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Instant-Shooter-Action – Hands-on-Session mit Games of Glory und der Lightbulb Crew

Wir versuchen uns im Unterhaltungssport der fernen Zukunft.

Mal ehrlich, sieht man sich die meisten Zukunftsvisionen an, möchte man nicht unbedingt ein Star der Unterhaltungsindustrie sein. Egal ob der Thunderdome in Mad Max, Arnold Schwarzenegger als Running Man oder japanische Schüler im Battle Royal — die Menge möchte unterhalten werden und Gladiatorenkämpfe verlieren nie ihren Reiz. Das hat sich auch die Lightbulb Crew gedacht und reist mit ihrem kommenden Top-Down-Team-Shooter Games of Glory in eine weit entfernte Zukunft, in der die Geschicke einer ganzen Galaxie mit den Siegen und Niederlagen der Arena verknüpft sind.

Klingt ein wenig nach Story, oder? Gut erkannt, denn die Lightbulb Crew schickt uns nicht einfach in eine Arena, damit wir uns zum Spaß gegenseitig die Rüben wegzublasen; na gut Spaß ist auch ein Grund, aber der kommt automatisch. Unsere schamlose Missachtung jeglicher Ethik begeistert die Massen eines Universums, das sich mit dem Spiel entwickeln soll.

Für Ehre, Ruhm und Einschaltquoten

Wie wir bereits festhielten, kommen Gladiatorenkämpfe nie aus der Mode, allerdings hatten wir deren Werkzeuge — darunter Schwerter, Speere und Streitwägen — bereits zu einer Zeit, als Nachrichtenübertragung noch einen Laufboten oder einen berittenen Kurier benötigte. Die Massen der Zukunft wollen aber mehr und deshalb gibt es in Games of Glory Knarren und Superkräfte!

Damit lässt sich schon was anfangen, denn die Gladiatoren sind nicht irgendwelche dahergelaufenen Adrenalinfreaks, sondern die besten Krieger, die die unterschiedlichen Fraktionen des Spiels aufbringen können. Wird einem Krieger ein Platz in den Spielen angeboten, werden dessen Klone zur Freude der Fans ins Kreuzfeuer geschickt. Die Spiele haben dabei bereits eine dermaßen hohe Popularität erreicht, dass diese Einfluss auf Politik und dergleichen nehmen.

“Wir wollen, dass sich die Welt mit dem Geschehen im Spiel weiterentwickelt. Ein Gladiator beginnt vielleicht für die eine Fraktion, doch z.B. durch bestimmte Ereignisse während der Saison kann sich dessen Loyalität verschieben”, erklärt uns Anders “Asseraj” Larsson, CEO & Mitbegründer der Lightbulb Crew. “Es kann sogar soweit gehen, dass bestimmte Fraktionen zerschlagen werden. Soweit sind wir momentan noch nicht, aber in diese Richtung soll Games of Glory auf die Taten der Spieler reagieren.”

Insta Action statt Langeweile

Man könnte jetzt behaupten, die technische Grundlage des Titels sei nichts Neues und beim ersten kurzen Blick ist man geneigt, dem Assessment zuzustimmen. Es gibt bereits Top-Down-Shooter auf PS4 und MOBAs haben sich auch schon, mehr oder weniger erfolgreich, auf unserer Plattform eingefunden. Das ist den Entwicklern auch bewusst, doch der Ansatz von Games of Glory ist nicht der eines klassischen MOBAs. “Normalerweise sind sich die meisten MOBAs recht ähnlich. Zuerst gibt es eine ausgedehnte Laning-Phase, in der man NPCs zu Hunderten dahinschlachtet und im Optimalfall das Spiel schon für sich entscheidet. Wir finden da das Konzept von Overwatch deutlich unterhaltsamer.”

Und das merken wir, sobald wir das erste Match starten. Keine Minions oder Ahnliches, nachdem wir vor Beginn des Matches unsere Waffen gewählt haben, geht es sofort rund und uns fliegen die Kugeln unserer Gegner um die Ohren, während wir versuchen, die Zonen einzunehmen, um Punkte zu generieren. “Wir haben uns auch sehr bewusst für diese Art des Gameplays entschieden, denn obwohl es ein Team gibt, ist die persönliche Leistung nicht nur äußerst wichtig, sondern auch sehr befriedigend, wenn sie maßgeblich zum Sieg beiträgt”, so Larsson. “Wir wollen mit Games of Glory in diesen sehr kompetitiven Bereich, in dem der Spieler alles geben möchte.”

Gear und Gladiatoren

Apropos Waffenwahl: Games of Glory geht auch in Sachen Ausrüstung einen etwas anderen Weg. Jeder Charakter, egal ob Tank, Assassine, Support etc. kann aus allen verfügbaren Waffen wählen und jeweils eine Haupt- und eine Nahkampfwaffe ins Feld führen. Bereits hier zeigen sich die ersten spannenden Nuancen des Titels. Wählt ihr eine Shotgun seid ihr auf kurze Distanz äußerst gefährlich, vorausgesetzt ihr kauft mit den Punkten, die ihr während dem Match erhaltet, die richtigen Upgrades. Jede Waffe hat neben einem Standardschadensbonus drei Upgrade-Stufen, bei denen ihr jeweils einen von 2 Perks wählen könnt. Hier sind offensive, defensive und Utility-Perks zu finden, mit denen ihr euch entweder der Situation entsprechen anpassen könnt, oder euren Helden noch mehr in eine bestimmte Richtung verbessert.

