Das Weltfinale der FIA Gran Turismo Championships 2020 bot drei Tage lange packende Rennen

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Das Weltfinale der FIA Gran Turismo Championships 2020 bot drei Tage lange packende Rennen

Die schnellsten Gran Turismo-Fahrer der Welt trafen aufeinander.

Mit großer Vorfreude und einer wachsenden Zahl an Fahrern und Zuschauern gingen die FIA Certified Gran Turismo Championships in ihr drittes Jahr. In eindrucksvoller Umgebung bot die „World Tour 2020 – Sydney“ im Februar mit spannenden Rennen eine aufregende Saisoneröffnung. Der japanische Fahrer Takuma Miyazono gewann den Nations Cup, während Nicolás Rubilar (Chile), Randall Haywood (USA) und Coque López (Spanien) in der Manufacturer Series den Sieg für BMW holten.

Wir alle wissen, was dann passierte. Die globale Pandemie sorgte für Lockdowns und machte große Versammlungen sowie internationale Reisen unmöglich. Für den Rest des Jahres fanden keine „World Tour“-Live-Events mehr statt.

Doch natürlich liegt einer der großen Vorteile dieser jungen Meisterschaftsformate darin, dass der Großteil der Rennen online ausgetragen wird. So traten auch in der diesjährigen Online-Serie mit 30 Runden Fahrer aus den fünf globalen Regionen gegeneinander an.

Im November standen die drei rasanten regionalen Online-Finalrunden an und wurden auf YouTube übertragen. Die Ergebnisse findet ihr hier.

Beim Weltfinale im Dezember trafen dann die international schnellsten Gran Turismo-Fahrer für noch mehr heiße Rennaction aufeinander.

Auch wenn wir uns für das Finale nicht in der echten Welt versammeln konnten, setzten wir doch alles daran, eine großartige Wettkampfarena zu erschaffen. So entstand ein neues virtuelles Zuhause für das Weltfinale 2020. Mit Unterstützung des neuen Partners der Serie, den α-Kameras von Sony, gelang es, die Fahrer aus 14 verschiedenen Ländern und vielen unterschiedlichen Zeitzonen zusammenzubringen.

Und so kam es wieder einmal zu epischen Rennen.

Tag 1 – GR Supra GT Cup

Eingeläutet wurde das Weltfinale mit dem in Zusammenarbeit mit Toyota zusätzlich stattfindenden Finale des Markenrennens „GR Supra GT Cup“. In zwei Halbfinalrennen entschied sich, welche 12 Fahrer aus dem Feld von 24 Teilnehmern ins Finale einziehen würden.

Nachdem er im Finalrennen zwischenzeitlich mehr als 20 Sekunden zurücklag, fuhr Takuma Miyazono aus Japan dank herausragender Reifenstrategie und Fahrkünste als Erster über die Ziellinie. Durch diesen Sieg setzte er sich an die Spitze der Wertung und gewann vor dem Brasilianer Lucas Bonelli und dem 18-jährigen Spanier Jose Serrano den GR Supra GT Cup 2020.

Tag 2 – Manufacturer Series

Am zweiten Tag des Weltfinale-Wochenendes war es Zeit für die Manufacturer Series. In Dreierteams für die 12 Hersteller traten insgesamt 36 Fahrer an, darunter mit Toyota und Mazda auch die offiziellen Partner der Serie. Jedes Teammitglied fuhr jeweils ein Rennen. Die am Schluss erreichte Gesamtpunktzahl entschied über den siegreichen Hersteller.

Den Höhepunkt der Manufacturer Series bildete das Große Finale über 30 Runden auf dem Autódromo de Interlagos. Hier lieferten sich zwei vorherige Champions des „Nations Cup“-Weltfinales ein Kopf-an-Kopf-Duell: der für Honda fahrende Gewinner von 2017, der Brasilianer Igor Fraga – er ist auch in der realen Formel 3 unterwegs –, und Mikail Hizal aus der Türkei für Subaru, der Champion von 2018.

