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Wie es sich anfühlt, The Elder Scrolls V: Skyrim mit PlayStation VR zu spielen

Unsere ersten Eindrücke der VR-Version von Bethesdas Action-Rollenspiel-Klassikers

Justin Massongill, SIEA:

Bethesda hat beim PlayStation Media Showcase zur E3 2017 einen riesigen Meilenstein der RPG-Welt angekündigt: The Elder Scrolls V: Skyrim kommt auf PlayStation VR. Kein Add-On, keine Demo, nicht einfach nur zukünftige Möglichkeiten mit der neuen Hardware: Das komplette Skyrim-Erlebnis ist zur Gänze mit allen beliebten zusätzlichen Inhalten verfügbar.

Ich habe Skyrim VR mit einem Paar PS-Move-Controllern gespielt, aber Bethesda integriert auch DualShock-4-Unterstützung. Jeder Kontroller wird auf eine eurer Hände abgebildet und beide Hände können jeweils ein Schwert, ein Schild oder einen Spruch halten – und beide zusammen Pfeil und Bogen. Angriffe fühlen sich sehr natürlich an und ein einzelner Schwertschlag verursacht beim Gegner erheblichen Schaden im Nahkampf. In der Demo konnte ich leider nicht zustechen – Bethesda konzentriert sich auf schlitzende Bewegungen im Handgemenge.

Ryan und Justin sprechen mit Andrew Scharf von Bethesda darüber, wie das RPG-Wahrzeichen in die virtuelle Realität verfrachtet werden konnte.
 
 

Mit Pfeil und Bogen umzugehen, ist besonders faszinierend. Es ist eine ziemlich direkte Übertragung der Bewegungen: Der Spieler muss die PS-Move-Controller in die richtige Position bringen, um einen Pfeil einzulegen, den rechten Auslöser drücken, den Controller/Pfeil zurückziehen und dann den Auslöser loslassen, damit der Pfeil sich auf seinen aufregenden, brutalen Weg macht. Ich habe keine Zielhilfe gefunden, also brauchte ich ein paar Versuche, um tatsächlich einen Gegner zu treffen. Das hat dann den ersten Treffer aber erst richtig befriedigend gemacht.

Zwischen Realitätsnähe und Bequemlichkeit muss das Team eine gute Balance finden. Darauf legen die Entwickler für Skyrim für PS VR zum Glück auch viel Wert, denn es geht hier immerhin um vielleicht hunderte Spielstunden, in die wir uns wieder fallen lassen können. Während meines Tests habe ich die Bewegungen durch den PS-Move-Button am linken Controller gesteuert – es erscheint eine blaue Kugel, die man innerhalb einiger Schrittweiten bewegen kann. Beim Loslassen teleportiert man an diese neue Stelle.

Wenn man die zwei unteren Knöpfe am rechten PS Move-Controller drückt, sieht man weiter nach links oder rechts. Als ich mich daran einmal gewöhnt hatte, bin ich nur so über Bergpfade und mit Fallen gefüllte Kerker geflitzt. Entgegen meiner Erwartungen habe ich mich damit sogar beweglicher und schneller gefühlt, als bei einer normalen Steuerung. Bethesda wird allerdings auch Möglichkeiten für traditionelle Bewegungsformen einbauen, damit jeder das Spiel an seine Bewegungslust anpassen kann.

Skyrim VRSkyrim VR

 

Die spannendsten Momente in meinem kurzen Test von Skyrim VR waren wohl die, in denen ich aus zwei Händen jeweils einen Spruch abschießen konnte. Weil ich über beide Hände unabhängig volle Kontrolle hatte, konnte ich doppelte Feuersprüche auf meine Gegner loslassen – ein heißer Regen von Gerechtigkeit, der da auf alle niederkam, die sich zu nah an mich heran gewagt hatten. Der Bethesda-Vertreter am Stand hat mein gnadenloses Abfackeln ganzer Kriegslager nur kurz kommentiert: “Man lernt eine Menge über jemanden, wenn man ihm hier beim Spielen zusieht …”

Vielleicht sollte ich da mal drüber nachdenken.

The Elder Scrolls V: Skyrim kommt im November auf PlayStation VR.

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