Debatte am Freitag: The bitter end – Wie wichtig sind Schlusssequenzen? + Codes zu gewinnen!

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Bevor wir zum Thema kommen, will ich noch ein kleines Gewinnspiel starten! Die besten Kommentare zu dieser Debatte sollen heute mal belohnt werden und zwar mit jeder Menge feiner Codes. Wir hätten da zu vergeben: 1x No Heroes Allowed, 1x Buzz Jungle Party, 1x Ace Armstrong vs. The Alien Scrum Bags und 1x Sonic 4 Episode 1. Die Gewinner werden am Montag um 15 Uhr ermittelt. Viel Erfolg. Jetzt aber zur Debatte:

Das Thema Schlusssequenzen ist für die Diskussion um Videospiele immer ein wenig heikel. In den Previews und Reviews wird selten ganz bis zum Schluss gespielt und wenn doch, will man ja auch nichts spoilern. Deswegen gibt es so eine Art stillschweigende Übereinkunft, dieses Thema praktisch völlig aus Bewertung und Diskussion herauszuhalten. Eigentlich merkwürdig, schließlich ist der Schluss doch oft ein ganz entscheidendes, dramaturgisches Element in einer Inszenierung (und somit auch in einem Videospiel?).

Man denke nur, Coppolas “The Godfather Part one” wäre bereits geendet, nachdem Vito Corleone sich all seiner Feinde entledigt hatte und wir hätten nicht mehr die dramatische Endung des von der Familie entfremdeten, neuen Paten erlebt. Ein Schluss gehört zur Handlung genauso wie der Mittelteil.

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In der Welt der Videospiele wurde das auch oftmals eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Trotzdem schleicht sich manchmal der Verdacht ein, dass die Entwickler sich sagen: Wenn eh keiner über den Schluss spricht, müssen wir uns damit auch keine große Mühe geben. So werden wir immer wieder mal mit zwei Extremen konfrontiert. Manche Spiele legen so viel wert auf ihre Story, dass wir auch eine Stunde nach dem letzten spielbaren Bereich immer noch nicht vom Bildschirm entlassen werden, andere Titel enden völlig abrupt innerhalb von wenigen Sekunden nach dem finalen Boss.

Ich finde, dass man beide Extreme kritisieren könnte. Dauert ein Abschluss zu lang, wird der Spieler ganz offenbar aus elementaren Teilen der Handlung ausgeschlossen, das Spiel läuft ohne ihn weiter, schnell spricht man vom interaktiven Film. Andererseits, wenn die Entwickler gar nicht schnell genug nach dem letzten Endboss ihre Sachen zusammenpacken können, geht dem Spieler doch auch eine Art Belohnung flöten.

Wenn man 10 oder 20 Stunden in ein Spiel investiert hat und nach unzähligen Anläufen endlich den letzten Obermotz in die ewigen Obermotz-Jagdgründe geschickt hat, will man doch auch belohnt werden. Ein bisschen Feedback aus der Welt des Spiels, dass man seine Sache gut gemacht hat. Für mich ist es immer sehr frustrierend, wenn man sich so intensiv in ein Spiel hineinversetzt hat, so viel Energie hineingesteckt hat, und dann nach dem letzten Kampf innerhalb von einer Minute wieder auf dem Startbildschirm landet und mit dem süffisanten Angebot abgespeist wird, jetzt einfach wieder von vorne anzufangen.

Was denkt ihr dazu? Wie wichtig ist euch das Ende in Videospielen? Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

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