Bequemer zocken – 4 empfehlenswerte Gaming-Chairs

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Bequemer zocken – 4 empfehlenswerte Gaming-Chairs

Nicht nur für E-Sport-Profis und Dauerspieler bestens geeignet: Gaming-Chairs von Nacon, noblechairs, Snakebyte und Recaro.

Wie macht ihr es euch vor der PlayStation bequem: Gemütlich auf der Couch, in einem Sessel oder Bürostuhl oder schwört ihr vielleicht auf einen Gaming-Chair? Gaming-Chair oder auch Gaming-Stuhl genannte Sitz-Alternativen sind schon lange keine reine Modeerscheinung mehr und eine ganze Reihe namhafter Anbieter, beispielsweise AKRacing, Backforce, nobelchairs, Secretlab, Corsair, DXRacer oder Recaro, buhlen mit einer teils üppigen Produktpalette um die Gunst der Gamer. Wir möchten euch vier Modelle aus unterschiedlichen Preisklassen vorstellen, auf denen ihr es euch richtig bequem machen könnt und auch nach ausgiebigen Spielsessions keine Rückenschmerzen befürchten müsst.

Transport und Zusammenbau

Vorab ganz kurz ein paar allgemeine Anmerkungen: Wenn ihr im sechsten Stock wohnt und keinen Aufzug habt, dann organisiert euch am besten eine Schlepphilfe. Die Gaming-Chairs werden verständlicherweise in sperrigen Kartons angeliefert, deren Gewicht zwischen 20 und 30 kg beträgt. Die Montage lässt sich bei allen vorgestellten Modellen prima alleine bewerkstelligen, eine helfende Hand kann aber die Aufbauzeit ein paar Minuten verkürzen. Wir haben keine Hilfe in Anspruch genommen und brauchten maximal 20 Minuten bis das Sitzmöbel einsatzbereit war. Und da ist die Zeit für das Unterlegen von Decken – man will ja weder Parkett noch Gaming-Chair versehentlich verkratzen -, dem sorgfältigen Auspacken, der Kontrolle des Inhalts und ein kurzer Blick in die Anleitung bereits eingerechnet. Zusätzliches Werkzeug wird übrigens nicht benötigt, ein passender Inbusschlüssel zum Festziehen der Schrauben für Armlehnen oder Sitzfläche liegt bei. Ein kleiner Tipp: Die meisten Modelle besitzen einen Hebel, mit dem die Rückenlehne verstellt wird. Achtet beim Zusammenbau darauf, dass ihr den nicht auslöst und die Lehne eventuell nach hinten oder vorne schnellt. Bei dem edlen Recaro kann das nicht passieren, hier wird der Winkel stufenlos über Drehräder verstellt. 

Nacon Gaming Chair CH-350 ESS

Im unteren Preisfeld positioniert sich das Modell Nacon CH-350 ESS des französischen Zubehör-Giganten Big Ben Interactive, das optisch als offiziell PlayStation-lizenziertes Produkt mit einem schicken PS-Logo und weißen Applikationen aufwartet. Der höhenverstellbare Gaming-Chair bietet eine bequeme Sitzmöglichkeit für Personen zwischen ca. 1,65 m und 1,85 m Körpergröße, verfügt aber nur über eine maximale Belastbarkeit von 110 kg laut Herstellerangaben. Das dürfte für 99 % der potentiellen Nutzer kein Problem darstellen, Menschen mit einem besonders kräftigen Körperbau sollten aber doch lieber auf eine noch stabilere Konstruktionen ausweichen. Aus ergonomischer Sicht ist die verstellbare Lendenwirbel- sowie Nackenunterstützung erwähnenswert und mit einem Neigungswinkel der Rückenlehne von bis zu 40 Grad, ist es kein Problem, bei heißen Gefechten im Spiel weiter unter den Schreibtisch zu fahren und so ganz nah am Monitor und somit dem Geschehen zu sein. Der CH-350 ESS ist straff gepolstert, mit einem Gewicht von 15 kg stabil aufgestellt und die Sitzfläche sowie die Rückenlehne mit Kunstleder bezogen, welches sich einfach reinigen lässt. Sollte euer Budget für einen Gaming-Stuhl begrenzt sein: Der Hersteller Nacon bietet eine umfangreiche Produktpalette technisch und optisch ähnlicher Chairs, die zum Teil unter 100 Euro zu bekommen sind, wenn ihr euch im Internet bei den einschlägigen Anbietern umschaut. 

Merkmale: offiziell PlayStation-lizenziert, ergonomisches Design, höhenverstellbar, komfortable Polsterung, Kunstlederbezug, Rückenlehne mit bis zu 40 Grad Neigungswinkel.

