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Darkwood ist ein Survival-Horror-Game für PS4, das mehr auf eine unheimliche Atmosphäre als auf plumpe Jump Scares setzt

Im Vorfeld des Erscheinungstermins am 14. Mai berichtet euch Acid Wizard Studio ein wenig über die kreativen Prozesse während der Entwicklung des Spiels

Gustaw Stachaszewski, Mitgründer, Acid Wizard Studio


Hallo Leute! Ich bin Gustaw, einer der Gründer von Acid Wizard Studio. Wir haben ein Spiel namens Darkwood entwickelt, das am 14. Mai erscheint. Darkwood ist ein Open-World-Survival-Horror-Spiel, das ausnahmsweise einmal nicht mit Jump Scares arbeitet. Stattdessen versuchen wir, die Angst vor dem Unbekannten zu nutzen, um eine einzigartige, furchterregende Atmosphäre zu schaffen.

Ihr fragt euch vielleicht, was wir gegen Jump Scares haben. Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns an die Anfänge unseres Studios zurückbegeben.

Acid Wizard Studio

Wir schreiben das Jahr 2012. Eines Abends treffen sich drei Studienfreunde, stellen fest, dass sie alle keine Lust mehr auf ihre regulären Jobs haben, und beschließen kurzerhand, sich endlich ihren gemeinsamen Traum zu erfüllen: Videospiele zu entwickeln. Und so wurde Acid Wizard Studio gegründet.

Da keiner von ihnen über irgendwelche Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügte, hielten sie es für das Beste, erstmal ein simples Tower-Defense-Spiel zu entwickeln, das man innerhalb eines Monats mit Überstunden fertigstellen können müsste. Mit der Zeit wurde dieses ganz simple Spielkonzept allerdings “ein wenig” komplexer – letztendlich haben wir gute fünf Jahre daran gearbeitet. Am Ende kam dabei ein prozedural generiertes Open-World-Survival-Horror-Spiel heraus, das über Rollenspiel- und Roguelike-Elemente verfügt und von uns den Namen Darkwood erhielt.

Anfangs sollte Darkwood aber gar kein Horror-Game werden. Um die Wahrheit zu sagen: Wir hatten schon immer eher zu viel Angst vor den meisten Horrorspielen oder -filmen – und am meisten hat uns ein Trend gestört, der in den letzten Jahren mehr oder weniger allgegenwärtig war, nämlich plumpe Jump Scares wie man sie aus Slender Man kennt.

Doch als unser Spiel langsam Form annahm, wurde uns klar, dass wir mit unserer Top-Down-Perspektive etwas weit Ambitionierteres anstellen könnten, als wir ursprünglich gedacht hatten. Wir haben großen Wert auf Musik und Sounddesign gelegt, wollen die Spieler mit besonderen Beleuchtungs- und Sichtfeldmechaniken überraschen und sie dazu bringen, sich in einer geheimnisvollen Welt zu verlieren; und so konnten wir eine dichte, unheimliche Atmosphäre erschaffen, die sogar Weicheiern wie uns Spaß macht.

Darkwood

Vom Game Design her ist Darkwood ein bisschen wie Frankensteins Monster, denn wir drei haben die unterschiedlichsten Ideen und Bestandteile kombiniert, die uns an anderen Spielen besonders gut gefallen haben: Survival Horror in Top-Down-Perspektive mit einer prozedural generierten offenen Spielwelt, einer nichtlinearen Handlung, in der die Entscheidungen der Spieler spürbare Konsequenzen haben, mit detailreichen NPC-Interaktionen, Roguelike-Elementen, ausgefeilten Fähigkeiten- und Craftingsystemen und zu guter Letzt dynamischem Wetter sowie Tag- und Nachtwechsel. Ein komplexeres Gemisch aus verschiedensten Features hätten wir uns kaum vorstellen können.

Wären wir vor ein paar Jahren schon so schlau gewesen, wie wir es jetzt sind, wäre uns von vornherein klar gewesen, was uns dieses Durcheinander während der Entwicklung für Kopfschmerzen bereiten würde. Dann hätten wir wahrscheinlich entschieden, dass das alles nicht zusammenpasst, und die meisten Funktionen direkt wieder rausgeschmissen.

Aber zum Glück waren wir damals noch jung und naiv – und so erwartet euch in Darkwood eine wundervoll eigenwillige Mischung aus den unterschiedlichsten Spielideen.

Inspirationen

Unsere Inspirationen haben wir uns größtenteils außerhalb der Gaming-Industrie gesucht, vor allem in den Filmen großer Meister wie Tarkovsky (Stalker) oder Kubrick (The Shining). Außerdem hat uns die slawische Folklore stark beeinflusst, genau wie die Bücher von Stanisław Lem und den Strugacki-Brüdern; aber natürlich auch Videospiele wie Fallout oder Dark Souls.

Darkwoord

Übrigens meinen viele Spieler auch Lovecraft-Einflüsse in Darkwood zu erkennen, und es lässt sich nicht abstreiten, dass es zahlreiche (teilweise überraschend deutliche) Ähnlichkeiten zu den Werken des Meisters der Gruselliteratur gibt. Allerdings haben wir seine Geschichten erst ziemlich spät in der Entwicklung von Darkwood erstmals gelesen – sämtliche Parallelen können also nur das Resultat eines kosmischen Zufalls sein.

Vielen Dank fürs Lesen! Wir freuen uns darauf, Darkwood am 14. Mai 2019 auf die PlayStation 4 loszulassen. Wenn ihr Lust habt auf ein erfrischend anderes Horror-Erlebnis, dann holt euch unser Vorbesteller-Paket, das neben dem Spiel auch den Soundtrack sowie ein dynamisches Design enthält!

1 Kommentare
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1

Darkwood habe ich für PC.

Bei der Perspektive mag man es gar nicht glauben aber das Spiel ist wirklich ganz schön beängstigend.

Für PS4 kaufe ich es aber erst sobald es günstiger wird.

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