maxdome-Filmreview: The Amazing Spider-Man (USA 2012)

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maxdome-Filmreview: The Amazing Spider-Man (USA 2012)

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Aufmerksame Leser des PlayStation.Blogs wissen es bereits: Mit dem Launch von maxdome auf PlayStation 3 haben wir eine große Community-Aktion gestartet, im Zuge derer wir euch mit Gutscheinen für das riesige maxdome-Filmangebot ausstatten und dann eure Rezensionen hier am PlayStation.Blog veröffentlichen wollen.

Den Anfang in dieser außergewöhnlichen Serie macht User Thorben, der sich die kürzlich neuaufgelegte Spider-Man-Franchise vorgeknöpft hat. Hier ist seine Meinung.

THE AMAZING SPIDER-MAN

The Amazing Spider-Man ist der erste Teil einer Neuauflage des Spider-Man-Franchises im Kino nach der Filmtrilogie von Sam Raimi, die 2007 mit Spider-Man 3 endete. Also bereits nach fünf Jahren das nächste Reboot – brauchen wir das wirklich?

Aber der Reihe nach. Nachdem sich Sony und Sam Raimi nicht auf eine neue Spiderman 4 Verfilmung einigen konnten, sitzt dieses Mal Marc Webb auf dem Regiestuhl und haucht Spiderman nach einer Story von James Vanderbild neues Leben ein. Warum auch nicht, ist es doch auch Christopher Nolan mit der Dark Knight Trilogie gelungen, dem ausgefransten Batman neues Leben einzuhauchen. Schafft das The Amazing Spiderman auch?

Um es vorweg zu sagen: Meiner Meinung nach leider nicht. Das mag aber durchaus daran liegen, dass ich ein Fan der Raimi-Verfilmungen war und bin und daher mit einer anderen Einstellung an den Film heranging als an Batman – wo das Franchise durch die letzten Bonbon-Verflimungen absolut am Boden lag.

Nun erzählt uns also Marc Webb noch einmal die, nahezu identische, Story, wie aus Peter Parker Spiderman wird. Mit anderen Schauspielern und einem neuen Bösewicht dem „Lizard“. Für alle, denen die Geschichte von Peter Parker neu ist, hier die Kurz-Zusammenfassung:

Peter Parker, High-School-Schüler und Genie ohne Freunde oder anderweitige soziale Kontakte, wird von Onkel und Tante großgezogen weil die Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Durch den Biss einer genetisch veränderten Spinne entwickelt Parker Superkräfte, ähnlich denen einer Spinne. Das heißt er ist plötzlich unheimlich stark, kann Wände hochlaufen, seine Sinne sind viel schärfer als die eines normalen Menschen und er ist wesentlich schneller und reaktionsschneller. Dank dieser Fähigkeiten läuft es nun auch in der Schule besser und plötzlich wird er auch für die Mädels sichtbar. Dann stirbt sein Onkel durch einen Überfall und Parker zieht, als Spinne verkleidet los, um seinen Onkel zu rächen. Hier zeigt sich leider schon zum ersten Mal deutlich, wie blass zum Beispiel die Figur Onkel Bens doch geblieben ist, denn seinen Tod nahm ich mit einem Achselzucken hin und weinte dem Charakter nicht eine Träne nach.

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Dann kommt irgend ein Superschurke, hier der Lizard, der in irgend einer Form die Welt verändern, unterjochen oder zerstören will, es entwickelt sich parallel irgendeine Liebesgeschichte und am Ende liegt der Schurke am Boden und es kommt ein Happy End. Für mehr Infos sollte jeder den Film dann doch selber gucken.

