Code Vein II Preview: Das neue Anime-Soulslike im ausführlichen Gameplay-Test

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Code Vein II Preview: Das neue Anime-Soulslike im ausführlichen Gameplay-Test

Erfahrt alles über das neue Kampfsystem, den Zeitreise-Plot und warum das Sequel noch packender wird als Teil 1.

Nachdem sich das im Anime-Style gehaltene Soulslike Code Vein im Jahr 2019 zu einem kleinen Geheimtipp entwickelte, hat Bandai Namco im Sommer 2025 endlich offiziell ein Sequel enthüllt. Nun steht Code Vein II auch schon quasi in den Startlöchern! Während eines Preview-Events durften wir sogar bereits einen genauen Blick auf den Titel werfen.

Genauer hatten wir die Gelegenheit, uns für insgesamt gut drei Stunden mit unserem eigenhändig erstellten Charakter in fordernde wie actionreiche Kämpfe zu stürzen. Was wir während dieser Zeit alles erlebt haben, möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Eine einstmals friedliche Welt am Abgrund

Code Vein II entführt uns in eine Welt, in der Menschen und Wiedergänger friedlich und gemeinschaftlich miteinander koexistieren. Eines schicksalhaften Tages ereignet sich jedoch eine folgenschwere Tragödie, die zur Folge hat, dass in der Zukunft das Ende aller Tage droht. Nun ist es an unserer Spielfigur, die Apokalypse irgendwie aufzuhalten.

Code Vein II Preview: Das neue Anime-Soulslike im ausführlichen Gameplay-Test

Eine wichtige Rolle hierbei spielen die übernatürlichen Kräfte der Wiedergängerin Lou MagMell, die unseren Charakter zu Beginn des Spiels von den Toten zurückholt, indem sie ihm die Hälfte ihres Herzens schenkt. Mit Lous Hilfe ist es wenig später möglich, in der Zeit zurückzureisen, um herauszufinden, wie all das damals wirklich geschehen konnte.

Die Geschichte des Soulslikes soll hierbei in besonderem Maße von unseren/euren Entscheidungen leben. Wenn ihr Dinge in der Vergangenheit verändert, kann dies teils gewaltige Auswirkungen auf die Zukunft haben. Ein enorm spannendes Konzept, von dem wir allerdings während unserer Zeit mit dem Spiel leider noch nichts selbst gespielt haben.

Die Geburt eines neuen Wiedergänger-Jägers

Falls ihr den Vorgänger damals verpasst haben solltet, braucht ihr übrigens keine Angst zu haben. Ihr sollt der Story von Code Vein II auch dann noch gut folgen können, falls ihr die Ereignisse des Erstlings nicht kennt. Passend hierzu startet ihr in die brandneue Geschichte auch mit eurem neuen, eigens erstellten Charakter.

Nach einer kurzen Intro-Sequenz, die uns etwas über die Hintergrundgeschichte der Welt des Soulslikes erzählt hat, fanden wir uns in einem sehr umfangreichen Charaktereditor wieder. Hier konnten wir nicht nur markante Merkmale wie Körpergröße und Stimme einstellen, sondern auch feine Details wie Augenwimpern unseren Wünschen anpassen. Der Editor ist super gelungen, lässt sich intuitiv handhaben und hat uns großen Spaß bereitet.

Im Anschluss an das nachfolgende Tutorial, das uns die grundlegende Steuerung erklärt hat, gab es in der von uns gespielten Version einen deutlichen Zeitsprung von rund fünf Spielstunden. Keine Angst, diesen Zeitsprung wird es in der finalen Version natürlich nicht geben. Wir waren also bereits mit einem ziemlich starken Charakter unterwegs und haben uns in der Vergangenheit mit der Wiedergängerin Josée Anjou verbündet.

Ihr seid nie alleine unterwegs – falls ihr das möchtet

Wie bereits im Vorgänger gibt es im Laufe des Abenteuers verschiedene NPCs, die sich euch anschließen. Falls ihr es möchtet, seid ihr in Code Vein II nicht alleine unterwegs. Die meiste Zeit stand uns Wiedergängerin Josée zur Seite, die im Kampf eigenständig ordentlich austeilen kann. Sind wir zu Boden gegangen, hat sie uns direkt wiederbelebt!  

Im Vergleich zum Vorgänger hat Bandai Namco dieses System jedoch deutlich überarbeitet. Nun könnt ihr Lou, Josée und Co. nämlich einen “Modus” vorgeben, damit sie euch direkt im Kampf unterstützen oder alternativ eure Angriffskraft steigern. Außerdem sollen die Begleiter nun deutlich besser in die Story integriert sein und wichtigere Rollen spielen.

Diese nützliche Mechanik hat allerdings, Soulslike-typisch, eine Kehrseite: Holt uns unser Begleiter zurück, aktiviert sich ein Cooldown und der Charakter steht uns für eine kurze Zeit nicht zur Verfügung. Außerdem bringen sie euch jedes Mal mit weniger Lebensenergie zurück. Im fertigen Spiel solltet ihr also nicht allzu forsch voran stürmen.

