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Aztez – Blut und Taktik im alten Aztekenreich

In dieser schicken Mischung aus Risiko und 2D-Brawler müsst ihr euer Reich vor dem Zerfall bewahren.

Einer der spannendsten Titel, die wir uns während der E3 ansehen durften, war definitiv Aztez von Team Colorblind. Die fast monochrome Schöpfung entspringt dem Entwicklerduo Ben Ruiz und Matthew Wegner und schickt euch gegen Ende des 15. Jahrhunderts in das Tal von Mexiko, wo eure kleine aber feine aztekische Hochkultur ihrem Ende entgegen steuert.

Davon wissen aber weder sie, noch ihr als Herrscher über das Reich etwas und deshalb heißt es in Aztez: Das Reich mit allen Mitteln vor dem näher rückenden Untergang bewahren!

TITLE

Mit Waffen und Verstand

Die Entwickler setzen dabei auf eine spannende Mischung aus rundenbasiertem Strategiespiel und 2D-Brawler, um sowohl für Abwechslung, als auch Spieltiefe und Wiederspielwert zu sorgen. Jede eurer Runden beginnt auf eurer Übersichtskarte, wo ihr — abhängig von euren rekrutierten Agenten — eine begrenzte Anzahl von Aktionen ausführen könnt.

Der Niedergang des Reiches wird von einem dunklen Schatten dargestellt, der sich immer näher an eure Hauptstadt schiebt. Erreicht er eine Siedlung, sind Aufstände und andere negative Effekte die Folge und nach einer gewissen Zeit sind dieses Gebiet für immer an den Niedergang verloren. Durch geschicktes Taktieren könnt ihr mit diversen Agenten jedoch Aufstände niederschlagen und den Fortschritt des Verfalls für begrenzte Zeit stoppen. Auch der Ausbau und das Management eurer Siedlungen sind wichtig, denn durch sie erhaltet ihr Ressourcen und Gold, mit denen ihr wiederum neuen Agenten anheuern und Spezialgegenstände erwerben könnt, die euren Aktionspielraum während einer Runde vergrößern.

Bereits hier beweist der Titel schon eine Tiefe, die man ihm auf den ersten Blick nicht zutrauen würde und wir fühlen uns an Taktikspiele wie Risiko erinnert. “Wir wollten von Anfang an mehr als nur einen Brawler machen. Versteht uns nicht falsch, wir lieben Brawler über alles und wir haben viel Arbeit darin investiert, diesen Part von Aztez so unterhaltsam wie möglich zu machen, aber wir wollten auch noch das gewisse Etwas liefern,” so Ben Ruiz.

Blut für die Götter

Aber taktieren ist nur die halbe Miete, denn so ein Aufstand schlägt sich nicht von selbst nieder. Nachdem ihr eure Züge geplant habt, müsst ihr euch die Hände auch schmutzig machen und in die Haut der Agenten schlüpfen! Das Spiel wechselt in eine 2D-Brawler-Stage und nun geht es darum, mit euren Waffen und Kombos eure Gegner möglichst blutig auszuschalten. Besonders während diesen Abschnitten glänzt der minimalistische Grafikstil des Titels, denn während die Schwarz/Weiß-Optik eine gutes Basis liefert, bildet das kräftige Rot des vergossenen Blutes einen schicken Kontrast.

“In Sachen Design haben wir uns besondere Mühe mit den Details gegeben. Es gibt über 50 verschiedene Hintergründe, die alle auf echten aztekischen Städten basieren und auch die über 25 Gegnerklassen folgen historischen Archetypen!”

Apropos Blut: Dieses bildet in den actionreichen Missionen eine wichtige Ressource! Auch wenn ihr springen, ausweichen, blocken und kräftig austeilen könnt, braucht es in manchen Situationen einfach mehr als ein normaler Aztekenkrieger leisten kann. Habt ihr im Verlauf der Mission jedoch genügend Blut vergossen, könnt ihr damit mächtige Gottheiten beschwören, die mit vernichtenden Angriffen den ganzen Bildschirm leer räumen!

“Brawler-Enthusiasten wird es übrigens freuen zu hören, dass wir darauf geachtet haben, dass Aztez in flüssigen 60 Frames die Sekunde läuft,” ergänzt Ben Ruiz, während er eine Mission demonstriert.

Er hat uns noch einige spannende Dinge verraten, aber diese solltet ihr im Laufe des Spiels selbst erleben! Nur soviel sei verraten: Wer mutig ist, kann eine ganz neue Karte in der aztekischen Unterwelt erschließen und auch der Einfall der Spanier ist nicht unbedingt das endgültige Ende eures Abenteuers.

Aztez soll noch diesen Sommer für PC erscheinen und kurz darauf soll der Release für PS4 und mit etwas Glück auch PS Vita folgen.

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