Fragile Schönheit – The Last Guardian angespielt

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Fragile Schönheit – The Last Guardian angespielt

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft

Fumito Uedas The Last Guardian war so lange in Entwicklung, dass wohl nur noch wenige Fans an eine diesjährige Veröffentlichung glaubten. Doch nun ist das exklusiv für PlayStation 4 erscheinende Abenteuer endlich da.

Genre:

Action-Adventure

Systeme:

PS4

Wer hat’s gemacht?

Von Sony Interactive Entertainment (SIE) herausgegeben, entwickelten SIE Japan Studio zusammen mit GenDesign über rund zehn lange Jahre diesen Titel. Bei letzteren ist Fumito Ueda in leitender Funktion tätig, der bereits mit Ico und Shadow of the Colossus für Furore sorgte.

Worum geht’s?

Zu Beginn des Abenteuers ist die Story völlig unklar und geheimnisvoll. Ein kleiner Junge erwacht in einer dunklen Höhle, seinen gesamten Körper zieren sonderbare Symbole. Neben ihm das merkwürdige Wesen Trico, von zahlreichen Speeren schwer verletzt, wimmernd. Durch die Hilfe des Jungen fasst das fantastische Geschöpft langsam Vertrauen, und zusammen versuchen sie, diesem Labyrinth aus tempelähnlichen, überwucherten Bauten, bodenlosen Abgründen und geheimnisvollen Kammern zu entfliehen.

The Last Guardian spielt von Anfang an mit unseren Ängsten, Hoffnungen und Zweifel: Warum verfolgen uns diese unheimlichen Wesen, die nur aus Rüstung und bösen blauen Augen zu bestehen scheinen? Wozu gibt es diese sonderbaren, riesigen Käfige? Und ist Trico gar der Letzte seiner Art?

Erstaunlich viele solcher Fragen werden letztlich zufriedenstellend beantwortet, und die Erzählung von The Last Guardian findet nach gut zehn Stunden Spielzeit zu einem schönen, emotionalen Ende. Wie der Schöpfer bereits in seinen früheren Werken zeigte, zieht er auch in seinem neuesten Titel alle Register, was Parabeln, Metaphern und Symbolik betrifft. Oder es scheint zumindest so, da man einfach nicht umhin kommt, regelmäßig zu rätseln und zu interpretieren. Zwar erschließt sich uns jene bedrohliche, mysteriöse Welt anfangs nur langsam, mit der Zeit nimmt das Abenteuer jedoch an Fahrt auf und gewinnt dank erhöhtem erzählerischen Tempo deutlich an Dramatik.

Wie spielt es sich?

Das Action-Adventure besitzt einen starken Rätsel-Fokus, der euch regelmäßig zum Grübeln bringt. Gittertore wollen mit Hilfe von versteckten Schaltern geöffnet, Gefäße richtig platziert, an Efeu waghalsig empor geklettert und mit dem Spiegelschild geheime Pfade erschlossen werden. Bei manchen Aufgaben ist uns der große neue Freund eine Hilfe, bei anderen nicht. Dabei wiederholen sich zwar einige der durchaus anspruchsvollen Rätsel mehrfach, diese nutzen sich jedoch ob ihrer Variationen niemals ab.

Generell ist das Auffinden des weiteren Weges die Hauptaufgabe des Spiels, wobei Trico eine elementare Rolle spielt. Denn an der greifähnlichen Kreatur kann der Junge empor klettern, um beispielsweise auf einen höher gelegenen Felsvorprung zu gelangen oder sich mit Hilfe des Schwanzes in eine tiefere Ebene abzuseilen. An dieser Stelle sei gesagt, dass dies jedoch nicht selten eine Menge Geduld erfordert; Trico hat nun mal seinen eigenen Kopf.

