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5 Dinge, die ihr über Metro Exodus wissen müsst!

Artjoms Abenteuer sind noch lange nicht zu Ende: In Metro Exodus geht es raus aus Moskau und mitten rein in die offene Spielwelt der Metrokalypse.

Gute sechs Jahre Zeit haben sich die Entwickler des ukrainischen Softwarestudios 4A Games genommen, um sich ganz in Ruhe der postapokalyptischen Metro-Saga zu widmen.

Nach Metro 2033 und dem Nachfolger Metro Last Light, die übrigens in grafisch kräftig aufpolierten Versionen als geniale Metro Redux-Version im PlayStation-Store zum Download bereit steht, erscheint 2019 endlich ein weiteres Abenteuer mit dem jungen Helden Artjom. Wir konnten schon mal ein paar Stunden die verstrahlte Welt außerhalb der Moskauer Untergrundbahn erkunden und sagen, auf was ihr euch freuen könnt.

Die Aurora

Wenn ihr bislang noch keine Erfahrung mit der Shooter-Serie gemacht hat, ein paar ganz kurze Worte zur Story: Ein Atomkrieg hat die Erde nahezu unbewohnbar gemacht. In Moskau fliehen die wenigen Überlebenden in die weit verzweigten U-Bahn-Tunnel der Metro und fristen dort ihr klägliches Dasein.

Protagonist im täglichen Überlebenskampf gegen die mutierte Tierwelt, skrupellose Verbrecher und die mysteriösen, menschenähnlichen „Schwarzen” ist der junge Artjom, der auch in Metro Exodus wieder als spielbarer Charakter aus der Ego-Perspektive zur Verfügung steht.

Im dritten Teil der Metro-Saga geht es raus aus dem klaustrophobischen Untergrund in die offene Welt. Eine Odyssey durch die zerstörte Welt, um weit in Osten ein neues Leben zu beginnen. Als Fortbewegungsmittel und gleichzeitig mobiles Hauptquartier dient der Zug Aurora, mit dem sich Arjom, seine Frau Anna und ein bunter Haufen Spartan Rangers auf den Weg machen.

Eine offene Spielwelt

Ging es bislang spielmechanisch eher linear zu, steht euch in Metro Exodus jetzt eine riesige Spielwelt zum Erkunden offen, allerdings nicht in einer zusammenhängenden Open World. Aufgeteilt in einzelne Gebiete, von der Wolga bis zum Ural, sollt ihr die Reise mit der Aurora Stück für Stück vorantreiben.

Aber Achtung: Habt ihr ein Areal einmal verlassen, könnt ihr nicht wieder zurückkehren. Zumindest nicht im ersten Spieldurchlauf. Also nehmt euch die Zeit und schaut euch richtig gut um, es gibt überall in der Sandbox überlebenswichtige Ressourcen zu finden, Geheimnisse zu entdecken und spannenden Nebenmissionen aufzuspüren. Apropos Nebenmission: Laut den Entwickler werdet ihr nicht mit langatmigen Sammelaufgaben belästigt, die nur zur Spielzeitverlängerung dienen.

Jede Geschichte wird eine Bedeutung haben und euch so immer tiefer in das apokalyptische Tagesgeschehen hineinziehen.

Schleichen statt Run&Gun

Ja, Metro Exodus ist ein Ego-Shooter. Nein, mit Run & Gun kommt ihr nicht allzu weit. Den bereits in Metro Last Light eingeführten Stealth-Mechanismen kommt im dritten Teil eine noch größere Bedeutung zu. Davon konnten wir uns selbst überzeugen, als wir hochmütig mit selbstgebastelten Ballermännern und einer handvoll Molotow-Cocktails ein Lagerhaus voller ekliger Mutanten stürmen.

Erst ging uns die, nach wie vor, knappe Munition aus, dann reichte der Filtervorrat für die Gasmaske, die in vielen radioaktiv verseuchten Bereichen überlebensnotwendig ist, nicht für einen geordneten Rückzug. Beim nächsten Versuch haben wir einen auf Sam Fisher gemacht und mit dem Messer im richtigen Augenblick hinterrücks die Gegner dezimiert. Hat funktioniert.

Was uns noch aufgefallen ist: Die Waffenbastelei, mit der ihr eure Behelfswummen mit allerlei Schrottteilen aufmotzen könnt, ist nun auch mitten im Feld möglich. Findet ihr Zubehör, könnt ihr das dann gleich montieren, ohne erst eine Werkbank in der Pampa aufzuspüren.

Brich den Kampfwillen deiner Feinde

Wie es sich für ein Survival-Game gehört, hält das postapokalyptische Russland reichlich Gefahren für euch bereit. Von mutierten Wolfsrudeln, Monstern und gefräßigen Fischen bis zu schwer bewaffneten Kultisten: Fast alles was in dem radioaktiven Winter so noch kreucht und fleucht, trachtet euch nach dem Leben.

Eine clever konstruierte Methode euch die meist zahlenmäßig deutlich überlegenen Feinde vom Leib zu halten ist es, deren Moral zu brechen. Habt ihr beispielsweise während eines Auftrags genügend Söldner gemetzelt, ergeben sich die Überlebenden und stellen fortan keine Gefahr mehr da. Das Prinzip gilt auch für tierische Feinde, habt ihr die Anzahl dezimiert ist die Chance hoch, dass sich der Rest mit eingeklemmtem Schwanz verzieht.

Dmitry Glukhovsky wacht über seine Schöpfung

Basierte das erste Spiel Metro 2033 noch recht wortgetreu auf dem gleichnamigen Buch des russischen Autors Dmitry Glukhovsky, entwickelten die Macher in Metro Last Light eigene Handlungsstränge.

Auch Metro Exodus verweigert sich der Buchvorlage, wird aber narrativ von Glukhovsky betreut, der genau darauf achtet, dass sich die frische Handlung in die von ihm geschaffene Welt passgenau einfügt.

Für Dmitry Glukhovsky ist übrigens vorerst Schluss mit weiteren Metro-Romanen, sein neues Werk geht inhaltlich in eine ganz andere Richtung. Aber das muss ja nicht bedeuten, dass Artjoms Odyssey auch in den Spielen ein Ende finden muss.

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