Gerade in Scharmützeln mit mehreren Gegner kann es schnell passieren, dass ihr von diesen in die Enge gedrängt und überwältigt werdet. Wir sprechen hier selbst aus leidlicher Erfahrung. Allzu viele Treffer hält die Spielfigur nicht aus und da jede Aktion eine bestimmte Menge an Ausdauer verbraucht, könnt ihr nicht ewig auf Feinde einschlagen.

Findet euren Kampfstil

Glücklicherweise gibt euch Code Vein II aber ebenfalls eine mehr als ausreichende Menge an Argumentationsverstärkern an die Hand, um euch aus brenzligen Situationen befreien zu können. Mussten wir das Tutorial noch mit einem gewöhnlichen Schwert spielen, hatten wir nach dem Zeitsprung Zugriff auf eine Sense, einen Hammer und mehr.

Besondere Würze erhalten die Kämpfe im Anime-Soulslike durch die Waffenformae und die Verliehenen Formae. Erstere sind gewissermaßen an eure aktiv ausgerüstete Waffe gebundene Spezialangriffe oder auch magische Effekte, die euren Wiedergänger-Jäger stärken oder alternativ eure Gegner schwächen. Letztere beschwören mächtige Waffen.

Darüber hinaus feiern die aus dem Vorgänger bekannten Käfige natürlich ihr Comeback in Code Vein II. Käfige erlauben es eurer Spielfigur, die Kraft ihrer Wiedergänger-Begleiter zu entfesseln. So erhaltet ihr Zugriff auf ganz besondere Spezialfähigkeiten. Allerdings brauchen diese mächtigen Skills ein bisschen Zeit, während der ihr ungeschützt seid.

Wie fühlt sich das Kampfsystem von Code Vein II an?

Ihr merkt also schon: Code Vein II bietet euch auch hinsichtlich des Kampfsystems viele Möglichkeiten, um euren persönlichen Wunschkrieger zu erschaffen. Wir haben viel herumexperimentiert, vom Schwert über den Hammer bis hin zu Zwillingsschwertern, um einen Kampfstil zu finden, der unseren Geschmack richtig getroffen hat.

Doch wie fühlt sich dies nun in Aktion an? Kurz gesagt richtig gut! Im Vergleich mit dem Vorgänger spielt sich das Soulslike-Sequel etwas flotter und direkter. Um Gegner herumzutänzeln, Lücken in deren Abwehr auszunutzen und sie zu überwältigen, hat uns großen Spaß bereitet. Dabei fühlen sich die Angriffe, gerade mit schweren Waffen, herrlich wuchtig an. Wir hatten großen Spaß mit der übertriebenen Anime-Action!

Ganz besonders während der schick inszenierten Bosskämpfe. Der erste Boss hat versucht, uns mit Säure zu zermürben, während er uns mit verheerenden Schlägen direkt attackiert hat. Nach ein paar Fehlschlägen haben wir zu zwei schnellen Schwertern mit einem Blutungseffekt gewechselt. Dies in Kombination mit fixen Ausweichmanövern und kurzen Schlagserien hat toll funktioniert und sich schlichtweg fantastisch angefühlt.

Der zweite Bossgegner, eine Version unserer treuen Begleiterin Josée, hat uns dafür mit einem langen Schwert, das eine enorme Reichweite hatte, und einigen ihrer Formae ordentlich zugesetzt. Sie war der deutlich härtere Bossgegner, da ihre Angriffe oftmals regelrecht vernichtend waren und uns immer wieder in eine Ecke gedrängt haben.

Dennoch haben wir nie das Gefühl bekommen, die beiden Bosskämpfe wären unfair. In neun von zehn Fällen, in denen wir in Code Vein II gescheitert sind, lag es daran, dass wir einen Fehler gemacht haben. Sei es ein zu überstürzter Angriff oder das falsche Timing bei einem Block oder Ausweichschritt. Lediglich die Kamera hat uns ab und an einen Strich durch die Rechnung gemacht, obwohl diese die meiste Zeit über gut funktioniert hat.

Nach unserem Kampf gegen Josée war unsere Zeit mit Code Vein II dann leider schon vorbei und sie ist regelrecht an uns vorbeigeflogen! Speziell von der aufregenden Story und der Erkundung der Spielwelt, die wir kurzzeitig mit einem Motorrad (!) bereisen durften, hätten wir gerne noch mehr gesehen und uns auch mit weiteren starken Bossgegnern gemessen, doch der 30. Januar 2026 ist zum Glück nicht mehr allzu weit entfernt.

Jetzt seid ihr dran: Fiebert ihr dem Release von Code Vein II auch schon entgegen? Verratet es uns gerne unten in den Kommentaren!

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