Veröffentlicht am

Eine Episode, zwei einzigartige Enden: In Batman: The Enemy Within beeinflussen eure Entscheidungen den Ausgang der Geschichte

Das Finale der zweiten Staffel erscheint am 27. März und Telltale erklärt uns, wie sie es geschafft haben, den bekanntesten aller Batman-Schurken komplett umzuwandeln

James Windeler, Hauptautor der Staffel, Telltale Games:


Hallo liebe PlayStation Blog-Leser, hier ist James Windeler, Hauptautor der zweiten Staffel von Telltales Batman: The Enemy Within. Bei uns im Studio herrscht momentan große Aufregung.

Ich übertreibe nicht, wenn ich euch sage, dass die fünfte und somit finale Episode der zweiten Staffel – die ab Dienstag, den 27. März heruntergeladen werden kann – wohl das bislang ambitionierteste Projekt unseres gesamten Studios darstellt.

Denn diese Episode beinhaltet zwei komplett separate Enden, die jeweils eine ganz eigene Geschichte des Jokers erzählen. Welche ihr davon zu sehen bekommen werdet, hängt von den Entscheidungen ab, die ihr in den Episoden 1 bis 4 getroffen habt.

Diese Staffel ist etwas ganz Besonderes im Batman-Universum, denn zum ersten Mal könnt ihr euch eure eigene Version des weltbekannten Comicbuch-Schurken erschaffen.

Bei eurem ersten Aufeinandertreffen war er natürlich noch nicht der Clownprinz des Verbrechens. Er ist lediglich ein ehemaliger Insasse des Arkham Asylums, der keinen Namen hat, weshalb man ihn einfach nur John Doe nennt. Seine Geschichte wirft viele Fragen auf, aber eines ist sicher: Er ist von Bruce Wayne förmlich besessen und möchte sein bester Freund werden – um alles auf der Welt.

So kommt es auch, dass er Bruce sogar seinen Partnern vorstellt, einer Bande Schurken, die sich selbst Der Pakt nennt und aus Bane, Mr. Freeze und Harley Quinn besteht.

Batman: The Enemy Within

Die Beziehung zwischen Bruce und John spielt eine zentrale Rolle in dieser Staffel und wir wollten, dass unsere Spieler (oder zumindest ein Teil davon), ihn mögen.

Wir wussten aber auch, dass wir dabei die Vorurteile überwinden mussten, die sich im Lauf der Jahre in der Popkultur festgesetzt hatten. Wir waren besorgt, dass viele Batman-Fans eine mögliche Freundschaft zwischen den beiden von vornherein ablehnen würden, weil sie mit dem blassen, grünhaarigen Schurken etwas ganz anderes assoziieren.

Man möchte ihm einfach sein verrücktes Grinsen aus dem Gesicht prügeln und ihn wieder in Arkham einsperren.

Um dem entgegenzuwirken, haben wir aus John einen wohlmeinenden, aber dennoch gestörten, naiven Menschen gemacht, der sich jetzt außerhalb der Mauern der Irrenanstalt zurechtfinden muss, die über so einen langen Zeitraum sein Zuhause gewesen war. Er versucht, herauszufinden, wie die echte Welt funktioniert – und genau deshalb sucht er immer wieder Rat bei Bruce.

Im Verlauf der Staffel beeinflusst ihr John mit euren Entscheidungen und macht ihn zu der Legende, die wir alle kennen und lieben (oder hassen). Euer Verhalten ihm gegenüber wird seinen Charakter definieren.

Betrachtet ihr John wirklich als Freund oder benutzt ihr ihn nur, um seine kriminellen Freunde zu Fall zu bringen? Wollt ihr, dass er Harleys Herz für sich gewinnt, oder sabotiert ihr seine Beziehung, um für Streit zu sorgen? Er scheint zu euch aufzublicken, aber kann man sich wirklich auf ihn verlassen? Und was hat es mit diesem irren Gekicher auf sich?

Ob John nun unbekümmert die Beerdigung eures Freundes stört, bei einem Kaffee Ratschläge in Liebesdingen von euch einholt, lernt, wie man einen Batarang wirft, oder euch panisch um Hilfe bittet, als er schlussendlich doch komplett den Verstand zu verlieren scheint … ihr habt die Möglichkeit, mit euren Entscheidungen zu bestimmen, zu welchem Joker er am Ende wird.

Batman: The Enemy Within

In der brandneuen, verzweigten finalen Episode spitzt sich die Lage unweigerlich zu.

Euer Verhalten gegenüber John wird letztendlich Konsequenzen haben. Verwandelt sich der eigenwillige Irrenhauspatient in einen Joker, der gegen das Verbrechen kämpft, oder einen Joker, der selbst zum Verbrecher wird? Der Schurken-Joker wird zu Batmans Erzfeind, so wie es jeder erwartet hätte. Die Kameradschaft zwischen Bruce und John, egal ob tiefgreifend oder oberflächlich, existiert nicht mehr und der böse Joker ist so dermaßen wütend über das Ende dieser Freundschaft, dass er seine Wut an Gotham auslässt.

Im Gegensatz dazu ist der Rächer-Joker eine vollkommen neue Variante des altbekannten Charakters. Er will sich mit Batman zusammentun, um der Korruption in Gotham Einhalt zu gebieten, doch wenn man bedenkt, dass er sich oft nicht unter Kontrolle hat, kann das für den Dunklen Ritter ebenso viele Probleme verursachen, wie dadurch gelöst werden.

Ich will nicht noch mehr über die Story verraten, bevor ihr die Episode nicht selbst durchspielen konntet, aber egal, für welche Richtung ihr euch entscheidet, ihr könnt auf jeden Fall ein actiongeladenes, episches Abenteuer voller Überraschungen, herzzerreißender Momente und toller Szenen mit dem Joker erwarten, das der Staffel einen würdigen Abschluss verpasst.

Und wenn ihr durch seid, atmet kurz durch und spielt die andere Variante!

Beide Pfade bieten zusammen satte 3,5 Stunden Spielzeit mit genügend Unterschieden, um diese Episode zur „verzweigtesten” Episode von Telltale zu machen.

Das Skript bei diesem Mammutprojekt beträgt über 4.500 Zeilen. Wenn man die linear aneinanderreihen würde, ergäbe das knapp neun Stunden Fernsehunterhaltung. Ihr werdet also bei eurem ersten Durchgang bei weitem noch nicht alles entdecken. Und glaubt mir – ihr werdet den gesamten Umfang der Geschichte erleben wollen.
Auf welche Version des Jokers seid ihr also mehr gespannt? Verratet es uns unten in den Kommentaren!

0 Kommentare
0 Autorenantworten

Nach 30 Tagen werden keine Kommentare mehr zu Beiträgen veröffentlicht.

Bearbeitungsverlauf