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PlayStation Masters-Topspieler gibt Starthilfe zu Rainbow Six: Siege

Nicht durch die Qualifier geschafft? Mit diesen Tipps und Tricks seid ihr bereit fürs nächste Turnier!

Am 29. – 30. Juli stehen die PlayStation Masters in Krefeld an und viele fragen sich, ob man das Zeug hat ganz oben mitzuspielen. Andere hingegen hatten bisher kaum Berührungspunkte mit dem Thema eSports und sind sich unsicher, trotz jahrelangem Spielen, ob es am Ende reicht, um zu den Besten zu gehören. Einige sind vielleicht neu dabei und haben bisher kaum bis wenig Spielerfahrung sammeln können, weshalb im folgenden Spieler gefragt wurden, die bereits jahrelange eSports Erfahrung mitbringen, was es anfangs braucht, um einen guten Einstieg zu schaffen.

Was benötigt es auf höchstem Level Rainbow Six: Siege zu spielen?

Ubisoft®’s Tom Clancy’s Rainbow Six® Siege ist momentan einer der meist gefragtesten Shooter auf der PlayStation 4. Für viele Anfänger ist es jedoch schwer einen Einstieg in Shooter zu finden. Egal ob im eSport oder nur beim Zocken mit den Freunden. Ubisoft’s Game-Reihe steht seit jeher für schnelle Action und taktische, sowie strategische Herausforderungen.

Gerade die taktischen Möglichkeiten verlangen dem Spieler einiges an Kreativität und Spielverständnis ab. Damit sich auch Anfänger besser in Rainbow Six: Siege zurechtfinden können und nicht nur die Hardcore Spieler am Ende des Tages die Sieger sind, hat Eric “Reaper” N. vom Team 1UPeSport einige Tipps für euch parat.

1. “Headshots first”

Headshots sind gerade in Rainbow Six: Siege von essentieller Bedeutung. Denn ganz gleich welches Kaliber den Kopf eines Spielers trifft, es endet immer in einem sofortigen Tod. Getreu dem Motto: „One Shot, One Kill”. Das Fadenkreuz sollte immer auf der Höhe des Kopfes und in die Richtung, wo am wahrscheinlichsten ein Gegner ist zielen. Falls ihr dabei Probleme habt, spielt Terroristenjagd und macht Headshots, ohne den rechten Stick nach oben oder unten zu bewegen. So bekommt man ein Gefühl dafür auf welcher Höhe sich die Köpfe der Gegner befinden. Probiert dabei ruhig unterschiedliche Controller-Empfindlichkeiten aus, denn im Gegensatz zu anderen Shootern verlangt euch Rainbow Six: Siege weit mehr ab als nur Anvisieren und Schießen. Die Flexibilität einer hohen Empfindlichkeit fühlt sich zwar gut an, bringt einem aber herzlich wenig, wenn man dann nicht mehr in der Lage ist die, in Siege so wichtigen, Headshots zu treffen. Generell ist es sehr schwierig gutes Aim mit einem Kontroller zu haben, deshalb sind gerade für Spieler mit ungeübten Aim niedrige Empfindlichkeiten besser geeignet.

2. Kenntnisse

Kenntnisse über die Spielmechanik, sowie Maps und Spielmodi sind ein weiterer wichtiger Grundstein für erfolgreiche Runden. Besonders Anfänger, aber auch Fortgeschrittene nutzen nicht alle Möglichkeiten aus, die ihnen Siege bietet. Darunter fällt u.a. die Vertikalität, also die Möglichkeit durch Decken und Böden zu schießen, welche oft vernachlässigt wird. Positioniert euch am besten über viel benutzten Eingängen oder dem Objective, zerstört einen kleinen Teil der Decke und legt euch auf die Lauer. Eine Voraussetzung dafür sind natürlich gute Mapkenntnisse, die man sich aber relativ schnell in einem privaten Spiel aneignen kann. Wenn man schon mal dabei ist, kann man sich auch gleich die Positionen der Kameras, oder mögliche Spawn-Peeks anschauen und merken.

