Die ersten Entscheidungen in der GT Academy sind gefallen!

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Seit vergangenem Freitag tummeln sich im britischen Silverstone 18 der weltbesten Gran Turismo Fahrer und kämpfen um ihre Chance auf eine Rennfahrerkarriere. Nicht weniger als die Möglichkeit, eine ganze Saison im Nissan 370Z um den europäischen GT4 Cup zu fahren steht für die ambitionierten Fahrer auf dem Spiel. Im finalen Ausscheidungskampf der GT Academy müssen die Fahrer aber noch sehr viel mehr leisten, als „nur“ ihr Rennfahrertalent unter Beweis zu stellen.

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Früh am Freitag Morgen ging es zum ersten Briefing nur um kurz darauf die körperliche Fitness und Gesudheit überprüfen zu lassen. Die Fahrer konnten hier eine erste Ahnung davon bekommen, dass die GT Academy in Silverstone wirklich jeden Bereich im Leben eines Rennfahrers austesten wird. Der Umgang mit den Medien gehört selbstverständlich auch dazu. So mussten die Fahrer nach einem langen und anstrengenden Freitag, indem sie unter anderem ein 2,5 stündiges Kart-Ausdauer Rennen hinter sich gebracht hatten, in dem sie paarweise selber für Fahrer- und Tankstrategie verantwortlich waren, spät in der Nacht noch an einer großen Pressekonferenz teilnehmen und sich den drängenden Fragen der anwesenden Journalisten stellen. Die Journalisten gaben ihre Eindrücke über die Professionalität der Academy-Anwärter hinterher natürlich auch an die Jury weiter.

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Der Samstag gab den Teilnehmern erneut keine Zeit zum Verschnaufen. Nachdem es den ganzen Tag über stark geregnet hatte, wurden die Herausforderungen, denen sich die Gran Turismo Experten stellen mussten nicht leichter. Den Abend der ersten Ausscheidungen vor Augen ging es auf die Rennstrecke, auf der der 370Zs für ein Sprintduell bereitstand. Im Verlaufe des Nachmittags standen weitere Fahr- und Driftherausforderungen auf dem Programm. Die Teilnehmer bekamen hier die Gelegenheit, ihr Können am Steuer einiger wirklich atemberaubender Autos zu beweisen. Der Nissan GT-R, 370Z und 370Zs sind sicher Autos, die jeder Rennsportfan gerne mal fahren würde…

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Viel Zeit zum Träumen blieb den Fahrern aber nicht. Am Abend sollten bereits die ersten 10 der 18 Teilnehmer aussortiert werden. Dementsprechend hoch war auch die Anspannung, als man zum Ende des Nachmittages in zwei Teams aufgeteilt einen realen Boxenstopp hinlegen musste. Für mehr als die Hälfte der Teilnehmer sollte es bereits die letzte Herausforderung sein.

Für uns Deutschsprachler ist es traurig, aber von allen vier Teilnehmern die aus Österreich, Schweiz und Deutschland in Richtung Silverstone gezogen waren, hat es nur ein einziger in die engere Auswahl geschafft. Lediglich der 27-jährige Schweizer Oliver Simon hat noch alle Chancen auf den Gesamtsieg. Unsere hoffnungsvollen Kandidaten Steffen Christein und Christian Giere aus Deutschland und Robert Wawrzyniak aus dem österreichischem Salzburg konnten die erste Hürde vor Ort leider nicht überqueren. Die hochkarätig besetzte Jury (Johnny Herbert, Eddie Jordan, Sabine Schmitz und Rob Barff) hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Johnny Herbet sagte zur der Auswahl:

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Natürlich glauben wir, die acht Besten ausgewählt zu haben, aber es war eine wirklich harte Entscheidung. Es gab eine ganze Reihe von Fahrern die sehr nah dran waren. Wir mussten alle Faktoren abwägen und die harte Entscheidung auf der Grundlage unserer Meinung treffen, wer von den Fahrern realistisch gesehen das gesamte Paket, welches man als Rennfahrer schultern muss, tragen kann.

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Christian konnte seine Enttäuschung über das Ausscheiden nicht verbergen, sah, vielleicht mit einem Schuss bitterer Ironie, auch die guten Seiten der Entscheidung:

Ich bin etwas enttäuscht. Ich kam hier ohne Erfahrungen an. Erst vor zwei Wochen habe ich mit Karting angefangen, weil ich plötzlich dachte, ich sollte versuchen mich vorzubereiten! Das war dann ein Kart mit 6 PS statt mit den 20 PS, die wir gefahren sind! Ich glaube, ich habe mich in einigen Runden in dem Auto ganz gut gehalten, aber meine Leistung war einfach nicht konstant genug. Die Trainer waren mit meinen Fähigkeiten nicht zufrieden. Trotzdem freue ich mich auf die nächsten drei Tage. Kein Druck und keine Interviews mehr!

Die GT Academy kann unter anderem auf diesen Portalen verfolgt werden: www.facebook.com/GTAcademy, eu.gran-turismo.com, www.twitter.com/GTAcademy