Max. Belastbarkeit: 110 kg

Preis: ca. 149,99 bis 199,99 Euro

Snakebyte Gaming:Seat EVO

Der Zubehörspezialist snakebyte mit Sitz in Schwerte hat neben einem umfangreichen Sortiment an PS5-Zubehör auch einen neuen Gaming-Chair im Angebot und bedient mit dem Gaming:Seat EVO die Einsteigerpreisklasse. Das Modell bekommt ihr in dezentem schwarzen Kunstleder mit ebenfalls schwarzen Stoffapplikationen oder mit grünen, respektive blauen Absetzungen, wenn ihr etwas mehr Farbe im Spiel braucht. Auffällig ist die robuste Rahmenkonstruktion, die eine maximale Tragkraft von rund 140 kg bietet und die großzügige Sitzfläche von je 50 cm in der Breite und der Tiefe. Das ist mehr als ausreichend, um auch kräftig gebauten Menschen eine bequeme Sitzposition zu ermöglichen, ohne sich gleich unangenehm beengt zu fühlen. Zur weiteren Stabilisierung können das im Lieferumfang enthaltene Lenden- sowie Kopfkissen angebracht werden, was durchaus zu empfehlen ist, wird so doch eine gesunde Körperhaltung und eine Entlastung der Wirbel erheblich gefördert. Schön: Die Wippfunktion, gut gepolsterte Armlehnen und Sitzuntergestell sowie die Möglichkeit, die Rückenlehne um satte 170 Grad zu kippen und so fast schon eine Schlafposition einzunehmen, sorgen für einen in der Preisklasse beachtlichen Komfortzuwachs. 

Merkmale: Höhenverstellbar, ergonomisches Design, Kunstlederbezug mit Antirutschbeschichtung und Stoffapplikationen, bequeme Armpolster, 50 cm lange Sitzfläche, Stützkissen im Lieferumfang enthalten, Wippfunktion.

Max. Belastbarkeit: 139 kg

Preis: ca. 169,99 Euro

noblechairs ICON

Wenn ihr euch schon mal für Gaming-Chairs interessiert habt, dann kennt ihr garantiert noblechairs, die ein breites Sortiment an hochwertigen Spieler-Sitzgelegenheiten im Angebot haben. In der aktuellen Black Edition findet ihr Modelle der Serien Epic, Hero sowie Icon, die sich optisch deutlich unterscheiden. Wenn ihr es eher sportlich wollt, dürfte die EPIC-Reihe in Rennsitz-Optik euer Gefallen finden, seid ihr eher auf der Suche nach einem schlichteren, aber edlen Design, schaut euch bei den Modellen von Hero und Icon um. Für den Alltagstest haben wir den noblechairs ICON mit Vinyl / PU-Hybrid-Leder-Ausstattung genauer unter die Lupe genommen. Die Kosten für das Designerstück liegen, je nach Wunschbezug von PU, Hybrid oder Echtleder, zwischen 370 Euro und 580 Euro. Für den Preis bekommt ihr aber nicht nur einen vorbildlich ergonomisch ausgestatteten Stuhl, sondern auch eine ganze Reihe sinnvoller Ausstattungsmerkmale, die nicht nur professionelle E-Sportler zu schätzen wissen. Da wären der extrem stabile Rahmen, der laufleise auf 60 mm-Rollen und einem robusten Aluminium-Fußkreuz ruht und satte 150 kg Maximalgewicht problemlos verkraftet. 

Oder die übergroßen 4D-Armstützen, die sich nicht nur vor und zurück, sondern auch horizontal und in der Tiefe nach Bedarf justieren lassen. Weitere Features: Eine butterweiche Wippmechanik für entspanntes zocken, verstellbare Rückenlehne, haltbare Edelstahlgriffe, bis zu 10 cm Höhenverstellung und eine straff gehaltene, aber definitiv bequeme, Polsterung mit Memory-Foam-Kopfstütze und stufenlos einstellbarer Lordosenstütze. Eure Lendenwirbel werden es euch nach einer langen Nacht vor dem Bildschirm danken. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass das Obermaterial aus deutscher Herstellung und nicht aus einer Massenfertigung in Fernost stammt. Besonderen Wert legt der Hersteller dabei auf vegane Materialien und einer insgesamt umweltfreundlichen, lösungsmittelfreien Produktion ohne PVC und Phthalate. Das kostet natürlich, aber diesen Beitrag für die Umwelt würden wir gerne zahlen. Apropos Obermaterial: Die von uns ausprobierte Hybrid-Kombination aus PU und Vinyl erweist sich als komfortabel, atmungsaktiv, leicht zu reinigen, zertifiziert feuerresistent und haltbar. An diesem Modell habt ihr garantiert sehr lange eure Freude, ohne euch über Abrieb oder Verschleiß ärgern zu müssen.

Merkmale: 4D-Armstützen, Wippmechanik, stufenlos verstellbare Lordosenstütze, Memory Foam-Kopfstütze, laufruhige 60 mm-Rollen, Bezug aus atmungsaktivem PU und Vinyl Hybrid-Material, hergestellt in Deutschland, extrem robuste Stahlkonstruktion, Produktion aus veganen und umweltfreundlichen Rohstoffen, Fußkreuz aus Aluminium.

