Indivisible – Die Geister die ich rief

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Indivisible – Die Geister die ich rief

Das Metroidvania-Plattformer-RPG macht deutliche Fortschritte

Könnt ihr euch noch an den Prototypen von Indivisible erinnern, den ihr euch 2015 via PS4 herunterladen konntet? Obwohl es sich dabei erst um die Alpha-Version des Titels handelte, hatten wir so viel Spaß damit, wie mit manch anderem Vollpreistitel.

Bei der diesjährigen E3 hatten wir die Chance uns mit Peter Bartholow, CEO & Producer, zu treffen, um einen Blick auf eine deutlich fortgeschrittenere Version des Titels zu werfen und fanden es schwierig, uns am Ende der Session vom Controller loszureißen. (Der bewundernde Ausdruck in Peters Augen und die Randbemerkung, dass wir die Demo härter als alle anderen bis jetzt rocken würden, war auch richtig gut fürs Gamer-Ego!)

Aber falls ihr zum ersten Mal etwas von Indivisible hört, kurz zurück auf Anfang!

Ein Mädchen, viele Hirngespinste

Indivisible ist ein Metroidvania-Plattformer-RPG aus der Feder von Lab Zero Games, mit einem starken Fokus auf Entdeckung und natürlich vielen actionreichen Kämpfen, schließlich feierten die Entwickler mit dem Beat’em Up Skull Girls ihren ersten großen Erfolg.

In Indivisible schlüpft ihr in die Rolle der freigeistigen jungen Dame Ajna, die von ihrem Vater am Rande eines entlegenen Dorfes großgezogen wird. Als das Dorf eines Tages zerstört wird, erwacht eine alte Macht in euch und ihr zieht los, um mehr über euch und die Welt, in der ihr lebt, zu erfahren.

Die Macht in Ajna erlaubt es euch, bestimmte Manifestationen, denen ihr auf euren Reisen begegnet, in euch aufzunehmen und zu beschwören, wenn es zum Kampf kommt. Dabei nimmt jeder Charakter der 4-köpfigen Truppe einen Button auf dem Controller ein und mittels Taste + Richtung lasst ihr nach ein wenig Übung vernichtende Combos vom Stapel.

Wenn ihr nicht kämpft, dann erkundet ihr wunderschöne Landschaften, entdeckt Geheimpassagen und findet nützliche Werkzeuge wie eine Axt oder einen Bogen, die euch Zugang zu vorher unerreichbaren Abschnitten gewähren. Und begleitet wird das Ganze durch den eingängigen Soundtrack des legendären Spielkomponisten Hiroki Kikuta.

Deutlicher Fortschritt

Die Version, die wir vor einigen Tagen anspielen konnte, wirkte schon deutlich polierter, als der Prototyp. Unter anderem war bereits ein neues UI inkludiert, sowie mehr Details in den Hintergründen, was die Umgebung deutlicher schicker und lebendiger wirken ließ.

Während bereits im Prototyp die handgezeichneten Animationen exzellent aussahen, legten die Entwickler auch hier noch eine Schippe drauf und haben für viele Charaktere (und auch Feinde!) die Animationen verbessert oder ihnen gleich ein komplett neues Set verpasst, das die unterschiedlichen Persönlichkeiten eurer Truppe noch stärker unterstreicht.

Einige der finalen Änderungen waren in der vorliegenden Version leider noch nicht inkludiert, klingen aber schon jetzt spannend! Bevor der Titel 2018 erscheint, werden viele der Inkarnationen, die Ajna in sich aufnehmen kann, unterschiedlichen Klassen zugewiesen. So wird es unter anderem Heiler, Buffer und Debuffer geben, die die eigene Party unterstützen oder den Gegner schwächen können.

„Wir müssen bei diesen Klassen noch die richtige Balance finden und sehen, welche Mechaniken tatsächlich Spaß machen,“ erklärt uns Bartholow. Wenigstens der erste Heiler, mit dem sie zufriedene sind, hat es ins Spiel geschafft und demonstriert, wie diese Mechaniken aussehen können. So könnt ihr mit euren Aktionspunkten, statt den Gegner anzugreifen, Zutaten für eure Heiltinkturen sammeln — je mehr „Stacks“ ihr damit aufbaut, desto stärker wird die folgende Heilung. Allerdings müsst ihr zuerst wenigstens einmal einen Gegner attackieren, um das Heilgebräu richtig durchzuschütteln!

Wir können das kommende Jahr auf jeden Fall kaum erwarten, wenn wir mit Ajna und ihrer Gruppe von Hirngespinsten auf ein großes Abenteuer gehen dürfen!