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Seid ihr NieR-Neulinge? Hier ist euer Anfänger-Story-Guide zu NieR: Automata

Erfahrt in 6 leicht bekömmlichen Storys mehr über eine der verrücktesten Hintergrundgeschichten der Videospielwelt

John Hatfield, Digital Copywriter, SIEE:

Eine so umfangreiche Spielwelt wie die von NieR bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht. Mit der heutigen Veröffentlichung von Nier: Automata für PS4 eröffnet sich sowohl Neulingen als auch Fans des Originalspiels jede Menge Hintergrundwissen.

Wie bereits gestern in unserem Strategie-Leitfaden erwähnt wurde, müsst ihr den Vorgängertitel der Reihe nicht gespielt haben, um die Roboteraction in Automata zu genießen. Aber Spieler, die sich gerade erst in dieses verrückte und wundervolle Universum begeben, stellen sich vielleicht einige Fragen. Fragen wie: „Wo sind all die Menschen hin?”, „Wieso wird die Erde von Maschinen regiert?” und „Wer hat dieser Augenbinden tragenden Gothic-Lolita eigentlich ein Schwert gegeben?”

Um diese Fragen zu beantworten – und der Post-Apokalypse des Spiels ein wenig Kontext zu geben – müssen wir auf der NieR-Zeitachse zurückgehen. Aber um euch den Ärger zu ersparen, haben wir keine Mühen gescheut und Leitfäden, leichte Novellen und sogar ein von Yoko-Taro verfasstes Theaterstück (ja, wirklich) gelesen, um die wichtigsten Ereignisse der Spiele zusammenzutragen, die zur Eröffnungsszene von Automata führten.

Eine ernst gemeinte Warnung, bevor wir loslegen: Es folgen Spoiler zu den ersten Teilen von NieR und Drakengard (wir werden das gleich näher erklären).

1. NieR begann als alternatives Ende eines völlig anderen Fantasy-Abenteuers

NieR: Automata

Unsere Reise beginnt im Jahr 2003 (sowohl im NieR-Universum als auch in unserer Zeit).

Nicht einmal die meisten Fans wissen, dass die Welt von NieR ein Spin-off des Spiels Drakengard für PlayStation 2 ist. Das Spiel enthielt mehrere unterschiedliche Enden, und das fünfte Ende führte schließlich zur Geschichte von NieR.

In diesem Szenario wurde Drakengards gigantische Antagonistin „Queen Beast” („Bestien-Königin”) durch die Zeit teleportiert – mitten hinein ins moderne Tokio, wo sie prompt vom feuerspeienden Helden des Spiels erledigt wurde. Dies stellte sich als eher unglücklichen Zug für die Menschheit heraus, da durch den Tod der Riesin eine fiese Krankheit freigesetzt wurde, die die Menschen befiel.

2. Dieses Ende transportierte eine Fantasiebestie ins moderne Tokio und setzte einen tödlichen Virus frei

NieR: AutomataNieR: Automata

 
Von seinem Ausgangspunkt im Tokioter Bezirk Shinjuku verbreitete sich das „White Chlorination Syndrome” („Weißes Chlorierungssyndrom”) mit verheerenden Folgen. Die meisten Infizierten verwandelten sich langsam in Salz, andere wurden gewalttätig und verloren den Verstand. Im Jahr 2009 war das Land zur Kriegszone zwischen nicht-infizierten Menschen und einer wilden, unaufhaltbaren Horde geworden, die sich „Legion” nannte.

Die japanische Regierung war nicht in der Lage, den Ausbruch einzudämmen, woraufhin sich die Epidemie zu einer Pandemie entwickelte, und da die Wissenschaftler der Welt kein Gegenmittel finden konnten, wurde eine gewagte Notlösung entworfen.

3. Es werden Androiden gebaut, um die Produktion neuer menschlicher Körper für die Infizierten zu überwachen

NieR: Automata

„Project Gestalt” wurde ins Leben gerufen, in dessen Zuge menschliche Seelen sicher aus ihren infizierten Körpern entnommen werden sollten, um eines Tages in gesunde Klone implantiert zu werden. Natürlich würde es einige Zeit dauern, diesen Prozess zu perfektionieren, weshalb man mit der Entwicklung von Androiden-KIs begann, die die Operation beaufsichtigen sollten.

Tatsächlich dauerte es Hunderte von Jahren, bis die Krankheit langsam ausstarb. Menschliche Klone, bekannt als „Replicants” („Kopien”), waren erfolgreich gewachsen, hatten aber unerwartet (und zum Bedauern ihrer Originale) ihre eigenes Bewusstsein entwickelt.

4. Tausende von Jahren später finden die Ereignisse von NieR statt – und die Menschheit ist dem Untergang geweiht

NieR: Automata

Die Welt war nun komplett von diesen technisierten Doppelgängern bewohnt, die alle mit neuen Persönlichkeiten und Seelen versehen wurden. In diese Zeit (um das Jahr 3361) lassen sich die Ereignisse von NieR einordnen.

Wie bereits bei Drakengard gab es vier mögliche Enden für die Geschichte, und aus dem vierten Ende (Ende D) ist die Story von Automata entstanden. In diesem Ende durchkreuzte Protagonist Nier die Pläne von Project Gestalt und stürzte die Menschheit so in ihr Verderben.

NieR: AutomataNieR: Automata

 
Das war der Anfang des unvermeidlichen Niedergangs der Menschheit, aber in einigen Teilen der Welt, die sich noch immer unter der Kontrolle der Androiden-KIs befanden, konnten eine Handvoll Replicants überleben.

5. Achttausend Jahre später wird die Erde von außerirdischen Maschinen überfallen, und die Menschheit schlägt zurück

NieR: Automata NieR: AutomataNieR: Automata

 
Achttausend Jahre später sehen die Dinge noch immer nicht sonderlich rosig aus. Als ob es noch nicht genug Probleme geben hätte, wurde die Erde auch noch von „maschinellen Lebewesen” überfallen, und die übrig gebliebenen Menschen hatten endgültig die Nase voll. Sie flüchteten auf den relativ sicheren Mond, von wo aus sie Gruppen von Kampfandroiden lossenden konnten, um die Invasion zu bekämpfen.

6. Unter den Androidenteams, die die Angreifer bekämpfen, seid auch ihr – und so beginnt NieR: Automata

NieR: Automata

Da wären wir nun, im Jahr 11.941. Ein solches Androidenteam („YoRHa”) wird auf die Erde geschickt, und unter den Teammitgliedern befinden sich auch die beiden Protagonisten von NieR: Automata: Einheit 2 Modell B und Einheit 9 Modell S (bekannt unter den liebevollen Namen 2B und 9S). Wir begleiten sie auf dem Weg zu ihrem neusten Ziel – den „maschinellen Lebewesen” ordentlich in den Hintern zu treten und unseren Planeten zurückzuerobern.

Und das war’s auch schon! Eine kleine Tour durch die Welt von NieR: Automata. Für das nächste Stückchen der Geschichte … müsst ihr einfach mit dem Spielen loslegen.

(Oh, und um eure Frage zu beantworten: Die „Augenbinde” ist eigentlich eine Art taktisches Visier. Und zum kleinen Schwarzen – nun ja, darauf müsst ihr selbst kommen).

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