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Warum – und wie – der PS4-Neo-Thriller Detroit: Become Human von seinen drei einzigartigen Perspektiven profitiert

Quantic Dream stellt die unterschiedlichen Komponisten, Kameraführungen und Geschichten der drei Hauptfiguren des kommenden Sci-Fi-Thrillers vor: Connor, Markus und Kara

David Cage, Quantic Dream:


Über Androiden wurden schon viele außergewöhnliche Geschichten erzählt, ob in der Literatur, im Kino oder im Fernsehen. Aber nach der Arbeit an Karas kurzem Video wusste ich, dass ich eine etwas andere Geschichte erzählen wollte.

Meine erste Entscheidung war es, die Perspektive der Androiden einzunehmen statt die der Menschen. Statt der bösen KI, die die gute Menschheit auslöschen will, habe ich einen anderen Ansatzpunkt gewählt. Meine Geschichte sollte vom Niedergang der Menschheit erzählen – selbstsüchtig, abhängig von der Technik, nur auf ihr eigenes Wohlbefinden bedacht. Der Kontrast dazu: eine neue, intelligente Spezies, die wir erschaffen haben und die nun die Welt entdeckt, Emotionen empfindet und nur den Wunsch hat, leben zu dürfen.

Ich habe die Geschichte basierend auf meiner persönlichen Überzeugung geschrieben, dass es eben nicht nur eine Geschichte ist, sondern eine Vision der Zukunft. Wie werden wir reagieren, wenn Maschinen, die wir erschaffen haben, intelligenter als wir werden und ein eigenes Bewusstsein besitzen? Vor allem aber: Ist Bewusstsein nur eine Frage der Rechenkraft oder vielleicht noch etwas anderes?

Anstatt mich auf einen einzigen großen Erzählstrang zu konzentrieren, habe ich entschieden, die Geschichte dreier Androiden zu erzählen. Drei Charaktere, die ihre Emotionen entdecken und ihr Schicksal wählen müssen.

Ich arbeite schon seit mehreren Jahren mit „Multi-Charakter”-Storytelling (seit Fahrenheit in 2005, wobei man schon in Nomad Soul 1999 mehrere Dutzend verschiedene Charaktere steuern konnte). Es ist eine komplexe und aufregende Art des Schreibens, denn der Spieler kann gleichzeitig in die Rolle mehrerer verschiedener Hauptfiguren schlüpfen. So kann man unabhängige Geschichten erzählen, die aufeinandertreffen, verzweigen, kollidieren, und kann vor allem die übergreifende Rahmenhandlung auf einzigartige Weise erzählen.

Dieser Ansatz hat seine Wurzeln in der Literatur (beispielsweise in The Canterbury Tales von Geoffrey Chaucer) und kommt in der Moderne in unzähligen TV-Serien zum Einsatz. In meinen Augen ist er perfekt für ein interaktives Erlebnis geeignet; der Spieler wechselt schnell von Charakter zu Charakter, springt zwischen unterschiedlichen Kontexten und Szenen hin und her und entdeckt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln. Das bereichert das Erlebnis ungemein.

Wir haben versucht, diese Idee in möglichst großer Bandbreite umzusetzen, indem wir drei verschiedene Komponisten (je einem pro Charakter) mit radikal unterschiedlichen musikalischen Stilen, drei verschiedene Stimmungen und drei verschiedene Kameraführungen eingesetzt haben. So hat der Spieler das Gefühl, drei verschiedene Spiele zu spielen, wenn er von einem Charakter zum nächsten wechselt.

Der Spieler erzählt durch seine Entscheidungen und die miteinander verwobenen Schicksale dieser Charaktere seine eigene Geschichte. Jede Entscheidung ist wichtig, weil sie sich nicht nur auf das Schicksal eines einzigen Charakters auswirken kann, sondern auch auf das der anderen beiden Hauptfiguren … oder sogar auf die gesamte Welt.

Ab dem 25. Mai könnt ihr das Schicksal von Connor, Kara und Markus in die Hand nehmen. Es liegt an euch, ihre Geschichte zu erzählen. Alle Neuigkeiten zu Detroit: Become Human findet ihr immer auf der offiziellen Seite zum Spiel auf PlayStation.com.

