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Die besten Tipps für Veteranen von Dark Souls & Bloodborne zum Start von Sekiro: Shadows Die Twice

Wir testen, ob euer Erfahrungsschatz aus den letzten „From Software“-Spielen euch auch in den Außenbezirken von Ashina hilfreich sein wird

Matthew Groizard


Sobald der Name From Software fällt, bleiben auch ihre maßgeblich einflussreichen und gnadenlos kompromisslosen Actiontitel Dark Souls und Bloodborne nicht unerwähnt. Gleichermaßen geliebt und gefürchtet und fast auf der gesamten Welt anerkannt, gehören diese Spiele zu den leidenschaftlichen Favoriten der Fans, sodass eine Reihe sehr spezifischer Erwartungen auf den Schultern der Entwickler ruht.

Für ihre nächste große Veröffentlichung – Sekiro: Shadows Die Twice – hat das Team ein paar gewagte Veränderungen am gefeierten Konzept vorgenommen. Sie haben sich neue Wege überlegt und viele ihrer Designgrundlagen komplett überarbeitet, um etwas anspruchsvoll Anderes zu kreieren.

Mit dem heutigen Start von Sekiro kam uns die Idee, zusammen mit YouTuber und From Software-Fan Bruugar, euch ein paar praktische Tipps für den ersten Tag mit Sekiro zu geben. Im folgenden Video hat er für euch ein paar Tipps zusammengestellt, die euch auf dem Weg des Shinobis helfen sollten!

Außerdem wollen wir euch erklären, was die Veteranen unter den Fans im Hinterkopf behalten müssen, wenn sie sich diesem herausfordernden neuen Abenteuer stellen.

1. Figuren des Bildhauers

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Das schwache Leuchten eines unentfachten Leuchtfeuers ist die wahre Verlockung eines jeden kampferprobten Souls-Fans. Ein Ort zum Ausruhen und Aufstocken der Vorräte, um mit neuem Tatendrang aufzubrechen.

In Sekiro: Shadows Die Twice wird euch das schwache, blaue Licht einer Figur des Bildhauers Zuflucht vor der rauen Umgebung bieten. Dort könnt ihr euer Inventar und Gegenstände zum Heilen aufstocken, neue Fertigkeiten freischalten oder schnell zu anderen Punkten reisen, die ihr entdeckt habt.

Je weiter ihr im Spiel vorankommt, desto wertvoller werden diese Figuren, da sie auf eurem Weg neue Optionen und Fähigkeiten freischalten.

2. Bewegungsfreiheit

Während Dark Souls eher eine bodenständige Reihe war (bodenständig im wahrsten Sinne des Wortes) mit langsamen und stetigen Bewegungen, ist Sekiros übermenschlicher Shinobi so schnell und agil wie der Wind.

Ohne Ausdauerbegrenzungen könnt ihr rennen, in der Welt herumspringen und hervorschnellen, an Vorsprüngen hängen, an eurem Greifhaken schwingen und Gegner aus der Höhe zu Fall bringen.

Diese neu gewonnene Freiheit hilft euch nicht nur beim Erkunden, sie spielt auch eine Schlüsselrolle im Kampf: Wenn die „Schritt für Schritt”-Herangehensweise nichts für euch ist, dann probiert es mit rennen, springen und schwingen aus, um eure Gegner zu überlisten.

3. Abkürzungen

Obwohl es ganz wunderbar wäre alle 100 Meter eine Buddha-Statue am Wegesrand zu finden, ist es den Fans von Dark Souls klar, dass sie so eine zuverlässige Hilfestellung von den Entwicklern bei FromSoft nicht erwarten brauchen.

Wie auch bei den anderen Titeln des Studios, müsst ihr euch euren Weg durch die Welt erarbeiten und dabei harte Gefechte überstehen, um neue Wege zu finden, auf denen ihr euch schneller fortbewegen könnt. Wenn ihr euch nicht so bald in Sicherheit wiegen könnt, dann macht euch auf die Suche, nach einer schnellen Route zurück … Vielleicht gibt es eine Tür, die sich nur von einer Seite öffnen lässt?!

