gamescom-Fight Night mit Horizon Zero Dawn

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gamescom-Fight Night mit Horizon Zero Dawn

So muss der Kampf Mensch gegen Maschine aussehen!

Für alle die es noch nicht mitbekommen haben: Wir lieben den 3,5 Meter hohen Hirschadlerhund Trico aus The Last Guardian. Nach 40 Minuten mit diesem gefiederten Giganten haben wir uns beinahe unsterblich verliebt und würden fast behaupten, dass diese Begegnung unser Höhepunkt der Messe war.

Doch halt! Das Problem — wenn man es so nennen möchte — mit dem Umstand, so viele talentierte Studios unter Vertrag zu haben, ist, dass einem auch verdammt viele tolle Titel in die Hände fallen und einer davon wollte unbedingt noch von uns gespielt werden. Dabei handelte es sich um Guerrilla Games post-post-apokalyptisches Action-Adventure Horizon Zero Dawn, das wir ebenfalls zum ersten Mal steuern durften. Und oh Mann, war das ein Erlebnis!

Wer mehr zu den Hintergründen von Horizon Zero Dawn und der Protagonistin Aloy erfahren möchte, kann sich bei unserer Fragerunde schlau machen — wir werfen uns hier gleich ins Getümmel. Denn selten wurde der Jagd- und Sammeltrieb so gut genutzt wie in diesem vielversprechenden Open World Game.

Zum besseren Verständnis haben wir euch den E3 Gameplay-Trailer eingebunden, denn genau in diesem Abschnitt durften wir unsere Fertigkeiten als Jäger unter Beweis stellen. Was uns dabei sehr schnell klar wurde ist der Umstand, dass Aloy alles andere als eine Ein-Mann-…Pardon…Ein-Frau-Armee ist und wir uns deshalb besser nicht wie das Cybermammut im Porzelanladen aufführen sollten. Wer smart an Situationen herangeht, hat nicht nur deutlich höhere Erfolgschancen, es fühlt sich auch verdammt gut an, einen ausgeheckten Angriffsplan korrekt durch zu ziehen.

Glücklicherweise stellen uns die Entwickler so manch nettes Werkzeug zur Verfügung, das uns dabei hilft, smart zu sein! Allen voran steht dabei ein kleines Stück Vorvätertechnologie, die es Aloy ermöglicht, ihre Umgebung und die darin befindlichen Robo-Dinos zu analysieren. Dabei stellen wir nicht nur fest, wo deren Schwachstellen liegen, sondern interagieren auch mit deren Systemen, die uns schnurstracks ihre Routen verraten, sollte es sich um Dinos im Wachmodus handeln. Solche Routen sind besonders wichtig, denn mittels leicht zu bedienendem Radialmenü können wir im Handumdrehen eine Falle basteln, die, auf dem Weg platziert, einen der patroullierenden Dinos so lange beschäftigt, dass man sich ein wenig leichter um seinen Kameraden kümmern kann, den wir mit einem Angriff aus dem Unterholz überraschen.

Besonders begeistert haben uns dabei die Verhaltensweisen der Dinos, denn während ihr eure Aufmerksamkeit auf die Wächter gelenkt ist, versuchen die weniger aggressiven Vertreter das Weite zu suchen. Hier, wie auch später in verzwickten Kämpfen, kommt der Seilwerfer gerade richtig, mit dem ihr durch ein paar gut platzierte Treffer euer Ziel für einige Zeit am Bode festzurren könnt — besonders praktisch, wenn ihr z.B. einen Bullhead hacken wollt, um es als Reittier zu nutzen. Das könnt ihr übrigens auch mit anderen Gattungen anstellen, was uns beim Höhepunkt der Hands-on-Runde sehr gelegen kam.