Connor – RK800

Connor ist ein von CyberLife erschaffener Prototyp mit der Bezeichnung RK800. Seine wichtigste Aufgabe ist es, menschlichen Detectives durch technologische Unterstützung bei Ermittlungen zu helfen. Er ist mit einem Sozialmodul ausgestattet, das ihn zu einem „perfekten Partner” machen soll, der sich in jedes Team integrieren kann.

Außerdem besitzt er Sonderfunktionen wie ein System zur Echtzeitanalyse von Molekülen sowie einen hochmodernen Simulator, der vergangene Ereignisse rekonstruieren kann. Er ist außergewöhnlich intelligent, gefühlskalt und entschlossen. Er ist bereit, alles zu tun, um seine Mission erfolgreich abzuschließen.

Als die ersten Fälle von Androiden mit abnormalem Verhalten gemeldet werden, bietet CyberLife an, der Polizei von Detroit diesen Prototypen zur Verfügung zu stellen, um sie bei den Ermittlungen zu unterstützen. Connor hat bereits Feldversuche mit anderen Androiden absolviert, jedoch ist dies seine erste reale Ermittlung.

Connor wird Lieutenant Hank Anderson zur Seite gestellt, einem erfahrenen, alkoholkranken Detective, der Androiden hasst. Connor muss sein „Psychologie”-Modul einsetzen, um sich den Respekt seines Partners zu verdienen und die Wahrheit über die abtrünnigen Androiden herauszufinden.

Markus – RK200

Der Androide Markus gehört dem gefeierten Maler Carl Manfred, einem alten Mann, der seine Beine nicht mehr bewegen kann. Zunächst war Markus in Carls Augen nur eine Maschine, aber mit der Zeit hat der Maler eine väterliche Zuneigung zum Androiden entwickelt. Carl behandelt Markus, als wäre er ein Mensch. Er bringt ihm das Malen bei, macht ihn mit Literatur und Musik vertraut und entwickelt so den Geist des Androiden jeden Tag ein kleines Stück weiter.

Schließlich sieht Carl in Markus einen Sohn – sehr zum Missfallen seines leiblichen Sohns Leo.

Markus’ Reise beginnt als Pfleger eines alten Mannes und macht ihn schließlich zum Anführer der historischen Revolution der Androiden. Aber eine Revolution anzuführen, ist sehr viel schwieriger, als Markus es sich je hätte vorstellen können. Er muss sich mit den internen Streitigkeiten seiner Mitandroiden herumschlagen, steht immer wieder vor einem neuen unlösbaren Dilemma und schweren moralischen Entscheidungen und muss große Opfer bringen.

Er muss zwischen Gewalt und Pazifismus wählen, zwischen einer geballten Faust und einer ausgestreckten Hand. Durch seine Entscheidungen wird Markus die Geschichte seinesgleichen umschreiben und sie zur Freiheit führen … oder in ihren Untergang.

Kara – AX400

Kara ist ein von CyberLife entwickelter Haushaltshilfe-Android des Modells AX400. Der AX400 ist ein beliebtes Modell, das konzipiert wurde, um die Hausarbeit zu erledigen und kleine Kinder zu betreuen. Die Androiden sprechen 300 verschiedene Sprachen, können über 9000 Gerichte kochen, helfen Kindern bei den Hausaufgaben und spielen mit ihnen.

Karas Besitzer ist ein arbeitsloser ehemaliger Taxifahrer namens Todd Williams, ein seltsamer und unberechenbarer Kerl. Er hat eine kleine Tochter namens Alice, um die sich Kara kümmern soll.

Durch harte Umstände lernen die beiden schnell, dass sie bei Todd nicht sicher sind. Schließlich laufen sie davon und bemühen sich, einen Weg zur Freiheit zu finden.

Als Flüchtlinge entdecken sie eine aus den Fugen geratene Welt, die langsam zerfällt, und beginnen das seltsame Gefühl zu verstehen, das sie miteinander vereint. In vielen verschiedenen Begegnungen werden sie mit Gewalt und Hass konfrontiert, aber auch mit der Empathie derjenigen, die noch nicht die Hoffnung verloren haben.

Detroit: Become Human erscheint am 25. Mai. Bestellt jetzt vor und erhaltet den offiziellen Soundtrack zu Detroit: Become Human sowie ein dynamisches Design von der Stadt Detroit für PS4™.

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