
Der intimere Blickwinkel von Townfall macht alles noch ein wenig unheimlicher.
Die Silent Hill-Reihe hat sich mit ihren jüngsten Titeln weiterentwickelt und auf Schauplätze erstreckt, die über das namensgebende neblige amerikanische Städtchen hinausgehen. In Silent Hill: Townfall nutzt sie zudem eine neue Methode, um die Spieler in Angst und Schrecken zu versetzen: Statt der traditionellen Third-Person-Perspektive spielt man in der Ego-Perspektive. Die Reihe hat zwar auch schon zuvor Abstecher in die Ego-Perspektive unternommen, zum Beispiel in Silent Hill 4: The Room (PS2, 2004) und Silent Hill: The Short Message (PS5, 2024), aber in Silent Hill: Townfall suchen euch das erste Mal all die Schrecken eines kompletten Silent Hill-Erlebnisses durch die Augen des Protagonisten heim.
Hier sind neun Arten, auf die Silent Hill: Townfall die Ego-Perspektive nutzt, um ein intimeres Horror-Erlebnis zu schaffen und den Gruselfaktor zu erhöhen.
Eine klaustrophobische Perspektive
Silent Hill: Townfall versetzt euch in die Rolle und den Blickwinkel des Protagonisten Simon Ordell. Das bedeutet, dass ihr nicht so viel von der Welt um euch herum sehen könnt, wie es in einem Silent Hill mit Third-Person-Perspektive der Fall wäre. Ihr müsst stets auf der Hut vor Bedrohungen sein, die von der Seite oder von hinten kommen könnten. Das Spiel nutzt zudem ein Seitenverhältnis von 2,35:1, wodurch das Bild breiter, aber in der Vertikalen kürzer ist. Dies sorgt für eine cineastische Darstellung, die euer Sichtfeld jedoch gleichzeitig auf realistische Weise einschränkt. Diese Änderung der Darstellung zwingt euch dazu, eure Umgebung genau im Auge zu behalten und die Ohren nach Gegnern zu spitzen, die ihr möglicherweise nicht sofort sehen könnt.
Ein CRTV, um durch den Nebel zu blicken
Die Charaktere in Silent Hill tragen oft Radios bei sich, die darauf hinweisen, wenn sich Gegner im Nebel nähern – wenn das Radio rauscht, ist Gefahr im Verzug. Townfall verfolgt mit seinem CRTV dabei einen visuelleren Ansatz: Den tragbaren Mini-TV könnt ihr auf verschiedene Frequenzen einstellen, um die Positionen naher Gegner zu sehen. Mit L1 könnt ihr das CRTV vor euch halten, während ihr euch bewegt, sodass ihr sowohl den Bildschirm als auch die Welt um euch herum im Blick habt. Das Gerät gibt zudem einen hilfreichen haptischen Impuls über euren DualSense-Controller ab, um euch darüber in Kenntnis zu setzen, dass sich ein neuer Gegner in der Nähe befindet.
Nahkampf
Es gehört zu den festen Bestandteilen von Silent Hill, sich albtraumhaften Schrecken mit Alltagsgegenständen wie Holzbalken entgegenzustellen. In Townfall gehen euch die Kämpfe jedoch richtig unter die Haut, da die Monster direkt auf euer Gesicht zustürzen und eure einzige Verteidigung darin besteht, einen eher instabilen Gegenstand zum Blocken hochzuhalten. Ihr müsst schnell reagieren, um Gegenangriffe zu vereiteln und selbst einige Treffer zu landen, wenn ihr überleben wollt.
Schleichen fürs Überleben
Kämpfen ist in Townfall nicht immer eine Option und oft müsst ihr euch an Gegnern vorbeischleichen, um mit dem Leben davonzukommen. Indem ihr euch mit der Kreis-Taste hinter Objekten wie Zäunen, Schildern oder geparkten Autos duckt, könnt ihr an vielen Gegnern unbemerkt vorbeischlüpfen. Ihr könnt auch R1 gedrückt halten und mit dem rechten Stick um Ecken spähen oder über Deckungen blicken, um die Positionen der Gegner zu sehen und ihnen leichter aus dem Weg zu gehen – oder euch zu erschrecken, wenn ihr merkt, wie nah sie schon sind.