Als großes Finale durften wir gegen eine Maschine antreten, die aus der Demo nur als „Dämon“ bekannt ist und ein richtig fieses Stück Mechanik darstellt. Bevor wir uns in den Kampf wagen, craften wir erst einmal noch genügend Spezialpfeile für unseren Bogen, schärfen den Speer und kontrollieren unseren Vorrat an Sprengfallen. Wir fühlen uns top vorbereitet, doch der wissende Grinser des Entwicklers rüttelt etwas an unserem Selbstvertrauen. Egal auf in den Kampf!

  • Runde 1:
    Wir legen eine Sprengfalle und eröffnen mit einem gut gezielten Schuss auf die Sensorlinse des Dämons. Insgeheim freuen wir uns, dass uns die Maschine entgegen stürmt und zielen bereits auf die Sprengfalle, die bei der Detonation guten Schaden anrichtet und uns die Schwachstelle der Maschine verrät: Feuer. Also packen wir unsere Feuerpfeile aus und treiben die Temperatur ordentlich nach oben. Doch unser Vorteil trügt, denn der Dämon ist auf jede Distanz ein tödlicher Gegner — im Nahkampf können wir nicht bestehen, auf mittlere Distanz grillt uns sein Laser und versuchen wir zu flüchten, bekommen wir einen Steinbrocken ins Kreuz geschleudert. Nach wenigen Minuten müssen wir uns geschlagen geben.
  • Runde 2:
    Wir waren nicht smart. Wir haben unseren Gegner nicht gescannt. Hätten wir das getan, wüssten wir nicht schon vor dem Kampf, dass Feuer besonders effektiv ist, sondern auch, dass sein Laser durch einen Energietank gespeist wird, den wir mit einem gut platzierten Spezialpfeil zerstören können. Ohne effektive Waffe auf Mittelstrecke haben wir schon etwas mehr Luft, um mehr Schaden anzurichten, ohne immer in der Defensive gedrängt zu werden. Doch der Kampf bleibt ungleich, die Geschwindigkeit des Dämons ein eindeutiger Vorteil. Selbst als wir während dem Kampf unser gehacktes Reittier herbeirufen, um von seinem Rücken aus zu kämpfen — ein Wechsel, der super flüssig funktioniert — liegen wir bald wieder im Dreck.
  • Runde 3:
    Wir wissen nun, wie der Grinser des Entwicklers gemeint war, doch wir geben noch nicht auf. Lernen und anpassen. Wir wissen Feuer ist die Schwäche des Dämons, wir können seine Offensivfähigkeiten einschränken und mit etwas mehr Spielraum wäre der Sieg in greifbarer Nahe. Wir brauchen einen Freund! Also hacken wir kurzerhand einen der kleinen Wächter, bevor wir uns erneut dem Dämon stellen. Konzentration auf den Schlachtplan! Scannen, Tank zerstören, in die Sprengfalle laufen lassen; soweit so gut. Nun, da wir seine Aufmerksamkeit haben, locken wir unseren Gegner zu unserem neuen Freund, der sich beherzt auf den weitaus größeren Artgenossen stürzt. Um den ungleichen Kampf etwas zu unseren Gunsten zu beeinflussen, verankern wir den Dämon mit mehreren Stahlseilen aus unserem Werfe auf der Stelle und siehe da: Die eingeschränkte Mobilität und die Ablenkung durch unseren unfreiwilligen Freund verschaffen uns genügend Zeit einen Pfeil nach dem anderen im feindlichen Chassis zu versenken. Kurz darauf überhitzt unser Kontrahent und wir richten mit einem Angriff auf das ausgefahrene Kühlsystem massiven Schaden an.

SI~~~EG!

 
Wir wollen uns bereits selbst gratulieren, als der Entwickler rüberkommt und meint „…gut gemacht. Jetzt wartet erst einmal ab, bis ihr gegen die richtig großen Dinos antreten müsst.“
 
Verdammt.
 

Inside PlayStation @ gamescom 2016

Was das Team von Inside PlayStation in der post-post-apokalyptischen Urzeit erlebt hat? Das seht ihr in ihrem Video zu Horizon Zero Dawn!