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10 Punkte, in denen die Burnout-Schöpfer die aggressive Renn-Formel beim neuen Dangerous Driving verbessert haben

Permanente Wracks, Spezialfahrzeuge, Spotify-Integration, Online-Spielmodus und mehr

Fiona Sperry, CEO, Three Fields Entertainment


Vielleicht habt ihr noch nicht von Three Fields Entertainment gehört, aber unsere Arbeit könnte euch ein Begriff sein. Wir waren seit dem Start der Burnout-Reihe damals im Jahr 2000 bei jedem Spiel als Creative Director (Alex) und Executive Producer (Fiona) dabei. 2013 haben wir Electronic Arts verlassen und 2014 dann Three Fields Entertainment gegründet. Die Arbeit mit gerade einmal sieben Leuten ist eine Rückkehr zu unseren Anfängen. Mit einem kleinen, leidenschaftlichen Team arbeitet man nicht unbedingt wie ein typisches Entwicklerteam zusammen, sondern eher wie eine Musik-Band.

Wir haben mittlerweile vier Spiele herausgebracht und Dangerous Driving ist das bisher aufregendste, weil es die Rückkehr in ein Genre bedeutet, das wir lieben und das immer unsere große Leidenschaft war.

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Alle Genres haben gewisse Kernzutaten, die zu Genre-Standards werden, und die Spiele, die wir gemacht haben, haben mit dazu beigetragen, die Kernzutaten im aggressiven Renn-Genre zu definieren.

Es ist über zehn Jahre her, seit wir zuletzt in diesem Genre gearbeitet haben. Passend dazu präsentieren wir hier 10 Punkte, in denen wir das Spiel mit neuer Herangehensweise und Technologie weiterentwickeln konnten:

1. Die größte Bandbreite an Spielmodi, die bei Spielen in diesem Genre zu finden sind

Das Spiel hat 9 unterschiedliche Singleplayer-Spielmodi – alle verbunden in einem Singleplayer-Fortschritt mit 69 Events. Wir haben uns überlegt, welche Modi über die Jahre unsere Lieblings-Spielmodi gewesen sind und haben sie ALLE integriert: Rennen, in denen ihr mit Takedowns (Rauswürfe) eure Geschwindigkeit steigern könnt. „Eliminator”-Rennen (Eliminierungsrennen), bei denen ihr über 5 Runden buchstäblich um euer Leben kämpft und der Letztplatzierte nach jeder Runde eliminiert wird.

„1-on-1″-Rennen (1-gegen-1), bei denen der Gegner in einem schnelleren Auto sitzt und der einzige Weg zu einem Sieg darin besteht, ihn wiederholt rauszuwerfen. „3-Race-GPs” (Grand Prix aus drei Rennen). „Pursuit”-Rennen (Verfolgungsrennen), bei denen ihr die Rolle der Cops übernehmt. Bei „Survival” (Überleben) müsst ihr gegen die Uhr und den Verkehr überleben (ein Crash und das Spiel ist vorbei). Und auch der Genre-Favorit „Road Rage” (Straßenchaos) ist wieder zurück. Allerdings mit ein paar neuen Regeln (siehe Punkt 4).

2. Permanente Wracks

Eins der besten Dinge, wenn man in dieses Genre zurückkommt und die bessere „PlayStation 4″-Hardware zur Verfügung hat, ist die Möglichkeit, Dinge zu tun, die wir vorher nicht tun konnten – und eins davon nennen wir „permanente Wracks”. Jedes Mal, wenn ihr einen Gegner ausschaltet, bleibt sein zerstörtes Autowrack auf der Strecke liegen, was jede folgende Runde noch gefährlicher macht. Und wir können es kaum erwarten, zu erfahren, wie sich das bei Online-Spielen auswirkt (siehe Punkt 10).

3. Neue Arten von Takedowns

Wir konnten keine permanenten Wracks in das Spiel übernehmen, ohne sie als Crash- und Takedown-Variante zu nutzen. Wenn ihr einen anderen Fahrer in ein permanentes Wrack lenkt, nennt man das „Junkyard Takedown” (Schrottplatz-Takedown), wenn ihr selbst in eines knallt, ist das ein „Nervous Wreck” (Nervliches Wrack) – und glaubt uns, das werdet ihr sein, wenn ihr in der letzten Runde verzweifelt um Platz 1 kämpft und hofft, dass ihr nicht irgendein Wrack rammt.

4. Bekannte Modi – neue Regeln

„Road Rage” ist wieder da, aber wir wollten neue Spielmöglichkeiten einführen, damit in späteren Events die Herausforderung größer ist. Wie viele Takedowns könnt ihr mit deaktivierten Shunts (Auffahrunfälle) erzielen – oder wenn nur Traffic Takedowns (normale Verkehrsunfälle) zählen? Das kann echt anspruchsvoll werden, und wir können es kaum erwarten, die Bestenlisten für die Traffic Takedowns zu sehen. Unser Rekord im Büro liegt nur bei etwa 10!

