In Everybody’s Golf macht ihr Urlaub von anderen Videospielen

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In Everybody’s Golf macht ihr Urlaub von anderen Videospielen

Spaßig und doch verdammt entspannend!

Daniel Meyer, freier Redakteur:


Wenn wir uns die Spielehighlights des Jahres 2017 ansehen, dann werden wir mit Action- und Rollenspielen in Massen verwöhnt. Everybody’s Golf aus dem Hause des japanischen Entwicklers Clap Hanz mag zwar zunächst ruhiger klingen, doch wurde erst einmal Hand angelegt, so möchte man das Gamepad kaum wieder weglegen. Manchmal sind es einfach die unscheinbaren Spiele, die es faustdick hinter den Ohren haben!

Leichter Einstieg und doch schwer zu meistern

Mit Everybody’s Golf blicken wir tatsächlich auf eine lang etablierte Serie zurück, die 1997 auf der ersten PlayStation ihr Debüt feierte und seither zahlreiche Ableger auf den Markt gebracht hat. Der neueste Teil der Serie besticht dabei wie schon die Vorgänger mit seiner zugänglichen Handhabung, sodass ihr direkt zum Beginn direkt an die Hand genommen und an den Sport herangeführt werdet. Das Gameplay fällt dabei auch sehr intuitiv aus, denn der Fokus liegt klar auf der „Drücke 3-mal den X-Button“-Mechanik. Durch das erstmalige Drücken wird die Abschlagsequenz initiiert und ein kleiner Balken rast eine Power-Leiste entlang. Beim zweiten Drücken legt ihr hier die Schlagkraft fest und zuletzt gilt es nur noch möglichst präzise den Startbereich der Leiste zu treffen.

Mit dieser Mechanik legt ihr also nicht nur fest, mit welcher Wucht euer Golfball über den Platz befördert werden soll, sondern auch wie präzise ihr diesen mit eurem Schläger trefft. Sollte euer Timing schlecht ausfallen, so kann der Ball im Flug deutlich abdriften und mit Pech sogar in Hindernissen wie Bäumen, Gewässern oder Sandgruben landen. Solltet ihr einen Schlag gänzlich verhauen, kann es sogar passieren, dass der Ball hinter euch landet. Aber keine Sorge, allzu schwierig fällt diese Mechanik nicht aus. Das wahrlich schwierige ist hier eine konstant gute Leistung zu zeigen, insbesondere wenn es darum geht, mit möglichst wenigen Schlägen einzulochen.

Eine besondere Mechanik in Everybody’s Golf lässt sich zudem im Fähigkeiten-System wiederfinden. Wenn ihr eure Schläge besonders präzise ausführt oder es beispielsweise schafft mit eurem Ball sehr nah am Loch zu landen, dann erhaltet ihr nicht nur eine gute Wertung innerhalb eines Turniers, auch werden auf diese Weise eure Fähigkeiten aufgelevelt. Jeder Schläger verfügt über ein eigenes Levelsystem, sodass ihr mit dem Erreichen einer höheren Stufe beispielsweise die Schlagweite des jeweiligen Schlägers aufbessern könnt.

Finde deinen eigenen Happy Place

In Everybody’s Golf könnt ihr euch zurücklehnen und prächtig entspannen. Das beginnt beim sehr hellen vom farbenfrohen Design der Kurse und reicht über die sehr stressfreien Golfpartien, in denen hier mit anderen Golfern simultan abschlagt, bis hin zu dem sehr angenehmen Soundtrack. Unterstrichen wird die Präsentation nur noch durch die Charaktere des Spiels, die mit ihrem comicartigen Aussehen und quietschtigem Verhalten ein Stück Verspieltheit in die Spielerfahrung hineinbringen.

Auf die Charaktere des Spiels wurde übrigens ein ganz besonderer Fokus gesetzt. Das äußert sich beim sehr umfangreichen Charakter-Editor und auch im Shop des Spiels. Durch das Absolvieren von Turnieren könnt ihr Goldmünzen verdienen, die es im Shop auszugeben gilt. Hier gibt es neues Zubehör und auch Kleidung und Frisuren zu kaufen, mit denen ihr euren Charakter weiter individualisieren könnt, um speziell online als Blickfang auftreten zu können.

In Offline-Turnieren könnt ihr sowohl euren Level verbessern als auch gegen ganz besondere Gegner in 1v1-Partien antreten. Besiegt ihr diese, könnt ihr deren Outfits und Emotes gewinnen. Der Online-Modus hingegen kommt als eine Art Open-World-Social-Plattform daher. Auf einem frei begehbaren Golfplatz könnt ihr hier auf andere Spieler treffen, via Emotes miteinander kommunizieren und mit diesen auch einige Abschläge spielen. Dabei bleibt es euch überlassen, wie lange oder wie oft ihr ein bestimmtes Loch spielen wollt, denn vielleicht habt ihr es ja auf die Ranglisten abgesehen und wollt unbedingt im Rampenlicht stehen!

Abgesehen von der Open World-Variante im Online-Bereich könnt ihr euch auch noch auf den Turf War-Modus freuen, der ein Hauch stressiger daherkommt. In verschiedenen Gruppen tretet ihr gegeneinander an, allerdings mit einer knallharten Zeitbegrenzung. Entsprechend werdet ihr förmlich über den Golfplatz von Loch zu Loch gehetzt und müsst dabei auch noch versuchen, die höchstmöglichen Punkte zu erzielen. Ein interessanter Modus, der ohne Frage für etwas Abwechslung in dem sonst so entspannten Spiel sorgt.

Lust auf etwas Abwechslung vom sonst von Action „geplagten“ Gaming-Alltag? In Everybody’s Golf könnt ihr nun hervorragend entspannen, denn der Titel ist ab sofort im PlayStation Store zum Preis von 39,99 Euro erhältlich!

Kommentare sind geschlossen.

3 Kommentare

  • Happy Place 🙂

    Da mögen wir wohl den selben Film!

  • Habs mir geholt, da ich solche „Casual“-Golfspiele seit jeher mag. Freu mich schon auf die erste Spielsession 🙂

  • Es gibt ja Leute, die fragen: „Gibt es nur 5 Maps?“

    Es sind insgesamt: 

    1. Eagle City Golf Club (Out / In)

    2. Alpina Forest Golf Course (Out / In)

    3. Kanaloa Beach Golf Resort (Out / In)

    4. Vortex Valley Golf Course (Out / In)

    5. Imperial Garden (Out / In)

    6. Green Country Club ([B]DLC[/B]) (Out / In)

    7. Balata Country Club (DLC) (Out / In) 

    Wenn man so will, sind es insgesamt 14 (!) Variationen… 😉  Also mir reicht das vollkommen! Die Kurse sind derartig unterschiedlich und abwechslungsreich, dass es eine Freude ist…Masse ist nicht gleich Klasse…Lieber wenige GUTE Maps, als unzählige Schlechte… Und – ist Euch ‚mal aufgefallen, dass die beiden Strecken-Variationen (der „gleichen Gegend“) nicht nur gespiegelt oder so sind, sondern dass der komplette Aufbau ein anderer ist? So z.B. beim Eagle City Golf Club – da ist der „Eingangsbereich“ (Spawnpunkt) total anders – es ist viel hügeliger, die kleinen Teiche haben andere Formen, die „Straßen“ verlaufen anders, die Vegetation und die Bäume sind anders platziert…Es werden zwar wohl die gleichen Texturen und „Grundbausteine“ benutzt, es sieht ähnlich aus – spielt sich aber total anders, weil natürlich auch die Löcher anders verteilt sind… 😀