Radiohead erzählen die Geschichte hinter der Entstehung ihrer Kid A Mnesia Exhibition

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Radiohead erzählen die Geschichte hinter der Entstehung ihrer Kid A Mnesia Exhibition

Thom Yorke und Stanley Donwood über die Verwandlung einer physischen Feier des Werks der Band in eine einzigartige virtuelle, vollständig erkundbare Erfahrung

Hallo.
Tja …
Genau …
Also gut …
Es sind einige Dinge passiert … 

Zur Feier der 21 Jahre, die vergangen sind, seit wir KID A und Amnesiac aus einer umgebauten Scheune auf dem Land in Oxfordshire veröffentlicht haben, haben wir … etwas erstellt. 

Wir sind nicht ganz sicher, was es ist. Als wir zuerst darüber nachgedacht haben, hatten wir vor, eine physische Ausstellung/Installation irgendwo mitten in London zu machen. 

Es sollte ein riesiges rotes Gebilde aus zusammengeschweißten Schiffscontainern sein, das so konstruiert ist, dass es aussieht, als wäre ein brutalistisches Raumschiff in der klassischen Architektur des Victoria & Albert Museums in Kensington abgestürzt.

Dieses erstaunliche Stahlgebilde würde die urbane Landschaft Londons durchbohren wie ein Eispickel Leo Trotsky. Es würde in den grauen Himmel Englands aufragen. Und dann würden wir es – da es aus Schiffscontainern besteht – um die ganze Welt schicken … New York, Tokio, Paris …

Aber dann passte es nicht auf das Victoria & Albert Museum, ohne das Teile des Museumsgebäudes einstürzen würden. Also haben wir den Ort gewechselt. Es würde nun aussehen, als wäre es in die Seite der Royal Albert Hall gekracht. Doch der Stadtrat von Westminster hielt überhaupt nichts von dieser Idee. 

Und Covid versetzte ihr dann den letzten vernichtenden Schlag. 

Unser Traum war gestorben. 
Bis uns klar wurde …
dass es viel besser wäre, wenn es nicht wirklich existiert. 
Denn dann müsste es nicht irgendwelchen Regeln normaler Ausstellungen entsprechen. Oder der Realität.
Viel besser.

Also …

Haben wir mit Nigel Godrich etwa zwei Jahre lang daran gearbeitet, inklusive Lockdowns, Selbst-Isolierungen und vielen, sehr langen, unterbrochenen Zoom-Anrufen.   

Wir haben mit Sean Evans gearbeitet, einem genialen Video/Computer-Künstler, der alles mit beeindruckender Hingebung und Motivation geleitet hat, mit Theater-Bühnenbildnerin Christine Jones sowie den Spielentwicklern [namethemachine] und Arbitrarily Good Productions. 

Und schließlich haben wir auch Epic Games überzeugt, uns dabei zu helfen, unsere Idee mit der Welt zu teilen.

Wir hatten ein Leitprinzip: 
KEINE NEUE ARBEIT.

Denn … es gab schon jede Menge davon. 

“”

Also ernsthaft. 

“”

Unglaublich viel … Ihr werdet schon sehen.

“”

Alles was wir erstellt haben, stammt auf die eine oder andere Art und Weise direkt von dem, was wir vor 20 Jahren gemacht haben.

Und wir hatten all die Multitrack-Aufnahmen von den Alben, daher konnten wir das Audio aus den Originalelementen neu zusammenstellen – in einer kontrollierten Umgebung, die nicht nur aus Stereosound besteht. 
Das hat viel Spaß gemacht.

Die Arbeit an so etwas Seltsamem mittels langer Zoom-Anrufe mit einem großen Team an Technikern auf der ganzen Welt war eine der merkwürdigsten Erfahrungen, die wir je gemacht haben. 

Unwirklich in jeder Hinsicht, besonders in den Monaten der fast vollständigen Isolation von anderen Menschen.
In all diesen Tagen der Leere … 
Saß ein kleiner Minotaurus auf einer Schulter und sagte: „Das ist zu verrückt. Daraus wird nie etwas werden.“ 
Und auf der anderen Schulter saß ein weiterer, der sagte: „Oh doch. Das wird es.“

Was wir erstellt haben ist … so etwas wie eine Mutanten-Aufarbeitung von KID A und Amnesiac. 
Aber das reicht jetzt. Genug!! 
Viel Spaß damit … 

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