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GT Sport – Mit dem richtigen Reifentuning über die Ziellinie

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GT Sport – Mit dem richtigen Reifentuning über die Ziellinie

So holt ihr das Meiste aus euren Reifen heraus!

Wer in den Tuning-Bereich von GT Sport schon einmal reingeschnuppert hat, dem sind die zahllosen Möglichkeiten der Optimierung des eigenen Boliden nicht entgangen.

Gerade als Einsteiger dürften so einige Fragezeichen aufpoppen, denn wie genau sich so manche Anpassungen auf das Fahrverhalten auswirken, ist oftmals nicht sofort ersichtlich.

Heute möchten wir euch daher zum einen den Radsturz und den Spurwinkel erklären. Diese beiden Eigenschaften könnt ihr im Bereich der Aufhängung einstellen.

Der Radsturz – oder warum schiefe Reifen Sinn machen

Begebt ihr euch in die Einstellung des Radsturzes, so könnt ihr hier einen Sturz von bis zu 6 Prozent einstellen. Aber was ist eigentlich dieser sogenannte „Sturz“? Mit diesem wird der Winkel beschrieben, wie weit die Reifen sich an der Aufhängung in Richtung eigenes Fahrzeug neigen. Mit anderen Worten: je stärker der Sturz, umso schiefer stehen die Reifen auf der Straße, sodass die Auflagefläche verringert wird.

Eine verringerte Auflagefläche ist nicht unbedingt zu empfehlen, da hier Bodenhaftung und somit Stabilität verloren geht. Dies gilt jedoch nur auf einer Geraden Strecke. Betrachten wir das Fahrverhalten in Kurven, dann wird die Sinnhaftigkeit des Sturz-Tunings klar. Denn durch die Fliehwirkung wird das Fahrzeug stets in der Kurve nach außen gedrückt.

GT Sport

Durch die erhöhte Last auf die angewinkelten Außenreifen, setzen diese bei hohem Sturz gleichmäßiger auf. Das Resultat ist eine verbesserte Bodenhaftung, und somit mehr Kontrolle über das Fahrzeug.

Wie hoch der Sturzwinkel sein muss, das kommt immer auf die Strecke, euer Fahrempfinden und eure Fahrzeugkontrolle an. Generell lässt sich sagen, dass Strecken mit vielen Kurven einen höheren Sturzwinkel benötigen, als Strecken mit vielen langen Geraden. Welchen Kompromiss ihr eingehen solltet, lässt sich allerdings nur durch ausprobieren erkennen.

Besseres Einsteuern durch Spurwinkel-Tuning

Ähnlich wie beim Radsturz geht es auch bei der Einstellung des Spurwinkels um eine Anpassung des Reifenwinkels. Allerdings wird hier nicht geregelt wie schief ein Reifen auf dem Asphalt aufliegt, sondern wie stark diese angewinkelt sind. Dabei gilt es zwei Begrifflichkeiten zu verstehen: Vorspur und Nachspur. Bei der Vorspur werden beiden Reifen einer Achse stärker zueinander ausgerichtet, als würde der rechte Reifen eine Linkskurve und der linke Reifen eine Rechtskurve fahren wollen. Bei der Nachspur sind die Reifen entgegengesetzt positioniert und zeigen jeweils nach außen.

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Warum man dies machen sollte ist relativ simpel, denn diese Einstellungen beeinflussen das Fahrverhalten markant. Bei der Vorspur arbeiten die Reifen zueinander, wodurch das Fahrzeug stabiler wird. Der Nachteil zeigt sich hingegen beim Einsteuern. Steuert ihr hier in eine Kurve ein, so reagiert das Fahrzeug recht träge. Bei der Nachspur verhält sich der Bolide hingegen deutlich direkter.

Wichtig ist, dass die Nachspur idealerweise nur für die Vorderachse eingestellt werden sollte, da bei der Hinterachse das Fahrzeug sehr nervös darauf reagieren kann. Pauschal empfehlen wir euch für die Vorderachse eine Nachspur einzustellen. Für direkteres Einsteuern und zum Ausgleich empfiehlt sich für die Hinterachse eine in etwa gleichstarke Vorspur. Auf der Hinterachse eine Nachspur einzustellen ist auch möglich, ist aber in der Regel nur zu empfehlen, wenn ihr es nicht schafft ein Untersteuern aus dem Fahrverhalten loszuwerden.