Nach einigen spannenden Rennmomenten spielte auch hier die beste Strategie beim Wechsel der Michelin-Reifen eine Rolle, sodass am Ende Hizal das Rennen für sich und die Meisterschaft für Team Subaru entschied, das außer ihm aus dem Amerikaner Daniel Solis und dem bereits am Vortag siegreichen Takuma Miyazono bestand.

Das Team von BMW landete vor dem von Mercedes-Benz auf dem zweiten Platz.

Tag 3 – Nations Cup

Mit dem Nations Cup erreichten die FIA GT Championships 2020 ihren Gipfel. In drei Rennen machten die besten 16 Fahrer aus der ganzen Welt den Sieger unter sich aus. Im Großen Finale wurde die doppelte Punktzahl vergeben und Miyazono und Valerio Gallo aus Italien lieferten sich bis in die letzte Kurve des Rennens ein hitziges Gefecht, das die Zuschauer bis zum Schluss auf die Folter spannte.

Der Kampf zwischen Miyazono und Gallo begann bereits im ersten Rennen auf dem Fuji International Speedway, als sich der japanische Fahrer im spannenden neuen Toyota GR Yaris die Poleposition sicherte, während der Italiener zwei Plätze hinter ihm startete. Doch Gallo fuhr ein fehlerfreies Rennen mit einer perfekten Boxenstoppstrategie, sodass er als Erster ins Ziel schoss. Miyazono hingegen landete auf einem enttäuschenden 9. Platz. Im zweiten Rennen meldete sich der Sieger der Region Asien/Ozeanien jedoch mit brüllendem Motor zurück und schnappte sich auf dem anspruchsvollen Straßenkurs „Tokyo Expressway – Östlicher Außenring“ erneut die Poleposition. Unter rutschigen Bedingungen kamen beim Porsche 911 RSR die Michelin-Regenreifen zum Einsatz. Miyazono rief sein bestes fahrerisches Können ab und nahm dem Spanier Jose Serrano in der letzten Kurve den Sieg. Gallo fand unterdessen nie richtig ins Rennen und fuhr an zehnter Stelle ins Ziel.

Der Beginn des Großen Finales machte neugierig, denn die beiden nach Punkten Führenden, Miyazono und Serrano, legten ein enttäuschendes Qualifying hin und starteten vom 7. respektive 8. Platz. Gallo ergriff die Gelegenheit und legte im stylishen Mazda RX-Vision GT3 Concept auf dem Circuit de la Sarthe, der Heimat des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, eine blitzschnelle Runde hin. So startete er in diesem Rennen über zehn Runden von der Poleposition.

Mit einer Reihe unterschiedlicher Boxenstoppstrategien rangen diverse namhafte Fahrer um den Platz an der Spitze, darunter der Australier Cody Nikola Latkovski, Tomoaki Yamanaka und Ryota Kokubun aus Japan sowie der Kanadier Andrew Brooks. Nach zehn Runden fuhr schließlich Gallo als Erster über die Ziellinie. Allerdings reichte Miyazonos zweiter Platz, um ihm mit 45 Punkten den Titel des Nations Cup 2020 zu sichern. Gallo kam auf 42 Punkte, an dritter Stelle stand Kokubun mit 29 Punkten. Damit räumte der Gewinner der „World Tour 2020 – Sydney“ und des regionalen Finales der Region Asien/Ozeanien auch bei allen drei Wochenend-Events des Weltfinales den Sieg ab.

Während viele von uns 2020 einfach nur vergessen wollen werden, wird Takuma Miyazono sich noch lange Zeit stolz daran erinnern.

Alle drei Events sind auf dem YouTube-Kanal „Gran Turismo TV als einzelne Streams abrufbar. Die Ergebnisse und vollständigen Berichte findet ihr auf gran-turismo.com.

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