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Erforscht die verlassene Stadt Pripyat in der kommenden PS VR-Erfahrung Chernobyl VR

Interaktives Erforschen – das Resultat von Multiple Sight Scans

Dawid Biegun:


Heute kündigen wir Chernobyl VR Project an, eine interaktive Reise zur verlassenen Stadt Pripyat und und dem Kernkraftwerk, das bald auf PlayStation VR verfügbar sein wird.

Das Desaster im Kernkraftwerk Tschernobyl ist eine der größten Tragödien unserer Zeit. Am 26. April 1986 kam es zur katastrophalen Überhitzung im 4. Block des Reaktors.

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Unser Titel verwendet starke interaktive Erfahrungen, die nur in Gaming-Medien zur Verfügung stehen und kombiniert sie mit Educational Software, um diese einzigartige Erfahrung zu erschaffen. Sie ermöglicht es, das Ereignis anhand der Geschichten von Menschen, die vor und nach der Tragödie dort gelebt haben, zu verstehen. Chernobyl VR Project wurde durch die Kombination von vielen 360 Filmen, Panoramen, 3D-Scanning von Locations und Gebäuden, 360 Fotografie, stereoskopischen Videos und vielem mehr geschaffen. Das Ergebnis ist eine visuelle Tour um Tschernobyl und die Gegend um Pripyat.

Unsere Entwicklung fokussierte sich auf die Geschichte und wie es war, tatsächlich dort gewesen zu sein. Daher ist eure Erfahrung lehrreicher als nur simples Sightseeing; ihr werdet zum 26. April 1986 zurücktransportiert und lernt Geschichten von Bewohnern und Arbeitern von Tschernobyl kennen.

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Wir scannten und filmten viele Gegenden in Tschernobyl, besonders die best bekannten Orte wie das Kernkraftwerk selbst, die Duga Radar, den Vergnügungspark, das „Azure”-Schwimmbad. Doch wir legten auch Wert darauf, die weniger bekannten Orte zu dokumentieren – Volksschule Nr. 3, das Krankenhaus, Wohnungen oder der Schrottplatz, an dem jetzt hunderte von Vehikeln, die in Rettungseinsätzen verwendet wurden, vor sich hin rotten.

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Die Chernobyl Exclusion Zone, eine Fülle an verlassenen Gebäuden, birgt an jeder Ecke neue Geschichten. Ihr könnt während der Evakuierung zurückgelassene Alltagsgegenstände finden, da den Leuten gesagt wurde, dass es nur für ein paar Tage wäre. Als wir 30 Jahre später die Zone erkundeten, sahen wir von der Zeit unberührte Räume – als wäre die Zeit eingefroren.

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Die Gegend so sorgfältig zu dokumentieren, barg so manche Risiken: Trümmer wurden vom starken Wind herunter geweht. Einer unsere Kameramänner fiel in ein zwei Meter tiefes Loch. Ein Geigerzähler war unser ständiger Begleiter, um sicherzustellen, dass wir die am stärksten verseuchten Gebiete mieden.

Aber wir entschlossen uns, alles einzufangen, was nur irgendwie möglich war. Der Ort ist weiterhin dem Verfall geweiht und wird irgendwann nicht mehr existieren. Ein VR-Dokument wird es uns ermöglichen, ihn und die Geschichten der Menschen, die dort lebten, nie zu vergessen.

1 Kommentare
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Großartig! Dafür ist VR u.a. gemacht. Ich ziehe außerdem meinen Hut vor den Entwicklern für die Risiken, welche sie für die Erstellung eingegangen sind 😮

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