4. Heimliche Attentate

Während Spiele wie Bloodborne und Dark Souls zwar immer wieder die Möglichkeit bieten, einen Gegner still und leise auszuschalten, ist die bewährte Methode bei FromSoft-Titeln allerdings, sich Gegnern direkt zu stellen.

Als flinker Shinobi solltet ihr eure Gegner jedoch aus dem Schatten heraus angreifen. Schleicht euch durch das hohe Gras, springt hinter einer Mauer hervor oder lasst euch von einem abgelegenen Dach fallen. Da ihr häufig in der Unterzahl sein werdet, ist das außerdem eure sicherste Option.

Große Gegnergruppen können eine große Menge Schaden verursachen und euch schnell umstellen, also kundschaftet die Umgebung aus, lenkt eure Gegner ab und trennt sie voneinander, damit ihr euch nur einem oder zwei von ihnen stellen müsst – andernfalls könnte euch der Tod überraschend schnell ereilen.

5. Hilfreiche Bekanntschaften

Ein „Dark Souls”-Abenteuer wäre nicht vollständig, wenn man unterwegs nicht auf einige einsame Wanderer, reisende Händler oder andere exzentrische, umherziehende Gestalten treffen würde.

In Sekiro: Shadows Die Twice findet diese Tradition rege Anwendung. Nehmt euch die Zeit, mit allen freundlich gesinnten NPCs zu sprechen, die euch begegnen. Viele von ihnen haben nützliche Informationen, verkäufliche Gegenstände oder andere Schmankerl für euch.

Aber das ist noch nicht alles: Durch die neue „Belauschen”-Funktion bekommt das Spiel eine innovative neue Dimension verpasst, durch die ihr Gespräche eurer Gegner mithören und somit nicht nur wertvolle Story-Informationen erhalten könnt, sondern auch hilfreiche Hinweise zur Kampftaktik gegen bestimmte Gegner, zum Aufenthaltsort mancher Gegenstände oder Tipps, wo es als Nächstes hingeht.

6. Die Kunst des Kampfes

In Dark Souls hat sich eine bewährte Formel etabliert, die den Schwerpunkt darauf setzt, eine kleine Anzahl an Kampfmöglichkeiten über eine Vielzahl von Waffen zu meistern.

Zwar besitzt der Shinobi-Protagonist in Sekiro nur sein treues Schwert „Kusabimaru”, dafür allerdings führt er es mit unglaublicher Flexibilität. Ihr könnt wie gewohnt ausweichen und blocken, aber der Schlüssel zum Überwältigen eurer Gegner liegt im Timing und der Finesse.

Rohe Gewalt kann euch teuer zu stehen kommen, da viele Gegner einen missglückten Angriff für einen Konter nutzen. Achtet genau auf die Bewegungen eurer Gegner, wehrt ihre Angriffe ab und führt im richtigen Moment eine Riposte durch, damit sie ihre Haltung verlieren und sich eine Lücke für einen „Todesschlag” bietet.

Einige dieser Manöver erfordern viel Übung – wenn ihr eure Fähigkeiten verbessern möchtet, sucht „Hanbei the Infested” (Hanbei den Befallenen) im verfallenen Tempel auf. Er wird bereitwillig mit euch Übungskämpfe austragen und trainieren.

7. Die heilende Kürbisflasche

Das simple, aber elegante Kernelement des Gameplays in Dark Souls, der Estus-Flakon, erhält in Sekiro einen geistigen Nachfolger, der unserem Helden auf seiner Reise hilft.

Dieses bescheidene, mit rätselhaftem, medizinischen Wasser gefüllte Gefäß füllt sich von selbst wieder auf, wenn ihr an einer Figur des Bildhauers rastet. Die Anzahl der Anwendungen kann erhöht werden, wenn ihr Kürbiskerne findet und sie Emma im verfallenen Tempel bringt.