Recht früh im Abenteuer – ab rund einem Viertel der Spielzeit – könnt ihr dem eigenartigen, aber doch so unglaublich süßen Wesen verschiedene Befehle geben. Dabei sind manche, wie etwa Männchen machen, deutlich häufiger im Einsatz als andere (zum Beispiel mit den Füßen aufstampfen). Gelegentlich kommt es aber vor, dass Trico einfach zickig zu sein scheint. Und dann braucht es manchmal einige Minuten, bis euer Befehl auch exakt nach Wunsch ausgeführt wird. Nicht zuletzt deshalb besitzt The Last Guardian ein gemächliches Tempo und hebt sich – hat man sich erst einmal darauf eingestellt – erfrischend von der Konkurrenz ab.

Bevor eure Liebe zu dem Tier möglicherweise in genervte Abneigung umschlägt (nein, das bringt ihr nicht übers Herz, oder?), genießt in ruhigen Momenten doch die schöne Aussicht und vor allem die fantastischen Animationen von Trico. Der Titel mag ansonsten grafisch etwas angestaubt sein, aber mit dieser Kreatur ist den Entwicklern auch technisch ein Meisterwerk gelungen; Trico sieht einfach verblüffend echt aus. Und wenn euch das riesenhafte Geschöpf mit neugierigen Augen mustert und dabei mit den Ohren wackelt, oder sich im Wasser wälzt und danach übermütig durch die Gegend hüpft, könnte das dringende Verlangen in euch aufsteigen, es einfach zu umarmen und durch das weiche Fell zu streichen.

Die Steuerung erfordert ebenfalls etwas Geduld, da leider nicht immer punktgenau, und ihr dadurch nicht nur einmal in unvorhergesehene Bedrängnis geraten werdet. Aber das ist lediglich ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten so überragenden Abenteuer.

Quickie oder Langzeitbeziehung?

Mit gut zehn Spielstunden ist The Last Guardian wie geschaffen für eine leidenschaftliche, intensive Affäre. Dank New Game+ – das mit kleinen, aber feinen Veränderungen aufwartet – und der einzigartigen Atmosphäre, ist der Titel auch für eine weitere Liaison reizvoll.

Gefällt euch, wenn ihr…

…gern eurem Beschützerinstinkt nach gebt und dabei ein geheimnisvolles Abenteuer erlebt. Und allein schon wegen Trico solltet ihr diesen Titel gespielt haben.

Ideal, um…

…ein Wochenende lang in eine fantastische Welt abzutauchen, die man so schnell nicht wieder vergisst.

Besonderheiten:

Die Atmosphäre und die Beziehung zu Trico, mit der sehr viele Emotionen verknüpft sind, machen aus The Last Guardian ein beinahe einzigartiges Spielerlebnis. Lediglich die beiden vorherigen Werke von Fumito Ueda bieten eine vergleichbare Erfahrung. Und wenn ihr wieder einmal zwischen jenen kolossalen Gebäuden mit Trico gemeinsam umherirrt, untermalt eine sparsame Klangkulisse die schwermütige Stimmung des Spiels perfekt.

Können meine Kinder damit spielen?

Das Spiel ist ab 12 Jahren freigegeben. Das Abenteuer lebt von seiner dichten Atmosphäre, die schon mal etwas unheimlich und bedrückend sein kann. Auf explizite Gewaltdarstellung wurde hingegen verzichtet.

Womit überrascht The Last Guardian?

Die Themen Freundschaft, Empathie und Aufopferung sind hier in einer Weise miteinander verknüpft und zum Ausdruck gebracht worden, wie es vermutlich noch keinem Videospiel zuvor gelangt. Das Selbstverständnis, mit der Trico und der Junge im Laufe der Erzählung füreinander einstehen und ihr eigenes Leben riskieren, ist bewegend und erhebend zugleich. Diese Kunst, jene großen Emotionen in The Last Guardian glaubhaft zu vermitteln, ist Fumito Uedas bislang größte Errungenschaft.

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Das Community-Gewinnspiel

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