Dying Light 2 Stay Human – Überleben in der Zombiekalypse

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Dying Light 2 Stay Human – Überleben in der Zombiekalypse

Erkundet mit Parkour und Paraglider die riesige offene Spielwelt.

Herzlich Willkommen in Villedor, einem der letzten Zufluchtsorte der Menschheit, nachdem ein mutierter Tollwutvirus eine Pandemie verursacht hat, die den Großteil der Weltbevölkerung in blutrünstige Zombies verwandelte. Die ehemals pulsierende europäische Metropole, kurz auch nur “Die Stadt” genannt, ist ein trauriges Zeugnis des allgemeinen Verfalls, in dem die Bewohner ohne die Annehmlichkeiten einer modernen Zivilisation in eine Art neues Mittelalter zurückgefallen sind.

In Dying Light 2 Stay Human gilt allgemein das Recht des Stärkeren und mehrere Fraktionen, wie die militärisch geprägten Peacekeeper, die mit Frieden aber nicht allzu viel am Hut haben oder die weniger organisierten Survivors, ringen verbissen um die Vorherrschaft in der Ruinenlandschaft. Und genau an diesem Punkt kommt ihr wortwörtlich ins Spiel. In der Rolle des Pilgrims Aiden, der sein Leben normalerweise außerhalb von Siedlungen und Stadtmauern fristet, führt euch die Suche nach seiner verschollenen Schwester Mia nach Villedor. Hier soll es angeblich jemanden geben, der ihren aktuellen Aufenthaltsort kennt.

Zur Begrüßung wartet der Strang

Die erste Begegnung mit den Stadtbewohner fällt unangenehm aus: Da Aidan keinen Biomarker trägt, der mit einem grünen Licht den Mitmenschen signalisiert, dass der Träger nicht infiziert ist, wird er kurzerhand von einem wütenden Mob aufgeknüpft. Klar, Aidan wird im letzten Augenblick gerettet, sonst wäre ja schnell Schluss mit der Story. Allerdings findet er sich jetzt mitten in den Ränkespielen der Fraktionen wieder und muss allerhand Aufgaben erledigen, um zu dem Tippgeber im Stadtkern vorzustoßen. Als Kontaktperson hilft euch der Survivor Hakon die ersten Spielstunden auf die Sprünge, besorgt einen Biomarker für Aidan und weist euch die ersten Missionen zu.

Wir wollen an dieser Stelle natürlich nicht zu viel zu der spannend in Szene gesetzten Geschichte verraten, die euch noch einige schwere Entscheidungen abringen wird. Nur soviel: In teilweise spielbaren Rückblicken erfahrt ihr, dass Aidan und Mia als Kinder für unmenschliche Virus-Versuche herhalten mussten und ihr nicht nur eure Schwester sucht, sondern auch den verantwortlichen Wissenschaftler zur Rechenschaft ziehen wollt. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, der euch gut 30 bis 40 Stunden beschäftigen wird, wenn ihr nur den Hauptquests folgt. Wollt ihr alle Nebenaufgaben absolvieren, jeden Winkel der riesigen Stadt erkunden und jedes Fragezeichen aufdecken, dann braucht ihr ein Vielfaches der Zeit.

Über Stock und Stein

Ein echter Höhepunkt der Open-World-Erkundung ist das geschmeidige Parkour-System. Wie bereits beim ersten Teil, setzen die Entwickler des polnischen Studios Techland auf schnelle und flüssige Bewegungen, mit denen ihr euch in hohem Tempo über die Dächer der Stadt schwingt und mit ein bisschen Übung die höchsten Bauwerke erklettert. Achtet immer auf gelbe Markierungen die sich an Vorsprüngen befinden, dann landet ihr nie in einer Sackgasse. Aber Aiden ist nicht unerschöpflich, ein blauer Ausdauerbalken auf dem Bildschirm zeigt an, wenn euch die Puste beim Klettern ausgeht. Macht ihr nicht rechtzeitig eine Pause, droht der Absturz – und der ist oft fatal. Dann beginnt ihr am letzten Speicherpunkt erneut mit der Tour. Ein Tipp: Ehe ihr euch die Beine bei einem Sprung aus großer Höhe brecht, schaut, ob ihr eine Matratze mit einem deutlich sichtbaren Kreuz seht. Hier landet ihr dann sanft und verliert nichts von eurer wertvollen Lebensenergie.

Später im Spiel stehen euch noch wertvolle Hilfsmittel zur Verfügung. Mit einem Paraglider oder Greifhaken erreicht ihr Ziele, die trotz aller manuellen Kletterkünste bislang unerreichbar waren. Aber auch hier gilt: Immer den Blick auf den Ausdauerbalken richten, sonst droht ein übler Absturz.