Darüber hinaus könnt ihr im Laufe des Spiels Fähigkeiten freischalten, die die erhaltene Heilung pro Schluck erhöht. Dieser Gegenstand ist in eurem Kampf gegen den Ashina-Clan nahezu unverzichtbar, jedoch nicht eure einzige Möglichkeit, eure Gesundheit zu regenerieren.

8. Werdet durch Fähigkeiten stärker

In den bisherigen Spielen von FromSoftware lag der Schwerpunkt darauf, eine bestimmte Auswahl an Gegenständen durch Skalierung ihrer Stärke und Effizienz zu verbessern. Sekiro hingegen bietet eine fokussiertere und flexiblere Herangehensweise an Kämpfe, was für einen anderen Ton sorgt.

Anstatt Werte zu verbessern, habt ihr im Verlauf des Spiels die Chance, eine Reihe von passiven und aktiven Fähigkeiten aus mehreren Fähigkeitsbäumen freizuschalten. Während einige davon eure Kraft erhöhen, werden die meisten bestehende Fähigkeiten verbessern oder euch neue Möglichkeiten bieten, Konfrontationen anzugehen.

Von den über diese Bäume freigeschalteten Combat Arts (Kampfkünsten) kann immer nur eine ausgerüstet werden. Achtet also darauf, eure Punkte in Fähigkeiten zu investieren, die eurem Spielstil entsprechen.

9. Eine ausufernde Spielewelt

Selten kommt es in einem Souls-Spiel vor, dass ihr nur einem einzigen Pfad folgen könnt und nur die Möglichkeit habt, weiterzumachen oder aufzugeben.

Sekiro behält diese Philosophie bei und bietet, ausgehend von eurem Startpunkt, mehrere Wege, die ihr einschlagen könnt und die euch unterschiedliche Umgebungen und einzigartige Herausforderungen bieten. Mithilfe der Figur des Bildhauers könnt ihr bei Bedarf schnell zwischen den verschiedenen Orten hin- und herreisen.

Wenn ihr euch an einer schweren Herausforderung die Zähne ausbeißt, dann versucht vielleicht, erst mal woanders die Umgebung zu erkunden und eure Fähigkeiten zu verbessern, bevor ihr es erneut versucht.

10. Die Shinobi-Prothese

Nebenwaffen sind nichts Neues im Universum von Dark Souls, aber die Shinobi-Prothese von Sekiro ist so fortgeschritten und flexibel, dass sie unsere Erwartungen bei Weitem übertrifft.

Zu Beginn ist sie kaum mehr als ein Ersatz für euren verlorenen Arm, aber je mehr ihr vom Spiel erkundet, desto umfangreicher könnt ihr ihre Funktion mithilfe von Geräten erweitern. So könnt ihr schwere Nahkampfwaffen und präzise Projektile für den Fernkampf einsetzen sowie Gegnermassen mittels Sprengstoff in Schach halten.

Doch seid gewarnt: Diese mysteriöse Vorrichtung kann nicht unbegrenzt oft verwendet werden, also geht bedacht damit um.

Ihr könnt überall neue Module für eure Prothese finden, sei es bei erledigten Gegnern, versteckt in Schreinen oder im Angebot bestimmter Händler. Haltet die Augen offen und kehrt zum Bildhauer im verfallenen Tempel zurück, um ein neu gefundenes Upgrade zu installieren.

Um manche Gegner zu besiegen, benötigt ihr bestimmte Prothesenmodule. Wenn ihr also mit dem Schwert alleine nicht gewinnen könnt, versucht es stattdessen mit euren verfügbaren Modulen.

11. Eine Menge Geheimnisse

Dem FromSoft-Team ist schon lange daran gelegen, aufmerksame Spieler zu belohnen, die jedes Gebiet gewissenhaft durchkämmen. Sorgfältig versteckte Gegenstände und Pfade abseits der gängigen Wege warten auf forsche Entdecker.

Diese Philosophie gilt auch für Sekiro, doch hier sind nicht nur Gegenstände und Eingänge zu finden: Das gründliche Auskundschaften eines Gebietes enthüllt verschiedene Möglichkeiten, sich Gegnern zu nähern – sich an einer Gebäudewand entlangschlängeln, eine Klippe erklimmen oder unter ein Gebäude kriechen.

