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PlayStation Masters-Topspieler gibt Starthilfe zu Rocket League

Nicht durch die Qualifier geschafft? Mit diesen Tipps und Tricks seid ihr bereit fürs nächste Turnier!

Am 29. – 30. Juli stehen die PlayStation Masters in Krefeld an und viele fragen sich, ob man das Zeug hat ganz oben mitzuspielen. Andere hingegen hatten bisher kaum Berührungspunkte mit dem Thema eSports und sind sich unsicher, trotz jahrelangem Spielen, ob es am Ende reicht, um zu den Besten zu gehören. Einige sind vielleicht neu dabei und haben bisher kaum bis wenig Spielerfahrung sammeln können, weshalb im folgenden Spieler gefragt wurden, die bereits jahrelange eSports Erfahrung mitbringen, was es anfangs braucht, um einen guten Einstieg zu schaffen.

Was benötigt es auf höchstem Level Rocket League zu spielen?

Vel, Spieler für Team Firewall und Teilnehmer der PlayStation Masters Sommer Ende Juli hat folgende Tipps für alle Rocket League Spieler:

1. Die Autowahl

Bevor wir uns auf das Spielfeld von Rocket League begeben, sollten wir einen Blick in die Garage werfen und uns über die Unterschiede der Autos bewusst werden. Jedes Auto hat seine eigene Hitbox und Wenderadius. Manche Autos haben auch denselben wie andere.

Im competetiven Bereich wird vor allem der Octane sehr oft gespielt, da dieser durch eine hohe Hitbox perfekte Voraussetzungen für Dribblings und sogenannte 50-50’s hat (“Zweikämpfe”).
Manche Spieler nutzen den mit einer flacheren, aber dafür längeren Hitbox ausgestatteten Dominus oder das Batmobil. Diese längliche Hitbox macht gerade Flicks (Ein Frontflip während man den Ball auf dem Auto hat, um den Gegenspieler zu überspielen) sowie starke Schüsse einfacher. Letztendlich müsst ihr euch jedoch mit dem Auto eurer Wahl wohl fühlen und zurecht kommen.

Vel im PlayStation Masters Qualifier #1 mit einem sehenswerten Treffer

2. Kamerasettings

Bevor wir nun aber endgültig auf den Rasen fahren, begeben wir uns noch in die Einstellungen und gucken uns die Kameraeinstellungen an. Es empfiehlt sich das Kamerawackeln zu deaktivieren und die Kamera Starrheit zu erhöhen, da so die Ansicht ruhiger bleibt und der Abstand der Kamera zum Auto kaum variiert. Dies ermöglicht ein einfacheres Einschätzen der Abstände zwischen Ball, Auto und Kameraansicht.

Ebenso kann man die FOV, Höhe, sowie Kameraabstand erhöhen um ein größeres Sichtfeld zu bekommen. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass die Kamera nicht zu weit vom Auto entfernt ist, da es sonst wiederum schwieriger ist den Abstand zwischen Ball und Auto einzuschätzen. Dadurch könnte ebenso die Schussgenauigkeit beeinträchtigt werden. Letztendlich gilt auch hier wieder: Ihr müsst euch mit den Kameraeinstellungen wohl fühlen. Bedenkt ebenso, dass man sich an andere Settings wieder gewöhnen muss bevor man mit diesen gut umgehen kann.

3. Ground und Aerialtraining

So, nun geht es endlich auf den Rasen! (Jedoch nicht in’s Spiel sondern erst in’s Training) Der Weg zum Erfolg in Rocket League besteht aus 2 Teilen: Mechaniken des Spiels und Taktik.

Auf die Mechaniken werden wir uns nun fokussieren. Diese kann man grob in Aerial und Groundplay unterteilen. Wenn ihr eure Ballkontrolle verbessern wollt bietet sich hier das freie Training an, welches man auch zwischen Spielen machen kann. Versucht z.B. den Ball ganz nah an eurem Auto zu behalten oder den Ball auf eurem Dach zu balancieren, so dass er nicht den Boden berührt. Das ganze könnt ihr z.B. mit einem Schuss oder Flick auf’s Tor beenden.