3. Drohnen

Essentiell wichtig in Rainbow Six sind die Drohnen. Ihr könnt mit Ihnen nicht nur die Objectives oder Gegner markieren, sondern diese gezielt einsetzen, um Gegner bzw. sogenannte „Roamer” – Gegner die sich außerhalb des Objectives aufhalten, um zu flankieren – zu jagen. Gegner jagen erfordert Teamplay. Besonders wichtig am Anfang ist es eure Drohne nicht zu verlieren während ihr das Objective sucht. Verzichtet darauf das Objective zu markieren und Punkte zu sammeln. Fahrt eure Drohne – sobald das Objective lokalisiert wurde – an die Verbindungswege zum Objective, um „Roamer” frühzeitig ansagen zu können. Ihr könnt eure Drohnen auch als Rückendeckung verwenden. Positioniert die Drohne dazu auf Flankierungswegen hinter euch und lasst einen Teammate (am besten jemand der bereits tot ist) die Kamera steuern.

4. Roamen (jagen)

„Roamen” ist essentieller Teil jeder Verteidigungsstrategie. Dementsprechend hat das Jagen der Roamer auch einen hohen Stellenwert in der Strategie der Angreifer. Schon vor der Runde sollte klar sein, wer die Roamer “ausdrohnt” und wer die Roamer eliminiert. Die Rolle des Zweiten sollten hierbei die übernehmen, die am Aim-stärksten sind und sich im 1-gegen-1 am sichersten fühlen. Sobald die generelle Rollenverteilung klar ist, geht es ans eigentliche jagen. Auf den meisten Maps bietet es sich an das oberste Geschoss zuallererst zu „clearen”. Am wichtigsten ist es, dass von 2 gegenüberliegenden Seiten gleichzeitig Druck aufgebaut wird. So drücken die Angreifer von der einen Seite den Roamer in die Arme der anderen Seite. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass man alle Roamer innerhalb kürzester Zeit nicht nur verscheucht, sondern auch eliminiert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Drohnenfahrer mit ihren Pushern zusammenarbeiten müssen. Konkret bedeutet das, dass es nur Sinn macht einen Raum zu drohnen, wenn ein Pusher in der Nähe ist, der in der Lage ist den Fluchtweg zuzustellen.

5. Kills traden

Kills “traden” bedeutet für euch einen Gegner zu eliminieren, der kurz zuvor einen eurer Teammates ausgeschaltet hat. Um dies zu erreichen solltet ihr möglichst nicht alleine auf die Jagd nach Gegnern gehen. Fixiert man sich zu sehr auf ein Ziel, so tendiert man dazu andere Dinge zu ignorieren oder eben den Gegner hinter der nächsten Ecke zu übersehen, der sich seinerseits freut. Genau diese Gier kann man als Verteidiger ausnutzen, indem man zu zweit „roamt”¹. Um erfolgreich Kills zu traden ist es demnach wichtig nah beieinander zu stehen. Versucht euch auf ein bestimmtes Areal der Map zu konzentrieren und sichert die Wege ab. Sobald euer Teammate stirbt, versucht sofort den Tradekill zu holen, da sich euer Gegner nach einem Gunfight oftmals in der Nachladeanimation befindet und sich nur bedingt wehren kann. Alle genannten Punkte werden exponentiell einfacher und effektiver mit guter Kommunikation. (Mehr dazu in Punkt 8)