Ein Problem von The Amazing Spiderman ist, dass der Film die Figur Parker/Spidermann nicht weiter entwickelt. Außer dem neuen Superschurken ist uns auch die gesamte Geschichte durch die Raimi-Verfilmungen schon komplett bekannt. Hier und da gibt es ein paar Veränderungen, die teilweise durchaus gelungen sind, aber mehr ist da nicht. Die gesamte Geschichte ist von der ersten Minute außerdem komplett vorhersehbar. Dadurch kommt in keinem Moment der 136 Minuten wirklich Spannung auf. Und trotz der relativ langen Laufzeit werden die Figuren und deren Schicksale nur nebenbei behandelt. Im Mittelpunkt ist einzig und alleine Spiderman. Wie oben schon in Bezug auf Onkel Ben erwähnt, bleiben alle anderen Figuren irgendwie blass.

Zum Vergleich: Sam Raimi hat in dem ersten Teil seiner Trilogie sehr viel Wert auf die innere Zerrissenheit Parkers gelegt: „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“ – das ist eine der Kernaussagen des ersten Filmes. Und Raimi legte den Fokus stark auf die Beziehung von Paker zu seinem Onkel, seiner Tante. Und auch die Beziehung zu Marie Jane Watson (Genial gespielt von Kirsten Dunst) trägt die Geschichte weiter und zeichnet ein klares Bild der Hauptfiguren und derer Motivation.

Das alles fehlt dem neuen, amazing Spiderman. Onkel Ben und Tante Mary bleiben unauffällig im Hintergrund, Gwen Stacy ist so blass wie Ihre gebleichten Haare blond. Nie kommt beim zuschauen wirklich ein Kribbeln auf, nie hat die Beziehung von Peter und Gwen irgendeine wirkliche, den Film auch weiter voran bringende Bedeutung.

Und dann der Lizard. Eigentlich will er die Welt verbessern aber wegen eines Rechenfehlers funktioniert sein Serum nicht und plötzlich will er die Welt vernichten/verwandeln/was auch immer. Und als er ein Gegengift bekommt ist alles wieder gut. Häh? Was die Autoren dabei geritten hat ist mir auch mit ein paar Tagen Abstand immer noch nicht klar geworden.

Das die 136 Minuten trotzdem recht kurzweilig in Erinnerung bleiben, liegt an dem gelungenen Humor der Adaption, dem mitreißenden Soundtrack, den gelungenen Action-Sequenzen, der meistens wirklich guten CGI und an Andrew Garfield, der eine wirklich sehr gute Besetzung für die Figur des Peter Paker ist. Martin Sheen als Onkel Ben ist zwar ein netter Gag, bringt den Film aber auch nicht wirklich weiter.

THE AMAZING SPIDER-MANTHE AMAZING SPIDER-MAN

Fazit

Wer vorher noch keinen Spiderman-Film gesehen hat und gerne mal einen Superhelden-Film mit der Spinne gucken möchte kann durchaus Spaß in The Amazing Spiderman haben. Besonders in 3D soll der Firm auch optisch einiges her machen (Aussage meines besten Freundes der ein 3D-Heimkino hat). Wer kein 3D hat und die Raimi Filme nicht kennt, dem würde ich nahelegen lieber diese zu gucken – die bieten aus meiner Sicht wesentlich mehr Tiefgang, mehr Story und letzten Endes auch mehr Filmvergnügen.

The Amazing Spiderman ist kein schlechter Film und bietet dem Zuschauer 136 Minuten gutes Popcorn Kino. Aber er muss sich nunmal mit den nur wenige Jahre alten Raimi-Verfilmungen messen lassen – und da zieht er meiner Meinung nach den Kürzeren.

Thorben Rump

Eine grandiose und ausführliche Rezension. Vielen Dank, Thorben! Aber seid ihr auch seiner Meinung? Diskutiert den Film jetzt in den Kommentaren.

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Kommentare sind geschlossen.

9 Kommentare

  • Schön … was ist mit Österreich? bekommen wir auch irgendwann mal was in Richtung Video? ;(

  • Wenn man eine Review über eine Verfilmung des Netzschwingers schreibt, sollte man eigentlich schon wissen, wie sich der Name richtig schreibt: Spider-Man, nicht Spiderman.