5. Verfolgungsmodus mit bis zu 5 Zielfahrzeugen

Wir haben es schon immer geliebt, die Cops spielen zu können. Das ist ein häufig wiederkehrendes Thema in unserer Arbeit und einer der Gründe dafür, dass wir uns entschieden haben, aus unserer eigenen „Need for Speed”-Version ein Remake des Klassikers „Hot Pursuit” zu machen.

Zu Beginn des Spiels tretet ihr gegen ein einzelnes Zielfahrzeug an, aber je weiter ihr im Spiel kommt und je besser die Polizeifahrzeuge werden, die ihr freischaltet, desto schneller und zahlreicher werden eure Gegner. Dies ist ein extrem spannender Modus auf unseren „Point-to-Point”-Rennstrecken (Punkt-zu-Punkt) und ihr müsst alle Ziele aufhalten, bevor ihr das Ende erreicht.

6. Autos, die speziell auf die Modi zugeschnitten sind

In diesem Genre kann es sein, dass alle Autos am Ende relativ gleich sind – ein anderes Modell mit ziemlich ähnlichen Statistiken. Bei Dangerous Driving wollten wir der Fahrzeugwahl etwas mehr Bedeutung zukommen lassen.

So verdienen und verbrauchen zum Beispiel getunte Versionen ihren Boost viel schneller als andere Autos, wodurch sie sich perfekt für Heatwave-Events (Hitzewelle) eignen (siehe Punkt 8). Fortgeschrittene Fahrzeuge sind stärker, treffen härter und nehmen weniger Schaden. Fahrzeugprototypen sind in der Hinsicht die „besten”, dass sie die schnellsten sind – sie bestehen jedoch aus Kohlefaser und sind somit auch am empfindlichsten. Wir wollten nicht, dass es nur ein „bestes” Auto gibt, wenn das Spiel auch online gespielt wird (siehe Punkt 10). Ihr trefft eure Wahl anhand des Modus und eures jeweiligen Spielstils.

7. KI basiert auf der Leistung realer Spieler

Eine weitere Eigenschaft des Genres ist eine KI, die so gestaltet ist, dass sie in der Nähe des Spielers bleibt, um ihm ein möglichst gutes Rennen zu bieten. Bei Dangerous Driving haben wir echte Spielerleistungen verwendet, um der KI das Fahren „beizubringen”, und in den meisten Spielmodi fährt die KI eine Zeit, die von einem echten, menschlichen Spieler aufgestellt wurde. Nehmen wir z. B. die „Face Offs” (Duelle): Die Fahrer geben so viel Gas wie der menschliche Spieler, den wir verwendet haben, um die Daten aufzuzeichnen, was ein unglaublich intensives Rennerlebnis ermöglicht. Der einzige Weg, sie abzuschütteln ist sie auszuschalten – mehrmals.

8. Modi, deren Limits wir ehrlich gesagt gar nicht kennen

Ganz im Sinne der Maxime, die Autos optimal auf die Modi zuzuschneiden: Wenn ihr mit einem getunten Fahrzeug im Heatwave-Modus fahrt, erhaltet ihr einen ganz speziellen und einzigartigen Vorteil. Heatwave-Events sind reinere Renn-Events (sie haben Ähnlichkeit mit den Rennen in Burnout 2), und wenn ihr einen kompletten Boost-Balken in einem Schub verbraucht, wird der Boost wieder aufgefüllt. Das bedeutet, dass ihr eure Boosts wiederholt miteinander verbinden könnt. Getunte Fahrzeuge sind perfekt, weil sie Boosts schneller verdienen und verbrauchen, sodass ihr sie schneller verbinden könnt – außerdem erhöht jeder erfolgreich verbundene Boost in einem getunten Auto eure Höchstgeschwindigkeit um etwa 3 km/h – bis es euch zerlegt. Interessanterweise haben wir keine Ahnung, wo dabei das Limit liegt, da wir immer nach 30-35 Boosts einen Crash hatten! Also freuen wir uns darauf, in YouTube-Videos zu sehen, wie weit die Spieler das ausreizen können!

9. Spotify-Integration

Wir glauben schon lange, dass die Musik, zu der die Leute fahren, extrem persönlich ist, also wollten wir unbedingt Spotify integrieren, um den Spielern endlose Auswahlmöglichkeiten zu bieten. Autorisiert euer Spotify-Premiumkonto im Audio-Menü, dann könnt ihr eure Musik innerhalb des Spiels kontrollieren. Folgt dem Spotify-Konto des Entwicklerteams („Three Fields”) oder wählt eure eigene, persönliche Playlist (wir sind Fans von Spotifys „Songs to Sing in the Car”-Playlist).

10. Online-Spielmodus

Im ersten Monat nach der Erscheinung werden wir einen DLC veröffentlichen, der das Spiel durch eine Online-Option erweitert, und wir sind wirklich sehr gespannt, wie sich all die neuen Funktionen online machen werden. Es wird Online-Rennen geben und natürlich Online-Road-Rage – und permanente Wracks und Junkyard-Takedowns und Nervous Wrecks (siehe oben) werden auch dabei sein!

Dangerous Driving wird am 9. April auf PlayStation 4 veröffentlicht. Ihr könnt es jetzt bis zum 8. April vorbestellen und erhaltet ein exklusives Auto (nur verfügbar für Kunden, die digital vorbestellt haben).

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