Weglaufen und Verstecken
Egal wie vorsichtig ihr vorgeht, manchmal bleibt euch nichts anderes übrig, als die Flucht zu ergreifen. Manchmal könnt ihr einen Gegner abschütteln, indem ihr einfach um eine Ecke lauft oder euch hinter etwas duckt, um die Sichtlinie zu unterbrechen. Ihr könnt auch in Schränke, Kammern und Spinde schlüpfen, um euch zu verstecken und die Gegner durch einen Türspalt oder auf dem CRTV zu beobachten. Seid aber vorsichtig: Wenn ein Gegner sieht, wie ihr in einem Versteck verschwindet, wird er euch verfolgen und herauszerren.
Mit der Bewegungssteuerung mit Waffen zielen
Die Bewegungssteuerung ist eines der nützlichen Features von Townfall. Sie kann im Einstellungsmenü aktiviert werden. Damit könnt ihr den DualSense-Controller neigen, um zu zielen, wenn ihr eine Schusswaffe benutzt oder einen Gegenstand werft. Die Bewegungssteuerung macht es einfacher, Gegner ganz präzise anzugreifen. Sie macht die Kämpfe aber auch beängstigender, da es schwerfällt, den Controller vollkommen ruhig zu halten, wenn eure Hände vor Angst zittern.
Geteilte Aufmerksamkeit
Das neue Gameplay in der Ego-Perspektive bedeutet, dass ihr euch ständig Gedanken darum macht, was sich in unmittelbarer Nähe außerhalb eures Sichtfelds befinden könnte. Wenn ihr eine Tür öffnet, müsst ihr schnell nachsehen, was sich dahinter befindet, sonst lauft ihr Gefahr, direkt in einen Gegner zu stolpern. Selbst so harmlose Aktionen wie das Durchsuchen von Schubladen oder das Lesen von E-Mails an einem Computer werden unheimlich, da ihr dabei auf dem Präsentierteller für Monster sitzt, die eventuell um euch herumstreunen. Sogar das Betrachten der Karte (durch Drücken der Dreieck-Taste) zwingt euch dazu, sie vor euer Gesicht zu halten, sodass ihr nicht mehr sehen könnt, was sich an euch heranschleicht.
In der Umgebung nach Hinweisen suchen
Die Ego-Perspektive von Townfall macht Rätsel spannender, aber auch gefährlicher. Ihr könnt die Umgebung aus einer intimeren Perspektive nach Hinweisen wie Notizen auf Schreibtischen oder in Schubladen versteckten Diagrammen durchsuchen. Das bedeutet aber auch, dass ihr Räume und Gebäude oft gründlich absuchen müsst, in denen auch Kreaturen auf der Jagd nach Simon sind. Ihr müsst also stets auf der Hut sein.
Ein Einblick in Simons Innenleben
Die Ego-Perspektive sorgt aber nicht nur für Schreckmomente. Sie gewährt euch in bestimmten Momenten auch einen tieferen Einblick in Simons Psyche. Anstatt dass Simon seine Gedanken laut ausspricht, seht ihr manchmal Text auf dem Bildschirm erscheinen, der euch ein Gefühl für seinen inneren Monolog vermittelt. Das bringt euch dem Charakter näher und zeigt euch, wie sehr ihn die Geschehnisse mitnehmen. Er könnte zum Beispiel „Mir wird schlecht …“ denken, wenn er etwas Verstörendes sieht.
Mit dem ersten großen Ausflug von Silent Hill in die Ego-Perspektive sorgt Townfall für jede Menge Grusel, während ihr euch durch den beängstigenden Nebel von St. Amelia kämpft. Ihr könnt die Angst am eigenen Leib spüren, wenn Silent Hill: Townfall am 24. September für PlayStation 5 erscheint.









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