Max. Belastbarkeit: 150 kg

Preis: ab 369,90 Euro

RECARO Exo FX 

Wenn ihr euch gleich in die Champions League der Gaming-Chairs begeben wollt, dann solltet ihr euch unbedingt den mit dem German Design Award ausgezeichneten Blickfang von Recaro anschauen. Der Spezialist für Renn-, Auto- und Flugzeugsitze mischt erst seit kurzem auf dem umkämpften Markt der Gaming-Chairs mit, bringt aber mit seiner langjährigen Expertise und einer eigenen E-Gaming-Sparte mit Sitz in Stuttgart die notwendigen Voraussetzungen mit, in Bezug auf Qualität und Funktionalität ganz vorne dabei zu sein. Bevor wir auf die lange Liste der teils einzigartigen Features näher eingehen, sprechen wir über Geld. Ja, mit 799,00 Euro für das Einsteigermodell Recaro Exo und 999,00 Euro für das Spitzenmöbel Recaro Exo Platinum, müsst ihr schon ganz tief in die Tasche greifen. Dafür wird aber auch so einiges an Komfort geboten, davon konnten wir uns mit dem Testmodell Recaro Exo FX selber überzeugen. 

Optisch flösst der Chefsessel unter den Gaming-Chairs gleich ordentlich Respekt ein. Die hochgezogene und sehr breite Rückenlehne mit den markanten „Ohren“ im Rennsitz-Stil sowie die großzügige Sitzfläche bieten auch großen Menschen reichlich Platz und Freiheit. Einstellmöglichkeiten für die Sitzhöhe mittels Gasdruckfeder und den Winkel des Rückenteils, welches sich stufenlos über zwei Drehräder an den Seiten, ganz wie in einem PKW, feinjustieren lassen, sorgen dafür, dass eine optimale Anpassung an die eigenen Körpermaße vorgenommen werden können. Allerdings lässt sich eine „Schlafposition“, wie es andere Hersteller bieten, nicht vornehmen. Aber wann braucht man die schon im täglichen Einsatz. Neben der individuellen Einstellung der Rückenlehne, Wippfunktion und Sitzfläche, verfügt der Exo FX über vier einrastbare Grundpositionen, die typischen Spielermentalitäten nachempfunden sind und Namen wie „Attack“, „Core Focus“, „Core Relax“ und „Recharge“ tragen. Wie sich dabei eure Position verändert, seht ihr auf den Abbildungen.

Weitere Features: Der Anti-Submarining-Hügel, eine Erhöhung an der vorderen Seite der Sitzfläche, soll verhindern, dass ihr im Eifer des Gefechts vom Stuhl rutscht, wenn ihr euch zu weit nach vorne beugt. Die Lordosenstütze zur Entlastung der Wirbelsäule ist fest in die Rückenlehne integriert und die innovative 5D-Armlehne (nur bei den Modellen Exo FX und Exo Platinum) lässt sich nicht nur in der Höhe, Breite und Tiefe verstellen, sondern auch nach vorne und hinten schieben sowie komplett um 180 Grad rotieren. So habt ihr völlig freie Bahn, wenn es das Spiel erfordert. Qualitativ gibt es weder was an der makellosen Verarbeitung „Made in Germany“, noch an den verwendeten, atmungsaktiven, Bezügen sowie der aus dem Automobilbereich stammenden Sitzschale etwas auszusetzen. Eines sollten wir aber anmerken: Der Gaming-Chair ist recht straff gepolstert, daran muss man sich als Sessel-Spieler erst einmal gewöhnen.

Merkmale: Anti-Submarining-Hügel, Lordosenstütze, Schwingfunktion in zwei Abstufungen, stufenlose Einstellung der Sitzhöhe, vier Grundpositionen für unterschiedliche Spielertypen wählbar, Einstellung der Rückenlehne stufenlos per Drehräder, innovative 5D-Armlehne, extrem hochwertige Verarbeitung, ergonomische Sitzschale, Armlehnenträger und Fußkreuz aus Aluminium, hoher Sitzkomfort, extrem stabile Konstruktion.

Max. Belastbarkeit: 150 kg

Preis: ca. 799,00 bis 999,00 Euro

Bonus: Razer Iskur

Mit rund 500 Euro kratzt der ergonomische Gaming-Stuhl Razer Iskur preislich an der Oberklasse. Im Gegensatz zu den explizit vorgestellten Modellen, hatten wir hier leider nicht die Möglichkeit das schicke Sitzmöbel selber aufzubauen und einem Alltagstest zu unterziehen. Versprochen werden aber ein robuster Kunstlederbezug sowie alle erdenklichen Einstellungen für einen bequemen Sitz, bei dem besonders die verstellbare Lordosenstütze positiv hervorsticht. Wenn ihr überzeugte Razer-Nutzer seid, dann dürfte das typische Design euer Spielzimmer auch optisch abrunden. 

Merkmale: Ergonomisches Design, mehrlagiger und robuster Kunstlederbezug, verstellbare Lendenwirbelstütze (Lordosenstütze), verdichtete Schaumstoffpolster

Preis: 499,99 Euro

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