    Und was die Echse (hier als „Lizard“ bezeichnet) betrifft: Dr. Curt Connors ist ein normaler Mensch. Die Echse dagegen ist ein boshaftes, gewalttätiges, skrupelloses Reptil. Ausserdem weiss die Echse nicht, dass sie Curt Connors ist. Curt Connors und die Echse sind zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten. Daher ist auch alles soweit in Ordnung, wenn Curt wieder normal wird. Das heisst jedoch nicht, dass die Echse nicht irgendwann wieder ausbrechen kann.

  • guten Abend
    ähhm habe mal eine Frage
    also ich habe grade im Internet ein paar News mir durch gelesen und da wehre mir fast der unterkiefer aus dem maul gefallen !
    Herr Shuhei Yoshida, einer der ranghöchsten bei Sony hat sich >> Playstation fanboys bitte weggschauen
    also er hat sich eine Nintendo Wii U gekauft und hat zudem sich im Nintendo Network angemeldet iD ShuhYoshida,

    auf einer seite finde ich das zum schmunzeln 🙂 aber irgendwie auch nicht,
    solte man nicht seiner firma treu bleiben wo man arbeitet ?
    was haltet ihr davon Playstation comunity ?

  • TRexTerminator

    Ja, wann gibt’s das in Österreich?

  • ps: also wenn Herr Shuhei Yoshida, sein prototyp der Playstation Orbis nicht braucht weil er ja zurzeit Wii U zockt kann er gerne mir die PSOrbis zuschicken ich würde sie gerne annehmen xD

  • @MG4gta

    Nintendo ist keine Konkurrenz, zumindest nicht im vergleich zu Microsoft, wie Yoshida bereits sagte ist Nintendo ehr ein Mitbewerber als Feind, ich denke nicht das der Herr selbe über Microsoft sagen würde sonst ist er komplett Falsch….

    Dennoch sollte der Herr Yoshida nun aus seinem Amt geworfen werden, ein KevinButler wird von Sony verklagt weil er in einer Werbung für einen Reifenhersteller ein Wii Lenkrad hält (Ohne das die Wii gezeigt wird) und der SonyComputerEntertainment(!) CEO gibt auf Twitter bekannt sich eine WiiU (US.Version!) zugelegt und sich im WiiU Network angemeldet zu haben, Vorbildlich jedoch in seiner Position absolut Lächerlich…

    Ich kann mir nicht Vorstellen das KazHirai (CEO von Sony, Miterfinder der PlayStation, ehemaliger CEO von SCE) dies duldet und hoffe doch auf eine neu Besetzung zb. JackTretton (SCEA – CEO) er macht seinen Job (neben Hirai selbst) am Besten..

    Sry. aber der Herr hat an der PlayStation 3 und der NextGen zu sitzen und nicht an der WiiU, der CEO der DeutschenBank stellt sich auch nicht hin und meint er hätte ein Konto bei der Commerz oder BankofAmerica und der Nintendo CEO hat bis heute nicht bestätigt eine PS3 oder Xbox360 zu besitzen….

  • Naja es wehre ja nicht so schlimm das Herr Shuhei Yoshida sich eine Wii U gekauft hat. Aber er arbeitet als Präsident bei Sony und in so einer Position solte er so was nicht tun, und dann noch bei Twitter bekannt geben das ist lächerlich.
    Herr Yoshida muss ja nicht direkt aus seinem Amt austreten, aber ich würde an KazHirai CEO Sony stelle ihm eine standpauke halten.

  • Dienste anpreisen die NIE kommen….?????????????????????
    ÖSTERREICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • @ Errydraven: Danke für Dein Feedback und sorry für den Schreibfehler. Wer weitere findet, darf Sie gerne behalten. 😉

    Bzgl. Lizard – Du magst da sicherlich recht haben, aber all das geht aus dem Film leider, meiner Meinung nach, nicht hervor. Und wenn man für einen Film schon Comic-Hintergrundwissen benötigt, dann ist das doch eigentlich nicht Sinn der Sache, oder??