Mächtige Monster, fiese Fallen und eine neue Protagonistin – Castlevania: Belmont’s Curse angespielt

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Mächtige Monster, fiese Fallen und eine neue Protagonistin – Castlevania: Belmont’s Curse angespielt

Am 15. Oktober kehrt die legendäre Castlevania-Reihe zurück. Wir haben auf der gamescom die erste Stunde gespielt und wollten gar nicht mehr aufhören.

Eigentlich kaum zu glauben, aber es ist tatsächlich schon 12 Jahre her, dass mit Castlevania: Lords of Shadow 2 der bislang letzte Teil der erfolgreichen Castlevania-Reihe erschienen ist, 2014 noch auf PS3. Aber am 15. Oktober ist es endlich soweit: Im 2D-Actionspiel Castlevania: Belmont’s Curse kämpft ihr wieder gegen die Mächte des Bösen, müsst fiese Fallen überwinden und erlebt einen neuen Teil der legendären Reihe, die als einer der Wegbereiter des Metroidvania-Genres gilt. Wir konnten bereits die ersten 60 Minuten spielen und verraten euch, warum man uns mit sanfter Gewalt vom Bildschirm wegziehen musste.

Familienbande: Lasst das mal die Tochter machen

Es ist das Jahr 1499 und Paris brennt. Das ist keine Übertreibung, denn die Tore zur Hölle haben sich geöffnet und die Stadt wird von monströsen Kreaturen überrannt, während Feuersbrünste in den Straßen wüten. Die Wachen sind geflohen und selbst   die Exorzisten der heiligen Kirche können nichts gegen die Invasion ausrichten. So bleibt dem Bischof von Paris nur der Ruf nach einem Helden, der sich mit Dracula höchstpersönlich angelegt und gewonnen hat. Der legendäre Vampirjäger Trevor Belmont folgt dem Hilferuf, den Kampf gegen die Mächte des Bösen in Castlevania: Belmont’s Curse nimmt er aber nicht selbst  auf.  

Die Rolle der spielbaren Protagonistin übernimmt seine Tochter Rose, die sich mit der heiligen Peitsche „Vampir Killer“ ihres Vaters und einer ganzen Reihe an mächtigen Fähigkeiten sofort daran macht, die Kreaturen zu vernichten. Trevor geht inzwischen auf die Suche, was das plötzliche Auftauchen der Monster verursacht hat. Aber keine Sorge, Rose erweist sich schnell als eine erfahrene Kämpferin, die sich vor keiner höllischen Ausgeburt fürchtet.

Spannende Erkundung und geschmeidige Action

Die Entwickler von Evil Empire, die bereits mit The Rogue Prince of Persia und Dead Cells ihr Können unter Beweis gestellt haben, liefern ein grafisch opulentes und actionreiches 2D-Abenteuer ab, das die Reihe modernisiert, aber dabei nie aus den Augen verliert, was Castlevania zu einem Klassiker gemacht hat. Zu Beginn geht es mit Rose durch die Kanalisation der Stadt, wo schon die ersten Gegner auf euch warten. Zuerst sind es nur eher harmlos schleichende Untote und Fledermäuse, aber schon die meistens über euch positionierten Bogenschützen richten bei einem Treffer massiven Schaden an.  

Nach der ersten Begegnung mit einem der zahlreichen Bosse öffnet sich die verwinkelte Karte mit ihren vielen gut versteckten Wegen erst richtig. Mit der Peitsche schwingt ihr an Haken über Abgründe mit Lava oder tödlichen Metallspitzen, zieht euch auf erhöhte Plattformen und meistert die teilweise ganz schön verzwickten Umgebungsrätsel. Bei manchen Parkour-Passagen ist perfektes Timing gefragt, wenn ihr diese heil überstehen wollt.

Die Peitsche ist dabei ein echtes Allzweckinstrument. Für den Nahkampf nutzt Rose Dolche und über die geheimnisvollen Tarotkarten ihrer verstorbenen Mutter erhält sie weitere Waffen, magische Attacken und Fähigkeiten, mit denen ihr aus der Ferne Feinde bekämpft und Metroidvania-typisch neue Wege und Gebiete erkunden könnt. Die Kämpfe sind rasant und die Bewegungen von Rose geschmeidig: Mit einem Rückwärtssalto weicht ihr schnell aus, ihr schlittert flott über den Boden oder besiegt mit einer Kombo aus Ausweichmanövern und verheerenden Angriffen auch die mächtigsten Monster – vielleicht nicht immer im ersten Anlauf.

So schwer oder so leicht, wie ihr wollt

Egal, ob ihr Castlevania-Profi seid oder zum ersten Mal auf Monsterjagd geht: Die Entwickler wollen genau das Maß an Herausforderungen bieten, das ihr braucht, um das Spiel zu genießen. Deshalb wird konsequent auf festgezurrte Schwierigkeitsgrade verzichtet und ihr könnt in den Einstellungen selber festlegen, wie schwer oder wie leicht euer Abenteuer sein soll. Über mehrere Slider erhöht ihr die Menge an Erfahrungspunkten, die ihr bekommt, den Schaden, den ihr erleidet und austeilt oder legt fest, ob ein Sturz in eine der vielen Fallen sofort euer Leben kostet. Ihr bestimmt euer eigenes Spielerlebnis und das hat uns besonders gut gefallen.

Prominente Sprecher sorgen für Gänsehaut

Besonders der großartige Soundtrack und die markanten Stimmen des englischen Voice-Cast sorgen für eine gruselige Atmosphäre, wenn ihr mit der furchtlosen Heldin Rose das von Monstern heimgesuchte Paris erkundet. Erneut verleiht der Schotte Graham McTavish mit seiner dunklen Stimme Dracula etwas abgrundtief Böses. Die US-Amerikanerin Abby Trott spricht die Protagonistin Rose, deren Stimme ihr vielleicht schon aus zahlreichen Anime-Serien oder Spielen wie Infinity Nikki, Persona 5 Royal oder Double Dragon Revive kennt. Schaut euch unbedingt das verlinkte Video an, in dem ihr mehr über die Synchronarbeit an Castlevania: Belmont’s Curse erfahrt.

Mächtige Monster, fiese Fallen und eine neue Protagonistin – Castlevania: Belmont’s Curse angespielt

Wir haben uns nach leider viel zu kurzen 60 Minuten mit dem actionreichen 2D-Abenteuer kaum vom Bildschirm losreißen können und werden ab dem 15. Oktober auf unserer PS5 garantiert sofort in das von Monstern verseuchte Paris eintauchen. Seid ihr auch dabei? Verratet uns in den Kommentaren, ob sich Castlevania: Belmont’s Curse schon auf eurer Wunschliste befindet.

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