Ein weiteres gutes Training für die Ballkontrolle ist das schwere Aerial Training. Jetzt fragt ihr euch sicher: Was hat das Aerial Training mit dribbeln zu tun?

Hierbei geht es darum den auf euch zu fliegenden Ball nicht entgegen zu fliegen, sondern auf dem Boden “aufzufangen”. Mit ein bisschen Übung wird es euch gelingen den Ball direkt neben oder vor euer Auto zu legen um den Ball direkt weiterzudribbeln.

Für Aerials eignen sich natürlich die Aerial Trainings mit seinen verschiedenen Schwierigkeitsstufen, aber es gibt ebenso in der Sektion “Custom-Training” viele Trainings Packs aus der Community wo ihr lernen könnt präzise und starke Aerials zu machen.

Letztendlich braucht es eine Menge Übung und viel Spielpraxis um eure mechanischen Fähigkeiten zu verbessern, aber es lohnt sich!

4. Rotation / Positioning / Teamplay

Nachdem wir jetzt gut auf unser erstes Match vorbereitet sind, werden wir uns die Taktik auf dem Feld etwas genauer angucken. Hierbei werde ich mich auf den für die meisten Turniere relevanten Modus 3 gegen 3 – “Standard” beziehen. Wie der Name schon sagt, gibt es 2 Teams mit je 3 Spielern. Aber wie koordiniert man nun das Spiel?

Am einfachsten ist dies, wenn ihr mit Freunden zusammen spielt und am besten sogar währenddessen z.B. über Teamspeak oder Discord kommuniziert. Während des Spiels sind die Spieler wie in einem Dreieck positioniert, welches immer im Kreis rotiert. Dadurch haben die Spieler genug Abstand für Teamplays/Pässe und man ist besser positioniert um Mitspielern zu helfen. In dem Dreieck gibt es nun verschiedene Rollen:

Passgeber/Playmaker: Du bist der erste am Ball und hast die Entscheidung was als nächstes passiert. Du kannst versuchen das Gegnerteam alleine auseinander zu nehmen, deinem Mitspieler zu passen, oder den Ball dem Gegner zu übergeben da du verwirrt bist.

Striker: Du bist (hoffentlich) in der besten Position um den Ball zu verarbeiten nachdem der Playmaker entschieden hat, was er mit dem Ball denn gerne machen möchte. Der Striker muss natürlich nicht zwingend auf das Tor schießen. So könnte er den Ball ebenso nochmal zum dritten Spieler passen oder über das Tor der Gegner legen.

Letzter Mann: Du bist der Spieler, der den kompletten Überblick hat. Du siehst den Ball, deine Mitspieler und die Gegner. Mit den Informationen solltest du z.B. Calls machen und dich so positionieren, dass du deinen Mitspielern bestmöglichst helfen kannst. Ebenso musst du auf einen weiten Clear des gegnerischen Teams vorbereitet sein.

Da wir dieses Dreieck in einer Rotation spielen werden, hat jeder Spieler KEINE eigene Rolle. Das Dreieck rotiert um seine eigene Achse und so verändern sich je nach Position die Rollen der Spieler. Diese Rotation gibt es auch in der Defensive. So ist sichergestellt, dass sich zu jedem Zeitpunkt genau ein Spieler im Tor befindet, einer den Ball contested und der dritte als “Last Man” die Rotation am Leben erhält, indem er den Kreis schließt.


Vielen Dank an Vel für die Tipps und Tricks. Wenn ihr nun einige der Tipps erfolgreich umsetzen könnt, sehen wir dich eventuell eines Tages als Spieler bei den PlayStation Masters. Vergesst jedoch nie, dass der Spaß am Spiel an vorderster Stellen stehen muss.

vel streamt regelmäßig auf seinem Twitch Kanal und ist auf Youtube. Schaut vorbei und meldet euch bei ihm, wenn ihr noch weitere Fragen habt oder gutes Gameplay sehen möchtest.

Du willst auch Teil der deutschen eSports Community werden? Dann besuche die PlayStation LIGA und spiele mit anderen deutschen Spielern in deinem Lieblingsspiel.

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