Sniper Elite 5: Hinter den feindlichen Linien

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Sniper Elite 5: Hinter den feindlichen Linien

Meisterschütze Karl Fairburne kehrt an die Front zurück und muss das Geheimnis von Operation Krake aufdecken.

Es ist tatsächlich schon fünf Jahre her, seitdem der heldenhafte Karl Fairburne in Sniper Elite 4 auf die Pirsch ging und in Italien mit den Schergen des Nazi-Regimes ordentlich abgerechnet hat. Aber die Entwickler von Rebellion haben ihren besten Sniper natürlich nicht in Rente geschickt, sondern beordern Karl erneut auf ein atemloses Himmelfahrtskommando hinter den feindlichen Linien.

Operation Krake

Sniper Elite 5 spielt im Jahr 1944 kurz vor dem D-Day, der Landung der Alliierten in der Normandie, während des Zweiten Weltkriegs. Die Befreiung Europas steht kurz bevor, aber die Achsenmächte haben anscheinend noch ein As im Ärmel: Die  Geheimoperation Krake könnte die Invasion vereiteln und sogar den Krieg zugunsten des Deutschen Reichs entscheiden. Also macht sich der Elite-Scharfschütze Karl Fairburne auf ins besetzte Frankreich, um sich mit Widerstandskämpfer der Résistance zu treffen und die finsteren Pläne der Nazis zu vereiteln.

Die abwechslungsreiche Kampagne führt euch vom Atlantikwall bis in die tiefste französische Provinz, um Hinweise auf den Standort von Operation Krake zu finden. Dabei werdet ihr vor immer knackigeren Herausforderungen gestellt, wenn ihr mit Fairburne Stellungen und geheime Unterschlüpfe der Nazis infiltriert. Wie bereits bei den Vorgängern stehen dabei perfekte Planung und cleveres Vorgehen im Vordergrund, wenn eure Mission nicht vorzeitig im Kugelhagel der Gegner enden soll.

Riesige Sandbox-Level

Habt ihr bereits einen Teil der Sniper Elite-Reihe gespielt, werdet ihr euch gleich zurecht finden: Ihr bekommt einen konkreten Auftrag, wie ihr allerdings möglichst unbeschadet ans Ziel kommt, das bleibt euch überlassen. Die Maschinenpistole zücken und die direkte Konfrontation mit den Feinden suchen, das macht nur in wenigen Ausnahmefällen wirklich Sinn. Zahlenmäßig sind euch die Wehrmachtstruppen haushoch überlegen und einmal alarmiert, machen sich gleich ein Dutzend Soldaten auf die Suche nach Karl.

Ihr erkundet am besten zunächst erst einmal das Terrain, markiert Wachen und verfolgt akribisch deren Laufwege. Es gibt in den weitläufigen Missionen immer mehrere Wege zum Zielpunkt, auszukundschaften welcher den geringsten Widerstand bietet sowie das Aufspüren von Geheimgängen und Abkürzungen, das kann über Leben und Tod entscheiden. So heißt es also oftmals Trial and Error, was dank fairer Rücksetzpunkte aber kaum für ärgerliche Fortschrittsverluste sorgt.

Bevor ihr euch auf den Weg macht, gilt es die Ausrüstung und Bewaffnung zu wählen. Die authentisch nachempfundenen Waffen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs können mit zusätzlichen Teilen, wie Griffen, Visieren oder größeren Magazinen, verbessert werden oder ihr verpasst den Knarren eine individuelle Lackierung. Auch Karl lernt mit der Zeit neue Fähigkeiten dazu und wenn ihr Erfahrungspunkte investiert, kann der Schütze länger die Luft anhalten, was die Treffergenauigkeit positiv beeinflusst, mehr Granaten einpacken oder das wichtige Medikit nutzen, das euch in brenzligen Situationen ordentlich Lebensenergie verschafft. Zusätzlich lassen sich in der Umgebung Werkbänke aufstöbern, an denen auch während einer laufenden Mission Optimierungen vorgenommen werden.

Ihr beginnt die Kampagne am Atlantikwall, an dem ihr per U-Boot ankommt und stürzt euch gleich mal auf die Nester der deutschen Truppen und schaltet Radarstationen aus. Von einem Turm aus lassen sich die Gegner unter Beschuss nehmen und so dünnt ihr die Verteidigung schon mal ein Stück weit aus. Ansonsten gilt: Ihr schleicht euch durch das Unterholz, schaltet Wachen hinterrücks aus, schießt auf Stromaggregate, die daraufhin einen Höllenlärm machen und so eure Schüsse nicht mehr deutlich zu hören sind, wechselt immer wieder schnell die Stellung und bahnt euch so den Weg.

Karl ist diesmal übrigens agiler unterwegs, als noch in bei seinen letzten Einsätzen in Afrika und Italien. Hügel lassen sich besser besteigen und auch an Brüstungen kann sich euer Supersoldat entlang hangeln. Ansonsten gilt: Nutzt die Umgebung, zum Beispiel hohe Sträucher, um nicht gesehen zu werden, kundschaftet mit eurem Fernglas genau die Gegend aus und schnappt euch Offiziere, die wichtige Hinweise zur Hauptmission oder optionalen Nebenzielen in den Taschen haben. So sammelt ihr viele Erfahrungspunkte, mit denen ihr Ausrüstung und Charakter erheblich verbessert. Ein Tipp: Nutzt wenn möglich Ultraschallprojektile, die eure Feinde leise und meistens mit einem Schuss ausschalten.

Überarbeitete Kill Cam und spannende Spielmodi

Ein ganz besonderes Feature der Sniper Elite-Reihe ist die brachiale Kill Cam, bei der nach einem besonders gut gezielten Schuss das Projektil in Zeitlupe verfolgt und der Einschlag in den Körper des bedauernswerten Opfers besonders brutal gezeigt wird. In einer Röntgensicht wird genau gezeigt, wie Kugeln an Knochen abprallen und innere Organe zerfetzen, den Schädelknochen durchschlagen und das Hirn in blutigen Brei verwandeln oder auch schon mal die Hoden abgetrennt werden.

Die Röntgenansicht der teilweise unangenehm detailliert dargestellten Zerstörung von Körpern ist erstmals auch bei Messer-Takedowns und gut platzierten Maschinengewehr- oder Pistolenschüssen vorhanden. Wer sich die blutige Visualisierung lieber ersparen möchte, schaltet die Animationen aus.

Neben der Kampagne, die ihr auch gemeinsam mit einem Freund oder Freundin kooperativ bestreitet, bietet Sniper Elite 5 einen Mehrspielermodus, bei dem ihr auf einem Schauplatz gegen konkurrierende Schützen antretet, einen Überlebnsmodus und mit Invasion der Achsenmächte ein spannende Option. Hier übernimmt ein menschlicher Spieler die Rolle eines Scharfschützen der Achsenmächte und macht anderen während der Kampagne das Leben schwer.

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