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Wie der gruselige Schwarm aus eintausend Ratten in A Plague Tale: Innocence entstanden ist

Nächste Woche erscheint das Action-Adventure, in dem die wuselnde Verkörperung von Tod, Krankheit und Grauen es auf euch abgesehen hat

Aurélie Belzanne, Head of Marketing Communication, Asobo Studio


A Plague Tale: Innocence erscheint am 14. Mai für PS4! Ihr unternehmt mit zwei Geschwistern eine Reise durch die dunkelsten Tage der Pest. Amicia und Hugo werden in eine unbarmherzige und kalte Welt geworfen. Um zu überleben, müssen sie aufeinander vertrauen.

Eine grausame und brutale Inquisition scheint das einzige Mittel gegen die Pest zu sein, doch das Land wird noch immer von einer gigantischen Horde von Ratten überlaufen. Lest weiter, um zu erfahren, wie es Asobo Studio gelungen ist, ein ganzes Meer von Ratten gleichzeitig auf dem Bildschirm zu zeigen.

 

Die Ratten in A Plague Tale: Innocence sind eine der beiden großen Gefahren, mit denen Amicia und Hugo zu kämpfen haben. Sie sind die Verkörperung von allem, wofür die Seuche steht: Tod, Krankheit und Grauen.

Storytechnisch erfüllen sie eine ähnliche Funktion wie die Antagonisten in „Der Weiße Hai” und „Alien”: Sie sind eine bekannte und konstante Gefahr, die Spannung entsteht aus der Ungewissheit, wann sie auftauchen. Aber die Vorstellung allein reicht nicht. Das Entwicklungsteam brauchte auch die Umsetzung, eine visuelle Darstellung der Ratten, um für Angst und Schrecken – und für interessantes Gameplay – zu sorgen.

 

Das Team von Asobo musste einen Weg finden, tausende von Ratten gleichzeitig auf dem Bildschirm zu zeigen, die sich auf glaubwürdige Art und Weise bewegen und verhalten – aber ohne, dass die Performance darunter leidet. Die Lösung? Die Ratten, die dem Spieler am nächsten sind, werden mit mehr Details gezeigt. Mit zunehmender Entfernung nimmt der Detailgrad ab und die Ratten verschwinden in den Schatten. Insgesamt gibt es vier verschiedene Detailebenen.

In der vierten, am weitesten entfernten Ebene dienen die Ratten als nicht-animierter Mesh-Hintergrund. Weiter vorne, in der dritten Ebene, teilen sich die Ratten dann dieselbe Animationsschleife. In der zweiten Ebene befinden sich einhundert Ratten mit etwas weniger Details als in der ersten Ebene, die dem Spieler am nächsten ist. Dort sind die Ratten voll animiert und mit allen Details ausgestattet.

 

Durch das Verschmelzen der Berechnungen für die Bewegungen und Reaktionen der Ratten ist es dem Team gelungen, über 5.000 Ratten gleichzeitig anzuzeigen und zusätzliche 5.000 hinter dem Spieler zu simulieren. Möglich ist das dank Multi-Threading, mehrere Prozessorkerne arbeiten also gleichzeitig.

Es war ein tolles Erfolgserlebnis für die Entwickler, als sie gesehen haben, wie die Ratten anfangen, sich wie eine Flüssigkeit zu bewegen, mit echtem Schwarmverhalten. Die Reaktionen der Tester und der Öffentlichkeit variieren – manche springen erschrocken auf, andere grinsen breit. Und das Team grinst mit!

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