Hetzt nicht durch die Gebiete und seid aufmerksam, sonst verpasst ihr viel und lasst euch Belohnungen entgehen, die das ganze Spielerlebnis ändern können – darunter Gegenstände, NPCs und ganz neue Gebiete.

12. Stärker werden

Hände weg von der Sprint-Taste, Souls-Fans! Hier müsst ihr nicht zum letzten Ort eures Ablebens zurückeilen, um verlorenes Gut wieder einzusacken.

Der Tod spielt zwar auch in Sekiro eine sehr wichtige Rolle, ist aber nicht so stark mit dem Stufenaufstieg verknüpft wie in vorherigen FromSoft-Titeln. Um neue Fähigkeiten zu erlernen, müsst ihr Fähigkeitspunkte verdienen, die ihr durch das Besiegen gewöhnlicher Gegner anhäufen könnt.

Möchtet ihr dagegen eure Vitalität oder Stärke erhöhen, benötigt ihr spezielle Gegenstände (Gebetsperlen und Erinnerungen), die nur von sehr viel mächtigeren Gegnern hinterlassen werden.

Tauscht diese an den Buddha-Statuen ein, um euch weiterzuentwickeln und im Kampf effektiver zu sein.

13. Mit der Geschichte verwobene Mechaniken

Die Hüllen und Unentfachten unter euch oder diejenigen, die unter der Bürde der schrecklichen Einsicht leiden, werden genau wissen, was wir damit meinen.

Wir wollen natürlich nichts aus Sekiro: Shadows Die Twice vorwegnehmen, aber ihr könnt beruhigt sein: Die übergreifenden Systeme, die sowohl mit eurem Fortschritt als Spieler als auch der fortlaufenden Geschichte der Spielwelt verknüpft sind, sind ein integraler Teil des Erlebnisses.

Werdet ihr von einem wahrhaftigen Tod ereilt, eröffnet sich ein neues System, das nicht nur euch selbst und eure Fähigkeit beeinflusst, euch von zukünftigen Fehlschlägen zu erholen, sondern auch das Wohlergehen derer in eurer Nähe – und diese Effekte verstärken sich, je öfter ihr scheitert.

Aber keine Sorge: Wenn ihr euch schwertut, ist es möglich, dies umzukehren. Emma im verfallenen Tempel kann euch mehr dazu erzählen.

14. Dem Tod von der Schippe springen

In der „Dark Souls”-Reihe ist das Sterben eine Tugend, ein ermutigender Initiationsritus – und so scheint es angebracht, genau das in diesem neuen Spiel auf den Kopf zu stellen.

Wie es der Untertitel des Spiels schon vermuten lässt, kann man nach einer Niederlage auf eine bemerkenswerte Gabe zurückgreifen, um sich aus dem Grab zu erheben und sich dem Kampf erneut zu stellen. Und wer diesen Segen richtig nutzt und allen Widrigkeiten trotzen kann, dem werden vielleicht sogar noch weitere Segen zuteil.

Das alles ist nicht ganz so simpel, wie es klingt: Ihr könnt dadurch nicht nur die Nachteile eines wahrhaftigen Todes vermeiden, sondern die Fähigkeit auch wieder aufladen, wenn ihr nach eurer Auferstehung weitere Gegner besiegt – und so dem Jenseits hoffentlich für noch längere Zeit entgehen.

Noch mehr möchten wir an dieser Stelle nicht verraten. Wie bei allen Spielen von FromSoft ist es ein Kernelement des Erlebnisses, die Spielwelt zu erkunden und Dinge auf eigene Faust zu entdecken. Wir hoffen, dass ihr nun eine Vorstellung davon habt, was euch erwartet und wie ihr einige Tücken meistern könnt, die euch zu Spielbeginn gegenüberstehen.

Sekiro: Shadows Die Twice ist jetzt für Playstation 4 erhältlich – kauft es jetzt im PlayStation Store.

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