
Dynamische Kämpfe, Partner-Synergien und Zeitreisen: Entdecke, wie Code Vein II das Soulslike-Genre mit eigener Identität neu definiert.
Der Soulslike-Vergleich liegt bei Code Vein II nahe. Anspruchsvolle Kämpfe, Ausdauerverwaltung und bestrafende Tode – all das erinnert an das beliebte Videospielgenre. Schon die ersten Spielstunden deuten allerdings auf bewusste Designentscheidungen hin, die sich von klassischen Soulslikes abgrenzen. Unter anderem fühlt sich das Kampfsystem direkter an und belohnt konsequentes Vorwärtsgehen.
Spielt jetzt die Character Creator Demo!
Ihr wollt nicht bis zum Release warten, um euren eigenen Wiedergänger-Jäger zu entwerfen? Dann haben wir gute Nachrichten: Die Character Creator Demo zu Code Vein II ist ab sofort für PlayStation 5 verfügbar! Euren erstellten Charakter könnt ihr speichern und zum Launch direkt in die Vollversion übernehmen.
In einem Interview erklärte Produzent Keita Iizuka: Er würde Code Vein II nicht als Soulslike bezeichnen, sondern als „Dramatic Exploration Action-RPG„. Die interessanten Charakterentwicklungen, die dramatische Geschichte und die hitzige Action führen zu einer einzigartigen Spielerfahrung, auf die wir nachfolgend näher eingehen.

Das abwechslungsreiche und dynamische Kampfsystem
Im Vergleich zum Vorgänger wirkt das Kampfsystem von Code Vein II deutlich dynamischer. Kämpfe setzen stärker darauf, situativ das passende Werkzeug einzusetzen, statt feste Abläufe zu wiederholen. Unterschiedliche Waffentypen wie Bajonette, Großschwerter oder Hellebarden prägen den Rhythmus der Gefechte spürbar. Ergänzt wird dies durch die übernatürlichen Formae-Fähigkeiten, die wegen ihrer Begrenztheit gezielt eingesetzt werden müssen.
Besonders hervorzuheben ist das unmittelbare Treffergefühl. Schwere Waffen vermitteln durch klare visuelle und akustische Rückmeldungen ein hohes Maß an Wucht. Schnellere Waffen hingegen setzen auf dichte Kombos, deren Wirkung sich anders entfaltet. Fernkampfwaffen sorgen zudem für weitere Abwechslung im Kampf.
In der Praxis können aufgeladene Angriffe Gegner entweder direkt ausschalten oder benommen zurücklassen, was den Einsatz filmreifer Finisher ermöglicht. Bei so etwas zeigt sich die deutlichste Weiterentwicklung gegenüber dem ersten Code Vein.
Anders als klassische Soulslikes setzt Code Vein II weniger auf das wiederholte Einprägen fester Angriffsmuster. Der Anspruch entsteht also weniger durch Geduld und Auswendiglernen, sondern durch situative Entscheidungen im Kampfverlauf.
Charakteranpassung: Mehr Freiheit durch Waffen und Formae
Auch die Charakterentwicklung in Code Vein II nimmt eine eigenständige Rolle ein. Während Soulslike-Spiele häufig auf statische Werte-Optimierung setzen, legt das Action-RPG seinen Schwerpunkt klar auf die Wahl von Waffen und Formae-Fähigkeiten. Diese Elemente ermöglichen situative Anpassungen ohne langwierige Abhängigkeit von reinen Zahlenwerten.
Durch diese Ausrichtung entstehen weniger feste Rollenzwänge und mehr Spielraum für taktisches Ausprobieren. Die größere Vielfalt an potenziellen Ausrüstungskombinationen lädt dazu ein, Builds flexibel anzupassen. Dieser Fokus auf unmittelbare Einflussnahme wird durch die stärkere Integration der Partnermechaniken ergänzt. Insgesamt führt diese Anpassungsphilosophie zu einer geringeren Abhängigkeit von klassischen Builds.