6. Operator

Die Klassen in Rainbow Six nennen sich Operator. Jeder Operator hat unterschiedliche Waffen, Ausrüstungen, Verteidigungs-, sowie Schnelligkeitswerte und Spezialfähigkeiten. Bereits vor dem Match sollte man seine Strategie mit seinen Teammates abstimmen, denn der Erfolg hängt im Match auch von den gewählten Optionen ab die einem zur Verfügung stehen. Wichtig hierbei ist, dass jeder Spieler einen Operator spielt mit dem er sich auch wohlfühlt. Operatoren wie Thermite, Hibana und Thatcher – welche sehr wichtig sind um Wände zu öffnen – sollten zum Beispiel immer “drohnen”. Schnelle Operatoren wie Ash oder IQ eignen sich hier besonders gut als “Pusher”. Somit hat jeder Operator seine speziellen Eigenschaften, welche der Spieler natürlich nutzen sollte, um sein Team zu unterstützen.

7. “Play the F***ing Objective”

In Rainbow Six gibt es unterschiedliche Objectives. Ganz gleich ob Bomben, Geiseln oder Gefahrgut, der Hauptfokus sollte immer auf dem Objective liegen. Einen Teil der Vorbereitung für das Stürmen des Objectives nimmt das taktisch und strategisch kluge öffnen von Fenstern, Wänden oder Türen in Anspruch, damit ihr euch zum einen mehr Wege zum Objective eröffnet, als auch die Gegner mehr unter Druck setzt. Andersherum gilt dasselbe für die Verteidiger mit ihrer Ausrüstung und Mapkenntnissen das Objective zu sichern und die Angreifer davon abzuhalten wichtige Wege zu öffnen. Dabei können auch Finten von Vorteil sein, wie das Zerstören von Stacheldraht, obwohl an dieser Stelle kein Zugriff erfolgen soll. In diesem Sinne ist das Zerstören der gegnerischen Ausrüstung (Stacheldraht, Claymore, Jammer, Barrikaden, etc.) besonders wichtig und erleichtert für das gesamte Team das Match. Verteidiger dürfen niemals den Luxus genießen sich auf nur eine Seite konzentrieren zu müssen

8. Kommunikation/Callouts

Kommunikation ist das A und O in Rainbow Six. Einzelspieler ziehen hierbei meistens den Kürzeren. Das gegenseitige Verständnis der Teammitglieder untereinander, sowohl sprachlich als auch persönlich, ist dabei ein großer Vorteil. Doch auch hierbei ist nicht gleich eine 1A Kommunikation gegeben. Die meisten Spieler sind zwar mit den Namen der meisten Räume vertraut, aber bei Callouts für Flure und Treppen bestehen oft Defizite. Besonders schwierig gestaltet sich das benennen von Fluren, da sie meistens keine charakterisierenden Eigenschaften haben. Abhilfe schafft die Form des Flures (Bsp. L oder Z) oder die Farbe der Wände (Bsp. blauer oder weißer Flur). Auch Callouts die sich der Himmelsrichtung bedienen sind oft sehr hilfreich. Besonders wenn man die genaue Position eines Gegners in einem Raum durchgeben möchte (Bsp. „Einer ist Klavierraum Südseite”). Umso besser die Informationsvermittlung, desto besser die Kommunikation.

9. Teamplay

„Last but not Least” der vielleicht wichtigste Punkt im ganzen Spiel: Teamplay! Rainbow Six ist wie bereits erwähnt ein taktisch extrem anspruchsvoller Shooter. Teams die keine entsprechende Kommunikation und Teamplay vorweisen können, werden oftmals mit Niederlagen bestraft. Jeder kann ein toller Einzelspieler sein, jedoch ist Teamplay ein gegenseitiges Geben und Nehmen, um gemeinsam den Sieg zu erringen. Rainbow Six hebt den Spruch: „Alle für Einen und Einer für Alle” auf ein ganz neues Level.


Vielen Dank an Reaper für die Tipps und Tricks. Wenn ihr nun einige der Tipps erfolgreich umsetzen könnt, sehen wir dich eventuell eines Tages als Spieler bei den PlayStation Masters. Vergesst jedoch nie, dass der Spaß am Spiel an vorderster Stellen stehen muss.

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