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Das Gamer-ABC – Ausgabe #2: Was Tee und Camping mit Shootern zu tun haben

Die wichtigsten Vokabel aus der Welt der Videospiele!

Daniel Meyer, Contributing Editor:


Willkommen zurück zu unserer zweiten Ausgabe des Gamer-ABCs. Nachdem wir euch in unserer letzten Ausgabe einen allerersten Überblick verschafft haben, möchten wir nun ein wenige spezieller ins Geschehen eintauchen. Entsprechend nehmen wir heute einmal das Shooter-Genre ins Fadenkreuz, welches mit zahlreichen eigenen Vokabeln daherkommt. Also was bedeuten die hier von Spielern verwendeten Begriffe und Abkürzungen, und woher kommen diese überhaupt? Wie klären euch auf!

10 Vokabel die jeder Shooter-Spieler kennen sollte

Aiming, Aimbot & Aim-Assist: Das Aiming hat seine Herkunft im englischen (to aim) und bedeutet „zielen”. Ein Spieler kann so bspw. sein Aiming durch Training verbessern. Das Ziel ist simpel: Nicht nur soll das Ziel öfter getroffen werden, auch ist es oft sinnvoll bestimmte Körperregionen wie den Kopf zu erwischen.

Der Aimbot hingegen ist eine programmierte Lösung, welche dem Spieler das Zielen abnimmt. Aimbots sind meist so programmiert, dass sie nicht nur ohne das Zutun des Spielers das Ziel ins Fadenkreuz rücken, sondern auch gewisse Körperzonen wie den Kopf anvisieren. Aimbots genießen besonders auf PC einen schlechten Ruf, da hier deren Einsatz für Cheater meist einfacher ist, als auf Konsolen.

Aim-Assist hingegen ist ein Feature, das besonders gerne bei Shootern auf Konsolen Einsatz findet, hier wird beim Zielen sanft auf die Ziele in unmittelbarer Umgebung des Fadenkreuzes korrigiert, was besonders unerfahrenen Spielern zu Gute kommt. Spieler die besonders gut mit dem Controller zielen können, schalten diese Feature meist jedoch ab, um volle Kontrolle darüber zu haben, wie sich ihr Fadenkreuz verhält!


KD: Die KD wird auch als KD-ratio bezeichnet und steht für Kill Deaths. Sie kommt insbesondere bei Shootern zum Einsatz und gibt das Verhältnis zwischen eigenen Tötungen und der Häufigkeit des eigenen Ablebens in einem bestimmten Zeitraum an. Je höher die KD, umso besser ist oftmals ein Spieler – zumindest was das Ausschalten gegnerischer Spieler angeht. Da für den Ausgang einer Spielrunde oft nicht nur Tötungen ausschlaggebend sind, ist die KD mit Vorsicht zu genießen.


FPS: Mit FPS wird das Genre „First Person Shooter” abgekürzt, auch Ego-Shooter genannt. Dabei handelt es sich um Spiele, bei denen der Spieler aus der Ich-Perspektive des Charakters agiert, also die Welt mit wortwörtlich dessen Augen erblickt. Die ersten Spiele des FPS-Genres reichen übrigens in die Jahre 1973 und 1974 zurück. Hier wurden mit Maze War und Spasim die ersten beiden Spiele dieser Art veröffentlicht – damals noch für Großrechner.


TPS: Beim Third Person Shooter (TPS) wird in der Regel der Charakter des Spielers auf dem Bildschirm dargestellt. Der Blickwinkel wird hier meist via einer Verfolgerkamera umgesetzt (Sicht aus der dritten Person), sodass der Spieler meist den Rücken der Spielfigur und die vor diesem befindliche Umgebung im Blickwinkel hat. Der Ursprung dieses Genres liegt zudem auf Action-Adventure wie Alone in the Dark. Hier hat man versucht Grafikadventures auf eine 3D-Engine umzusetzen. Ein populäres Beispiel ist momentan Fortnite von Epic Games.


Camper: Ähnlich wie im realen Leben, ist der Begriff auf Spieler zurückzuführen, die im übertragenen Sinne ein Lager aufschlagen. Insbesondere bei nicht taktikintensiven Shootern ist dieses Verhalten verpönt, da dies nicht nur den Spielfluss hemmt, sondern auch oft unfair ist. Ein Camper verbleibt über einen längeren Zeitraum an einer geschützten oder schwer einsehbaren Stelle und wartet darauf, dass Gegner in Reichweite kommen. Dies kann genutzt werden um ganze Passagen zu dominieren oder um hinterhältig hinter Ecken oder Türen auf leichte Opfer zu lauern. Campen bringt einen spielerischen Vorteil, doch speziell bei dynamischen Shootern ist es nicht sonderlich förderlich.


Teabagging: Das Teabagging gehört zu den unsportlichsten Gesten, die ein Spieler gegenüber einem von ihn besiegten Gegner durchführen kann. Dabei positioniert sich der Spieler über den Körper des Besiegten und drückt mehrfach wiederholt den Button fürs Hocken. Entsprechend wird diese Vorgehensweise als sehr obszön, abwertend und entsprechend unsportlich wahrgenommen.


Frag: Der Frag ist eine alternative Bezeichnung für das Besiegen von Gegnern, insbesondere bei Shootern. Zurückzuführen ist der Frag auf den Vietnam-Krieg. Hier wurden Splittergranaten (engl.: Fragmentation-Grenades) genutzt um inkompetente oder unliebsame Vorgesetzte auszuschalten. Die Schuld wurde auf Feindbeschuss geschoben und dieser Akt selbst wurde als Fragging bezeichnet.


HUD: Das HUD (head-up display) ist eine Statusanzeige, die dem Spieler zahlreiche Zusatzinformationen anbietet. Am Beispiel von Shootern zählen dazu eine Mini-Map, ein Radar, eine Lebensanzeige, das Inventar und ähnliche weitere Anzeigen.


KS: Das „Kill Stealing” ist, wie der Begriff es schon impliziert, der Diebstahl eines Kills. Dieser tritt insbesondere dann auf, wenn ein Spieler viel Mühe in das Besiegen eines Gegners gesteckt hat, und dieser von einem anderen Spieler im letzten Moment erledigt wird.

Eine andere, meist scherzhafte Auslegung der Abkürzung ist “Kill Secure” – also den Abschuss sicher.


Lag/lagging: Englisch für „Verzögerung/verzögern” ist die zeitliche Diskrepanz zwischen der Eingabe des Spielers und des Ausführens der Aktion selbst. Diese Verzögerung kann durch unterschiedliche Aspekte erhöht werden, wozu bspw. die räumliche Nähe zum Spielserver, die Leistung der eigenen Internetleitung und auch andere aktuell laufende Prozesse (Download, andere Verbindungen,…) zählen können.


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