Zur Einordnung: In typischen Soulslikes sind Charakterentwicklung und Builds oft eng mit der Progression verknüpft. Das passiert beispielsweise durch langsames Aufbauen von Kernwerten. Code Vein II verschiebt diesen Fokus, indem Entscheidungsfreiheit über Waffenwahl, Formae und Partnerinteraktionen stärker ins Zentrum rückt.
Partnersystem: Risiko, Synergien und strategischer Einsatz
Das Partnersystem bleibt ein prägendes Element, wird jedoch anders gewichtet als im Vorgänger. Begleiter dienen nicht mehr nur als passive Unterstützung, sondern sind stärker in den aktiven Kampfverlauf eingebunden.
Während andere Spiele dieser Art häufig auf isolierte Einzelkämpfe setzen, versteht Code Vein II den Begleiter als festen Bestandteil des Kampfsystems. Dieser agiert nicht nur unterstützend, sondern greift permanent ins Geschehen ein und eröffnet zusätzliche taktische Optionen.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Unterschied durch gezielte Synergien und die Möglichkeit von Wiederbelebungen. Fehler führen dadurch seltener sofort zum Scheitern, sondern lassen Raum für Wiedergutmachung. Der Begleiter wirkt damit als Sicherheitsnetz, das aggressiveres Vorgehen erlaubt und den Schwierigkeitsgrad abfedert.

Gleichzeitig bleibt es möglich, vollständig ohne Partner zu spielen. In diesem Fall werden Fehler deutlich härter bestraft. Das Partnersystem fungiert somit als bewusstes Gestaltungsinstrument, das unterschiedliche Spielstile zulässt. Es ist ein tragendes Element, das Code Vein II insgesamt zugänglicher macht.
Abwechslung statt Routine
Beim Aufbau der Spielwelt und der Begegnungen setzt Code Vein II stark auf Abwechslung. Statt sich auf klar wiedererkennbare Abläufe zu verlassen, wechseln die Gefechte zwischen engen Korridoren und offeneren Bereichen. Unterschiedliche Raumgrößen und Gegnerkonstellationen lassen Kämpfe weniger nach festen Mustern ablaufen.
Die Weltstruktur unterscheidet sich ebenfalls spürbar vom Genre-Standard. Weil Areale weniger streng aufgebaut sind, wirkt das Fortschreiten hier weniger linear. Darüber hinaus eröffnen Zeitreisen immer wieder neue Blickwinkel auf bekannte Orte.
Stil und Ästhetik: Anime-Optik als funktionales Designelement
Der ausgeprägte Anime-Stil bleibt eines der wesentlichen Merkmale von Code Vein II, erfüllt aber mehr als nur eine ästhetische Funktion. Dank klaren Silhouetten, lebhaften Animationen und deutlichen Kontrasten bleiben gegnerische Aktionen gut lesbar. Gerade in schnellen Kämpfen unterstützt der Stil die Orientierung und trägt dazu bei, Situationen besser einschätzen zu können.
Auch in detaillierten Zwischensequenzen zeigt sich die visuelle Ausrichtung. Die Inszenierung verleiht der Spielwelt eine eigene Identität und hebt sich bewusst von düstereren Fantasy-Soulslikes ab. Der Stil wirkt dadurch nicht wie reine Oberfläche, sondern wie ein integraler Bestandteil des Game Designs.


Eine eigene Handschrift jenseits des Genre-Stempels
Code Vein II bedient viele Soulslike-typische Elemente, beschränkt sich jedoch nicht darauf. Wegen des Kampfsystems, der flexibleren Charakterentwicklung und des hilfreichen Partnersystems unterscheidet sich das Spielgefühl klar von klassischen Genrevertretern.
In der Summe entsteht ein Actionspiel, das den Anime-Stil nicht nur als Präsentationsform nutzt, sondern als funktionalen Teil seines Designs versteht. Der actiongeladene Titel wirkt dadurch weniger wie eine übliche Genre-Variation. Vielmehr haben wir es mit einem eigenständigen Beitrag zu tun, der bekannte Mechaniken neu zusammensetzt, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen.








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