Debatte am Freitag: Brauchen wir Videospiel-Messen?

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Na, wie verbringt ihr euer Wochenende? Vielleicht in Wien, auf der Game City? Die Veranstaltung im Wiener Rathaus hat ein paar höchstsympathische Eigenschaften. So wird dort zwar jede Menge Möglichkeit geboten, sich an aktuellen Spielen und neuer Hardware wie unserem PlayStation Move Motion Controller zu versuchen. Es gibt aber keine großen Pressekonferenzen oder sonstige neue Ankündigungen. Kurzum: Dort soll weniger verkauft und mehr gespielt werden. Zwar ist der Beweggrund für die Hersteller, sich auf der Game City blicken zu lassen, im Endeffekt natürlich auch der, dass man seine Produkte bewerben möchte, aber in erster Linie wird am Wochenende im Wiener Rathaus gezockt!

E3 crowd scenes


Die großen Ankündigungen sparen sich die Entwickler für ein paar ausgewählte Termine im Videospielkalender auf, als da zum Beispiel wären: Die E3, die Gamescom oder zuletzt die Tokyo Game Show. Dort hat man die konzentrierte Aufmerksamkeit der weltweiten Presse aus ganz unterschiedlichen Bereichen, nicht nur aus dem Videospieljournalismus. Auch die großen Zentralmedien können sich dem Sog der Supermessen nicht entziehen und bringen somit das denkbar größte Publikum mit. Kein Wunder, dass sich die Hersteller auf diese Events konzentrieren um ihre Produkte so gut es geht zu platzieren.

Doch woher kommt die Aufmerksamkeit bei solchen Messen? Sie hängt ganz grundsätzlich damit zusammen, dass dort hunderttausende interessierte Gamer auftauchen und somit ein Großevent formen. Aber warum kommen die Gamer denn dahin? Zu den Pressekonferenzen und sonstigen Präsentationen bekommt doch eh nur die Presse Zugang, der “ganz normale Gamer” kann nichts anderes tun, als sich stundenlang anzustellen um vielleicht bloß einen Trailer für ein neues Spiel zu sehen. Dabei geht es dem Gamer doch eigentlich nur um genau das, um das es ihm eigentlich immer geht: Er will zocken!

E3 Event shots

Irre ich mich? Es heißt oft: Jeder Gamer freut sich auf Messen wie die Gamescom. Warum freut ihr euch darauf? Was macht den Reiz dieser Veranstaltungen aus, wenn ihr von den spektakulären Ankündigungen auf diesen Events doch eh nur wieder über Medien wie unseren schönen PlayStation Blog erfahren könnt? Könnte man die großen Pressekonferenzen nicht einfach von vorneherein als einfache Presseevents belassen und stattdessen hin und wieder “Playdays” wie die Game City veranstalten, auf denen ihr schlicht die Möglichkeit bekommt, so viel es geht mit neuen Technologien und Spielen zu experimentieren? Lasst es mich wissen! Und danach: Habt ein schönes Wochenende. Ich muss gleich los zur Game City… 🙂

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