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Bastler und Tüftler: Die Geschichte hinter dem Overwatch Workshop

Overwatch wird schon bald viel interessanter

Keith Miron // Lead Software Engineer, Overwatch


Hallo PlayStation-Spieler! Ich bin Keith Miron, der leitende Software-Ingenieur von Overwatch und einer der Entwickler eines brandneuen Spielfeatures, das wir auf der PS4 veröffentlichen werden: der Workshop! Um diesen Launch und die bevorstehende Overwatch Anniversary Veranstaltung zu feiern, beantworte ich mit meinem Co-Entwickler, Senior Gameplay Engineer Dan Reed, ein paar Fragen zum Workshop.

Was ist der Overwatch Workshop?

Dan: Der Workshop ist ein einfaches Spiel-Skriptsystem, das den Spielern viel mehr Leistung und Flexibilität bietet, um Funktionen im Spielbrowser anzupassen und ihre eigenen benutzerdefinierten Overwatch-Spiele zu erstellen. Innerhalb des Workshops können die Spieler Skripte erstellen und Regeln und Spielbedingungen zu den etablierten Spielmodi hinzufügen, die die Spieler bereits kennen und lieben. Regeln können viele Dinge bewirken, wie z.B. die Funktionsweise der Bewegungen und Fähigkeiten eines Helden zu ändern, zu modifizieren, wie Spieler beschädigt oder geheilt werden, oder sogar Text anzeigen.

Was sind die interessantesten Kreationen, die ihr bisher aus dem Workshop gesehen habt?

Dan: Wir haben schon so viele tolle Spiele gesehen – unsere Spieler sind unglaublich kreativ, und wir haben gesehen, wie Leute Dinge mit dem Workshop gemacht haben, die wir nicht einmal erwartet haben. Jemand hat einen Modus entwickelt, in dem man als Wrecking Ball herumrasen kann. Es gibt eine Lúcio-Prüfung, die euch herausfordert, durch schwieriges vertikales Gelände zu navigieren. Wir haben sogar einen Luftkampfmodus gesehen, bei dem man als Bastion herumfliegen kann.

Woher kam die Idee für den Workshop?

Keith: Wir begannen vor etwa zwei Jahren mit der Idee, was schließlich der Workshop werden sollte. Dan und ich hatten darüber gesprochen, wie wir unseren bestehenden Custom Games-Modus verbessern können, damit die Spieler verschiedene, interessantere Dinge damit anstellen können. Im Jahr 2017 veranstaltete das Overwatch-Team dann einen “Hack-a-thon”, bei dem die Mitarbeiter des Teams ein paar Tage lang an einem beliebigen Projekt arbeiten durften. Dan und ich haben uns zusammengetan, um ein Tool zu entwickeln, das die Skriptsprache, die unser Team verwendet, vereinfacht und sie mehr als nur Leuten zugänglich macht, die wissen, wie man codet.

Dan: Danach haben wir unseren ersten Testspielmodus gemacht. Es hieß “Beschütze den Präsidenten”, und die Spieler mussten Zenyatta vor einigen feindlichen Widowmaker bewachen, während er sich langsam durch King’s Row bewegte. Der Spielmodus hatte nur drei Regeln, aber er funktionierte reibungslos. Und das Team war der Meinung, dass die Idee viel Potenzial zeigte.

Keith: Wir mussten das Projekt nach dem Hack-a-thon vorübergehend auf Eis legen, weil wir zu anderen Prioritäten wechseln mussten. Es blieb bis Herbst 2018 in der Schublade, als wir einen weiteren Hack-a-thon hatten und die Gelegenheit nutzten, an der Idee weiter zu arbeiten. Während dieses Hack-a-thons haben wir ein paar neue, verschiedene benutzerdefinierte Spiele entwickelt, um sie allen zu zeigen. Wir haben ein Zombie-Spiel gemacht, und ein weiteres, bei dem ein Spieler die Rolle von Roadhog übernimmt und andere Spieler versuchen, ihn zu töten – und wenn man erfolgreich ist, wird man selbst zu Roadhog. Danach begannen wir ernsthaft daran zu arbeiten.

Warum hat sich das Overwatch-Team dazu entschieden, diese Hack-a-thon-Idee in ein vollständiges Spiel-Feature zu entwickeln?

Keith: Wir tun es für die Community. Die Community hat einige wirklich großartige Ideen, welche Dinge sie in den neuen Overwatch Arcade-Modi oder völlig neuen Spielmodi sehen möchte – aber das Entwicklungsteam hat nur ein beschränktes Pensum an Zeit. Eine große Rolle bei der Entscheidung, warum wir uns für den Workshop entschieden haben, spielte es, den Spielern eine Möglichkeit zu geben, ihre coolen Ideen selbst zum Leben zu erwecken.

Dan: Die Resonanz auf den Workshop ist erstaunlich. Bisher wurden mehr als 2,7 Millionen Spiele erstellt und mehr als 60.000 Spielcodes geteilt. Und das ist noch bevor der Workshop überhaupt in die Hände der PS4-Spieler gelangt ist.

Keith: Und wir freuen uns darauf, weiter darauf aufzubauen. Wir freuen uns auf noch mehr Feedback der Spieler, während sie sich wirklich in die Tools einarbeiten, und wir können das nutzen, um den Workshop weiter zu verfeinern und neue Features und Tools hinzuzufügen.

Der Overwatch Workshop erscheint morgen für PS4-Spieler, parallel zum Start unseres saisonalen Jubiläumsevents. Wir können es kaum erwarten, zu sehen, was sich PS4-Spieler alles einfallen lassen.

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