Ausweichen, blocken, zuschlagen

Auch wenn ihr auf den Dächern der Stadt relativ sicher seid vor den tagsüber eher gemächlich schlurfenden Zombies, müsst ihr euch immer wieder eurer Haut erwehren. Zur Verfügung stehen dabei allerhand martialische Schlagwaffen, vom Stuhlbein und Baseballschläger bis zu selbstgebastelten Mordinstrumenten, wie Äxten und Metzgermessern, die ihr zusätzlich noch mit Gift, Feuer oder Elektroschaden anreichert. Vorausgesetzt ihr habt euch den passenden Bauplan für die Modifikationen bei einem Händler besorgt. Also lootet alles was euch vor die Augen kommt, jedes Stück Altmetall ist eine gefragte Währung. Denkt aber daran: Alle Waffen haben nur eine begrenzte Haltbarkeit und werden dann untauglich. Da es keine Reparaturmöglichkeiten gibt, solltet ihr immer eine Reserve an Waffen mit euch führen.

In den Kämpfen haut ihr aber nicht einfach blind drauf, das bedeutet ein schnelles Game Over, besonders, wenn ihr einer Gegnergruppe oder mächtigen Zombievariationen gegenüber steht. Verinnerlicht ihr das rechtzeitige Blocken eines Angriffs und nutzt den Augenblick des Taumelns eures Gegners, dann landet ihr tödliche Schläge. Ansonsten ist es auch keine Schande die Beine in die Hand zu nehmen und die Flucht einzuschlagen. Besonders in der Nacht, wenn die tagsüber in Häusern schlafenden Zombies in Massen auf die Straßen kommen, wird es sonst arg brenzlig. Ein Tipp: Sobald ihr an Pfeil und Bogen oder Armbrust kommt, verlegt euch auf den Fernkampf, so könnt ihr Gegner gefahrlos dezimieren, bevor ihr Banditennester aushebt oder Beute aus alten Armeetransportern holt, die in der Regeln ganz besonders von Zombies verseucht sind. 

Spannende Nebenmissionen

Grundsätzlich könnt ihr einfach den Story-Quests folgen und gelangt auch an euer Ziel, aber dazu macht das Erkunden einfach zu viel Spaß. Überall entdeckt ihr kleine und größere Geschichten aus der Postapokalypse, die euch einen Einblick in das  Leben der Menschen gewähren. Da gilt es verschwundene Kinder aufzuspüren, einer nicht besonders gut singenden Operndiva ihren Schal aus luftiger Höhe zu retten oder dem Schicksal von Opfern einer Organhandel-Bande nachzuspüren. Dabei kommen erfreulicherweise auch immer wieder unterschiedliche Spielmechaniken zu Tage, mal müsst ihr mit einem Dietrich Truhen öffnen, Stromleitungen über mehrere Stockwerke mit einem Generator verbinden oder den wertvollen Überlebensinstinkt einsetzten. Der zeigt euch auf Knopfdruck nicht nur Beute und Umrisse von hinter Wänden lauernden Feinden, sondern auch Fußspuren. Mehr als einmal sollt ihr so den Weg einer Zielperson ausfindig machen.

Nebenher sammelt ihr durch Erkundungstouren und Nebenaufgaben auch reichlich Erfahrungspunkte, die ihr in neue Kampf- sowie Parkour-Fähigkeiten investiert. So wird Aidan deutlich schneller zu einem knallharten Überlebenskämpfer und die späteren Missionen werden entsprechend einfacher. Auf jeden Fall solltet ihr unbedingt nach Hemmstoffen Ausschau halten, die sich in versteckten Containern befinden. Das ist die einzige Möglichkeit, um die Ausdauer und Gesundheit von Aidan zu steigern. Zusätzlich werdet ihr bei einem Aufstieg auch länger immun, denn Aidan ist mit dem Virus infiziert und bei Dunkelheit habt ihr zu Beginn nur fünf Minuten, um einen sicheren Ort zu erreichen. Ansonsten werdet ihr zum Zombie.

Schwere Entscheidungen

Neben Zombiemetzeleien und Klettereinlagen, kommuniziert ihr mit den Menschen in Villedor. Dabei gilt es häufig Entscheidungen unter Zeitdruck zu treffen, die einen erheblichen Einfluss auf den Ausgang einer Mission, das Überleben eines Charakters, aber auch auf die gesamte Spielwelt haben. Beispielsweise nehmt ihr im Spielverlauf wichtige Einrichtungen, wie die städtische Wasserversorgung oder Elektrizitätswerke ein. An solchen Wendepunkten bestimmt ihr, welche Fraktion die Kontrolle über die zentralen Einrichtungen bekommen soll. Je nach eurer Wahl, verändert sich so das gesamte Stadtbild.

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