, alles untermalt von der grausamen Spannung, für die die Reihe berühmt ist.
Tatsächlich ist Hellraiser eine Franchise, die sich angesichts ihrer psychologischen und zutiefst verstörenden Auseinandersetzung mit den Grenzen zwischen Lust und Schmerz nicht unbedingt für Kampf-Action eignet. Dies in ein Spiel umzusetzen, war eine der Herausforderungen für die Teams von Mad Head Games und Saber Interactive, die den Rätseln den richtigen Biss verleihen wollten.
„Wir verwenden die Genesis Configuration – eine Rätselbox – als zentrales Element“, erklärt Vid. „Geheimnisvolle Rätselboxen sind buchstäblich der Schlüssel zu allem in Clive Barkers Universum, daher ergibt sich die Gestaltung von Rätseln und die Art und Weise, wie man die Welt beeinflusst, wie von selbst. Wir haben Erfahrung mit Adventure-Spielen und Wimmelbild-Rätselspielen, also haben wir unsere Kenntnisse daraus genutzt, aber wir wollen sicherstellen, dass die Rätsel wo immer möglich einen erzählerischen Zweck erfüllen.“
Das frühere Beispiel unserer Begegnung mit dem Chatterer ist ein klares Zeichen für diese Verschmelzung von Story und Rätseln, ebenso wie ein weiterer Umgebungsteaser, bei dem Aidan zu Beginn des Spiels durch sein Haus wandert. Auf den ersten Blick wirkt alles ganz normal – doch schon bald fallen kleine, seltsame Details auf, wie zum Beispiel schief hängende oder verzerrte Fotos an der Wand. Und der Versuch, aus den verschiedenen Räumen zu entkommen, führt nur dazu, dass sie sich wiederholen. Der einzige Weg, diese quälende Schleife zu durchbrechen? Indem man umkehrt, anstatt zu versuchen, vorwärts zu kommen, was die gesamte Situation verändert.
„Das Labyrinth, in dem Aidan gefangen ist, ist mit der realen Welt verflochten“, sagt Vid. „Im Fall der Räume in Schleife scheint die Umgebung Aidan also fast etwas mitteilen zu wollen, um ihn dazu zu bringen, seine Perspektive zu ändern, und den Spieler dazu anzuregen, einen anderen Ansatz für das zu finden, was er bisher vielleicht getan hat.“
Kontrolle über die Genesis Configuration
Aus Lektionen zu lernen ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Horrorgeschichte, weshalb sich Vids Aussage nahtlos in das Spiel einfügt und eines der zentralen Themen des Genres aufgreift, unabhängig vom Medium: Entweder man lernt daraus oder man stirbt. Ob ihr nun umkehrt, um dem Raum mit den Endlosschleifen zu entkommen, oder Chatterer ausmanövriert, indem ihr herausfindet, in welchem Korridor er sich nicht vor euch teleportiert: Die Bedeutung unkonventioneller Wege zu verstehen, ist entscheidend. Das Labyrinth selbst liefert Hinweise, obwohl für einige der traditionelleren Rätsel, wie das Öffnen eines Safes mithilfe eines Schiebepuzzles, die Hinweise weit weniger einschüchternd sein können, wie etwa ein Diagramm auf einem Schreibtisch.
Aber ein Großteil des Fortschritts in Clive Barker‘s Hellraiser: Revival erfolgt durch die Nutzung der Genesis Configuration selbst. Während sie Energie für offensive Fähigkeiten kanalisieren kann, wie etwa Gegner in Brand zu setzen, verrät Vid, wie wichtig sie für die Überwindung vieler der vorhandenen Umgebungsrätsel ist.
Einige Rätsel haben klare binäre Lösungen. Ein Beispiel ist die Verwendung der Genesis Configuration, um ein riesiges Rad zu drehen, das wiederum die schmalen Laufstege, auf denen sich Adrien in einem mit Stacheln übersäten Raum befand, neu ausrichtet, um einen sicheren Weg zu finden. Ein anderes Beispiel demonstrierte ihre transformativen Eigenschaften: Wir haben in einem Innenhof-Hub mit drei Haupttoren gestanden. Jedes davon konnte nur geöffnet werden, indem man das fehlende Teil einer Statue – wie beispielsweise eine entsprechend makabre Zunge oder Hand – beschafft und anschließend die Genesis Configuration in die richtige Form gebracht hat, damit sie als Schlüssel dienen kann.
Aber es gibt auch Rätsel, die mehrere Lösungswege bieten. Welche das genau sind, darüber hüllt sich das Studio in Schweigen – es möchte, dass die Spieler dies selbst entdecken.
Und während sich viele um das Durchqueren, das Labyrinth selbst und all die Schrecken drehen, die darin lauern, gibt es ein paar beiläufige und vertraute Elemente für Survival-Horror-Fans.
„Es gibt auch klassische Rätsel mit Schlossknackmechanismen, wie zum Beispiel Tresorkombinationen, bei denen man nützliche Gegenstände als Belohnung erhält, etwa Handwerksressourcen, Munition, ein paar coole Upgrades oder sogar eine neue Waffe“, sagt Vid. „Und ihr müsst euer Inventar ähnlich wie in den ‚Resident Evil‘-Spielen verwalten.“
Inspiration außerhalb der Hölle
Zwischen diesen Arten von traditionellen Survival-Horror-Rätseln und surrealeren, von M.C. Escher inspirierten Innenräumen, die die Umgebung mitgestalten, entwickelt sich Clive Barker‘s Hellraiser: Revival zu etwas, das den Fans gefallen wird. Das Entwicklerteam – selbst Fans – profitierte zudem davon, dass Clive Barker selbst von der ersten Konzeption an beratend zur Seite stand und Doug Bradley seine Rolle als Pinhead aus vielen der Filme wieder aufgenommen hat, um dabei zu helfen, auf dem richtigen Weg zu bleiben. „Sie waren eine große Unterstützung, vor allem, weil sie uns bei den kleinen Details geholfen haben“, sagt Vin. „Der Druck, etwas zu schaffen, das der Reihe gerecht wird, ist immer da, aber er wurde durch die bisher positiven Reaktionen der Fans gemildert.“
Macht euch bereit für das Verderben
Mit einer Kampagne, die laut Vid je nach Skilllevel zwischen 8 – 12 Stunden Spielzeit in Anspruch nehmen kann, zielt Clive Barker‘s Hellraiser: Revival darauf ab, ein messerscharfes Erlebnis zu liefern, das die viszerale und psychologische Intensität der Vorlage einfängt. Und wenn ihr eine PS5 Pro besitzt, könnt ihr euch auf höhere Grafikeinstellungen und PSSR-Unterstützung freuen, um den Horror noch intensiver zu erleben.
Sind eure flatternden Nerven stark genug für eine schaurige Begegnung von Angesicht zu Angesicht mit Pinhead und seinen Zenobiten? Findet es am 8. Oktober heraus, wenn Clive Barker’s Hellraiser: Revival für PS5 erscheint. Das Spiel kann ab sofort vorbestellt werden.









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