Tearaway, Media Molecules neues Abenteuer zum Mitmachen für PS Vita

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Tearaway, Media Molecules neues Abenteuer zum Mitmachen für PS Vita

Besitzer der PlayStation Vita warten schon gespannt auf den nächsten Titel von Media Molecule, Tearaway. Unser Kollege Justin Massongill hatte das Glück schon vorab einen Blick auf die Papierwelt werfen zu können und möchte euch seine Eindrücke schildern.

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Media Molecule hat sich als Meister der Niedlichkeit und der gemeinschaftlichen Kreativität erwiesen und weltweit eine leidenschaftliche Fangemeinde aufgebaut: und zwar mit der unfassbar erfolgreichen „LittleBigPlanet„-Reihe. Doch was passiert, wenn das Studio, das einen Planeten erschaffen hat, sich aufmacht, etwas völlig Neues zu gestalten?
Vielleicht sollte ich mich anders ausdrücken. Ihr neues Projekt, Tearaway, befindet sich nicht völlig außerhalb der Komfortzone des Studios. Es ist ebenfalls hinreißend, originell und ein wahrer Schaukasten der Möglichkeiten seiner Plattform. Mit dem PS Vita-System im Hinterkopf gestaltet macht sich Tearaway beispielsweise auf beeindruckende (aber niemals übertriebene!) Art und Weise die integrierte Kamera und das Rückseiten-Touchpad zunutze und gestaltet so eine greifbare und detaillierte Welt.

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Ein Paradebeispiel dafür: Gelegentlich werdet ihr transparenten Oberflächen begegnen, die mit PlayStation-Symbolen markiert sind. Diese zeigen euch an, dass ihr mit dem jeweiligen Gebiet über das Rückseiten-Touchpad von PS Vita interagieren könnt. Manchmal heißt das, dass ihr auf die Rückseite des PS Vita-Systems tippen müsst, um auf eine Trommel zu schlagen, die iota oder atoi (eure furchtlosen Protagonisten aus Papier) hoch in die Luft katapultiert. Oder ihr müsst eure Finger direkt im Spiel einbringen, um euren Begleiter vor angreifenden Feinden zu beschützen oder ein Objekt wegzuräumen, das den Weg versperrt.
An einer Stelle habe ich über den Touchscreen von PS Vita gestrichen, um eine Krone aus Bastelpapier für ein einigermaßen reizbares Erdhörnchen auszuschneiden, das dann kurz entschlossen ein Fotoshooting verlangte. Ich wählte einen der verschiedenen Hintergründe aus, darunter einer, der in Echtzeit von der Rückseiten-Kamera erstellt wurde, und bewegte das System umher, bis ich den richtigen Winkel gefunden hatte, um das Foto für das kleine Kerlchen zu schießen.
Das Spiel ist durchdrungen von Kameradschaftsgeist. Von Zeit zu Zeit werden iota und atoi nach oben schauen, um euer Gesicht (das von der Frontkamera des Systems eingefangen wird) nach unten strahlen zu sehen. Dieses Detail, gepaart mit dem direkten physischen Einfluss, den ihr bei vielen Rätseln auf das Spiel habt, fördert ein Gefühl von Zusammengehörigkeit zwischen Spieler und Bote. Das erweckt den Eindruck, dass ihr mit eurem papierenen Partner gemeinsam in diesem Abenteuer steckt, statt bloß den Charakter auf dem Bildschirm zu kontrollieren.

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In ästhetischer Hinsicht strotzt Tearaway nur so vor Media Molecule. Die Welt fühlt sich dynamisch und lebendig an, obwohl sie nur aus realen Papierbauten zu bestehen scheint. Brücken falten und entfalten sich in bestimmten zeitlichen Intervallen, Steine biegen und knautschen sich zusammen, wenn ihr auf ihnen steht, und Windböen kräuseln Pflanzen und Gras in einem Burton ähnlichen Stil.
Diese drollige Welt wird von einer bezaubernden Musik mit Folk-Elementen begleitet, die einer bereits atmenden Umgebung noch mehr Leben einhaucht. Bis jetzt habe ich nur eine Handvoll von Liedern während meiner Spiel-Session gehört, aber in meinem Kopf schaffe ich bereits Platz für den unlängst angekündigten Soundtrack des Spiels (Profi-Tipp: Beim Vorbestellen gibt’s den Soundtrack gratis dazu!).
Tearaway, das diesen Oktober erscheint, wird für eine Menge Gesprächsstoff sorgen. Nicht nur, weil es liebenswert und bezaubernd oder weil es ein solides, vor Kreativität sprühendes Plattform-Abenteuer ist. Es beweist außerdem, dass Media Molecule definitiv nicht einseitig begabt ist. Zur Seite, Sackboy – jetzt wird es Zeit, dass iota und atoi ihr Licht leuchten lassen.