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Wie der Multiplayer von No Man’s Sky funktioniert: Hello Games zum heutigen NEXT-Update

Wir quetschen Schöpfer Sean Murray zum Thema Kooperieren und Konkurrieren in einem unendlichen Universum aus

Matthew Groizard


Letzte Woche haben wir einen Ausflug zu Hello Games’ Studio in Guildford unternommen, um einen tieferen Einblick in das neue Update, NEXT, zu No Man’s Sky zu bekommen.

Mit transformativen neuen Features wie dem Online-Multiplayer-Modus und der Third-Person-Kameraperspektive stellt dieses umfangreiche Update – das ein ganzes Jahr schweißtreibender Arbeit vom Team erforderte – vielleicht die größte Wende für das Spiel seit der Veröffentlichung dar.

Nach dem verlockenden Gameplay-Trailer der letzten Woche sind uns viele Fragen eingefallen, die wir gerne dem Team stellen würden, und viele Dinge, über die wir gerne mehr erfahren würden – wie etwa den Multiplayer-Modus. Wie es das Glück so wollte, stand uns Studiochef Sean Murray zur Verfügung, um all unsere drängenden Fragen zu beantworten.

Welche Sorte von Multiplayer-Spiel ist No Man’s Sky?

Sean: „Der Multiplayer ist sehr Koop-fokussiert – wir nehmen an, dass die meisten Spieler auf diese Weise spielen. Die Spieler können sich zu einem Team zusammenschließen – eine kleine Gruppe von Freunden – und Frachter besitzen, Basen bauen, mit Fahrzeugen Rennen fahren, Missionen bewältigen, Ressourcen teilen und handeln und sich gegenseitig eben einfach helfen.”

Das sind viele Änderungen. Muss ich von vorne anfangen oder kann ich mein aktuelles Spiel fortsetzen?

Sean: „Nein, man kann das alles auch mit einem Spielstand tun, der beispielsweise schon 100 Spielstunden umfasst.”

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… Und wenn sich Freunde mit mir zusammentun möchten, die keinen Spielstand haben?

Sean: Es ist alles so entwickelt worden, dass Spieler auch zusammen mit Leuten spielen können, die das Spiel zuvor noch nie gespielt haben. Man erzielt sowohl gemeinsam Fortschritte als auch einzeln, und das wird für beide jeweils gespeichert – es ist kein separater Modus; man kann sich ein- und ausklinken.”

Was bedeutet das für Singleplayer?

Sean: „Man kann das Spiel immer noch für sich allein spielen und das Singleplayer-Erlebnis genießen. Dabei kann es in der Standard-Einstellung sein, dass man anderen Spielern begegnet.

Es könnte passieren, dass andere Spieler sich einem anschließen möchten, man könnte Fremden begegnen, und wenn das passiert, dann kann man – natürlich – auch im PvP kämpfen, was eigentlich gar nicht so abwegig ist: Es gibt bereits Piraten und Wächter, die einen angreifen, und jetzt sind eben einige der Gegner echte andere Spieler.”

Ich möchte wirklich einfach nur alleine spielen, kann ich das immer noch?

Sean: „Selbstverständlich, wenn man diese Art von Begegnungen mit anderen Spielern nicht möchte, ist es möglich, diese Option zu deaktivieren – obwohl dadurch richtige coole Momente entstehen!”

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Es gibt vier verschiedene Modi: Normal, Überleben, Dauerhafter Tod und Kreativ – können Spieler mit verschiedenen Modi zusammenspielen?

Sean: „Diese Modi ändern grundlegend die Art des Spiels, also müssen [im Multiplayer-Modus] alle im selben Modus spielen. Es wäre ziemlich nervig, wenn man im „Überlebensmodus” verzweifelt versucht, am Leben zu bleiben, und sich ein anderer Spieler einfach im Kreativmodus entspannt.

Aber das ist einfach zu bewerkstelligen – Spieler können bis zu fünf verschiedene Spielstände mit jeweils unterschiedlichen Charakteren und Spielmodi haben.”

Ändert der Multiplayer-Modus das wesentliche Feeling des Spiels?

Sean: „Es ist verrückt, aber ich habe das Spiel immer als ein sehr einsames Erlebnis bezeichnet – was mir gefällt, denn es ist Sci-Fi: du allein in der Mitte vom Nirgendwo. Aber ich wusste, dass der Multiplayer-Modus das ändern würde, da man mit Freunden spielt und das ein ganz anderes Erlebnis sein würde.

Wir haben allerdings festgestellt, dass man letztendlich genau dasselbe Erlebnis im Multiplayer-Modus hat, nur dass man jetzt mit seinen wenigen Gefährten – seinem kleinen Außenteam – gegen das ganze Universum steht.

Es ist immer noch dieses Gefühl von Wildnis und dieser „Grenzraum”-Spirit da, und der Maßstab wird sogar noch ausgedehnt: Hunderte von Meilen von anderen entfernt zu sein und zu ihrer winzigkleinen Basis auf der Oberfläche eines Planeten herabzufliegen.”

Wird der Multiplayer-Modus beeinflussen, wie feindlich der Rest des Universums ist?

Sean: „Ja, wir haben zum Beispiel die KI von Wächtern überarbeitet. Die zweibeinigen Wächter, die im Trailer zu sehen sind, ersetzen die bisherigen Wächter und wir haben das Gameplay ziemlich aufgebauscht, da Begegnungen mit Wächtern bislang ziemlich zufällig wirken konnten und Spieler oft geflüchtet sind.

Im Multiplayer-Modus wird es diese coolen Momente geben, in denen Leute von einer Gruppe Wächter verfolgt werden und man selbst einfach einen netten, entspannten Moment verbringt und kurz darauf plötzlich ein Freund dieses Chaos in die eigene Welt bringt.”

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Wird es neue Herausforderungen geben, damit Spieler immer wieder zum Spiel zurückkommen?

Sean: „Die Leute spielen No Man’s Sky über sehr lange Zeiträume. Es ist also nur angemessen, dass es regelmäßig neue Inhalte gibt, damit das Spiel weiterhin frisch wirkt. In der kommenden Saison werden wir wöchentlich neue Inhalte, Missionen und Belohnungen veröffentlichen.

Spieler können an Community-Missionen teilnehmen und Spielwährung erlangen, von der sie sich coole, neue Sachen wie Helme oder Emotes kaufen können – es gibt keine Lootboxen oder Mikrotransaktionen, es ist alles im Spiel enthalten.”

No Man’s Sky NEXT ist ein riesiges, kostenloses Update für all diejenigen, die das Basisspiel besitzen, und kann jetzt heruntergeladen werden. Weitere Einzelheiten zu den sonstigen Inhalten des Patchs – unter anderem erweiterter Basenbau, neue Missionen, Gegenstände sowie Charakteranpassungen und eine transformative Third-Person-Perspektive – erfahrt ihr in Seans PS Blog-Beitrag von letzter Woche.

Alternativ könnt ihr euch No Man’s Sky jetzt im PlayStation Store schnappen, inklusive aller vier Haupt-Inhaltsupdates seit der Veröffentlichung: Fundament, Wegbereiter, Aufstieg des Atlas und NEXT.

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