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Wie Bravo Team die Online-Koop-Action für PS VR perfektioniert

Lead Designer Keith Linares von Supermassive bespricht mit uns den Einsatz, bevor der Kampf losgeht

Rhys Sutheran, SIEE:

Unter den vielen Spielen, die auf der E3 2017 für PlayStation VR vorgestellt wurden, hat uns Bravo Team mit seiner atemberaubenden Kombination aus Teamtaktik und deckungsbasierter Ego-Shooter-Action umgehauen.

Den Titel anzuspielen war ein mitreißendes Erlebnis. Inmitten rasanter Action müsst ihr euch ducken, ausweichen und durch den Kugelhagel von einem Deckungspunkt zum nächsten sprinten, während ihr unbekannte Angreifer ausschaltet. Das Spiel ist zwar bereits im Einzelspielermodus eine Achterbahnfahrt, aber für die volle Erfahrung solltet ihr euch mit einem Freund zusammentun, der PS VR besitzt.

Lead Game Designer Keith Linares von Supermassive erklärt, wie wichtig das Koop-Element während der gesamten Entwicklung von Bravo Team war:

Kommunikation ist alles

„Der Koop-Faktor spielt bei uns eine zentrale Rolle. Es sollte nicht nur ein Einzelspielertitel mit einem Koop-Modus als Zusatz sein – wir wollten ein Koop-Spiel erschaffen, in dem zwei Personen zusammenarbeiten müssen, um Erfolg zu haben. Die Spieler müssen miteinander kommunizieren und sich gegenseitig auf Gegner aufmerksam machen. Manche Gegner können nur von einem Team aus zwei Personen besiegt werden.”

In dieser intuitiven Erfahrung wird euer Kumpel schnell zu eurem größten Vorteil – und umgekehrt. Da eure Teamkameraden mit dem gesamten Körper in der Spielwelt dargestellt werden, ergeben sich neue taktische Möglichkeiten.

„Euer gesamter Körper wird im Spiel dargestellt”, erklärt Keith. „Ihr könnt euren Mitspieler sehen – wohin er schaut, zielt und feuert. Auf diese Weise könnt ihr euch durch Gesten signalisieren, wo es langgeht und wann ihr angreifen oder in Deckung gehen solltet.”

Geht in Deckung, verschafft euch freie Sicht und bereitet euren Angriff vor

Wenn ihr vor dem gegnerischen Feuer in Deckung geht, wird das Spielerlebnis in Bravo Team sogar noch intensiver. Keith erklärt uns, wie das funktioniert:

„Wir haben ein ziemlich einzigartiges Bewegungssystem für VR. Sucht die Umgebung ab, um euch für eine Route zu entscheiden. Nachdem ihr die unterschiedlichsten Deckungspunkte um euch herum ausfindig gemacht habt, springt die Kamera in eine Außenperspektive, während ihr zur Deckung sprintet. Sobald ihr dort ankommt, wechselt das Geschehen sofort in die Egoperspektive zurück, und die Action kann weitergehen.

Schießt man auf euch, müsst ihr in Deckung gehen. Reicht die Deckung nur bis zur Brust, solltet ihr euch ducken, um euren Kopf zu schützen. Wenn ihr dann glaubt, dass es sicher ist, könnt ihr euch herauswagen und nach Gegnern suchen.

Falls ihr Angst habt, hierbei getroffen zu werden, könnt ihr den Ziel-Controller über die Deckung heben und blind feuern, in der Hoffnung, den Gegner so in Schach zu halten.”

BravoTeam

Wählt eure Waffen weise – und nutzt den PS VR-Ziel-Controller

In solchen Situationen zeigt der PS VR-Ziel-Controller, was in ihm steckt. Die verschiedenen Haupt- und Nebenwaffen werden komplett in der Spielwelt dargestellt. Doch aufgrund eurer begrenzten Bewaffnung hängt der Erfolg erneut davon ab, wie gut ihr euren Angriff plant.

„Die Gefechte mit Schusswaffen spielen in Bravo Team eine zentrale Rolle. Ihr erhaltet eine Vielzahl von Haupt- und Nebenwaffen, die ihr mit dem Ziel-Controller im Spiel bedienen könnt. Sie alle fühlen sich sehr unterschiedlich an und haben verschiedene Eigenschaften.

In Koop-Spielen habt ihr es leichter, wenn ihr taktisch plant und eure Bewaffnung aufeinander abstimmt. So kann zum Beispiel einer von euch dem anderen durch Fernschüsse Deckung geben, während der Andere mit dem Sturmgewehr angreift und sich dabei von Deckung zu Deckung bewegt.

Kommunikation spielt also nicht nur im Kampf, sondern auch in der Vorbereitung eine wichtige Rolle. Ihr solltet wissen, wer welche Aufgabe übernimmt und euch entsprechend ausstatten.”

Seht gemeinsam einer unbekannten Bedrohung ins Auge

Gegen welche Bedrohung genau ihr eigentlich kämpft, ist noch unklar. Auf der E3 zeigt Supermassive den Anfang des Spiels, ein actiongeladenes Feuergefecht auf einer Stadtbrücke voller Fahrzeuge und Deckungspunkte, von denen aus ihr schießen könnt. Keith erzählt noch etwas mehr über den Aufbau und was ihr auf dem Weg durch die Stadt erwarten dürft:

„Zu Beginn des Spiels wisst ihr nur, dass ihr auf einer Eskortmission seid und eine wichtige Persönlichkeit transportiert. Ihr werdet angegriffen. Alles läuft schief, und zunächst müsst ihr nur heil da rauskommen und euch in Sicherheit bringen. Wer hinter dem Angriff steckt und warum ist euch nicht klar, aber während ihr euch durch das Gebiet kämpft, erfahrt ihr nach und nach mehr”.

BravoTeam

Kämpft euch durch eine Stadt in Aufruhr

Der Aufbau dieser Stadt verleiht der andauernden Mission von Bravo Team ein besonderes Maß an Realität:

„Die Handlung spielt sich in einer einzigen Stadt ab”, verrät Keith. „Aber das Interessante ist, dass Bravo Team eine lange, zusammenhängende Reise durch diese Stadt ist. Ihr erlebt verschiedene Viertel, verschiedene Gebäudetypen und erfahrt zunehmend, wie sich die Lage in dieser Stadt entwickelt, die ins Chaos gestürzt wurde.”

Wenn sich der Rest von Bravo Team genauso spielt wie die Kostprobe auf der E3, steht uns zur Veröffentlichung in diesem Jahr ein höllischer Ritt bevor – exklusiv für PS VR.

1 Kommentare
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Also ich bin mal gespannt. Ich konnte mich bisher noch nicht entgueltig fuer die VR entscheiden, da mir die bisherigen Spiele zu bloed waren (Spinnen, Zombies). Ich hoffe es bleibt bei der beschriebenen Taktik und dem “Realismus”…sieht naelich ganz gut aus.

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