Klingt jetzt etwas viel auf einmal, aber ein kurzes Beispiel macht das gleich etwas anschaulicher: Für unser erstes Match haben wir uns für einen Support-Charakter entschieden, der sich hinter dem Tank versteckt und pflichtbewusst das Team mit seinen Fähigkeiten heilt. Als Waffe haben wir uns für den Raketenwerfer entschieden, da dieser nicht nur eine gute Reichweite und Flächenschaden bietet, sondern mit einem Upgrade auf eine verlangsamende Zone hinterlässt. Einziger Nachteil: Nach 3 Schüssen müssen wir nachladen. Sollte uns in dieser Zeit jemand zu nahe kommen, wechseln wir einfach schnell auf unsere Schwert, das uns Dank Upgrade-Perk einen Speedboost verpasst, und nehmen die Beine in die Hand.

Aus Sicht des Gegners hat dieser hoffentlich einen Assassinen mitgebracht, der nicht nur viel Schaden mit seinen Skills anrichten kann, sondern auch gezielt wichtige Spieler, wie den Support, ausschaltet. Wie z.B. ein Echsenwesen mit Teleportfähigkeit, das sich schnurstracks durch eine Wand beamt und dem Support eine Schrotflintenladung ins Gesicht ballert. Hier hat man entweder die Möglichkeit mit offensiven Upgrades alles auf eine Karte zu setzen und zu hoffen, dass man die Aktion irgendwie überlebt oder man investiert z.B. in ein defensives Upgrade, das einen Teil des Schadens in ein persönliches Schild verwandelt. Ihr seht, schon auf persönlicher Ebene ist, ohne große Itemflut, bereits ein hohes Maß an Individualität zu erreichen und wir waren erst bei den Waffen.

Die Gladiatoren sind in ihrem Spielstil so einzigartig, wie in ihrem Design. Dabei teilen sie sich nur bestimmte Kriterien, welche sie in die verschiedenen Klassen aufteilen — Tanks haben eine wuchtige Physik und einen stattlichen Hitpointpool, während Scouts sehr schnell und mobil sind. Auch hier gibt es zahllose Möglichkeiten, bestehende Fähigkeiten mit bestimmten Waffenkombis zu ergänzen oder zu verstärken. Wer hier ein balanciertes Team mit überlegten Einzelspielern auf die Beine stellt, hat gute Chancen den Sieg auf den Maps für sich zu beanspruchen.

Punkte und VIPs

Karten wird es übrigens zwei zum Launch des Titels geben, die auch gleich die zwei momentan verfügbaren Modi repräsentieren. Auf Arkashan, der größeren der beiden Maps, gilt es Punkte einzunehmen und zu halten, damit diese den Schild der gegnerischen Basis schwächen. Ist dieser erst überwunden, könnt ihr den Kern direkt angreifen und euch den Sieg holen. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn während ihr eure eingenommenen Punkte verteidigen müsst, wollen auch die gegnerischen Verteidigungstürme auf dem Weg zum Kern demoliert werden, denn diese sind verdammt schmerzhaft.

Auf der kompakteren Map Svandia wird ein Spieler zum VIP erkoren. Den gegnerischen VIP gilt es mit allen Mitteln zu töten, wobei ihr natürlich darauf achten müsst euren eigenen VIP nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen. Besonders in diesem Modus ist ein gut gespielter Assassine Gold wert!

In Sachen Community

Ein kompetitives Game muss natürlich auch dafür sorgen, dass den Spielern die notwendige Infrastruktur geliefert wird und diese kommt in Games of Glory in Form von Teams. Teams sind Zusammenschlüsse von Spielern, die ihrem Team nicht nur eine Identität in Form eines Namens geben können, sondern auch in Form eines Trikots, das per Editor sehr detailliert an die stilistischen Wünsche angepasst werden kann. Wer also den Wunsch danach verspürt, seine Teamfarben in die Schlacht zu führen, wird in Games of Glory seine Freude haben. Doch auch Individualisten kommen auf ihre Kosten, denn im In-game-Shop warten für jeden Helden verschiedene alternative Kostüme und Accessoires (wie z.B. Helme), um für die gewünschte Personalisierung des Lieblingshelden zu sorgen.

Wir kamen jedenfalls in den 3 Stunden mit der Lightbulb Crew voll auf unsere Shooter-Kosten und sind bereits gespannt, wenn der Titel im Laufe der nächsten Monate erscheint und es mehr Spielern erlaubt, sich in der fernen Zukunft einen Namen als galaktischer Gladiator zu machen!

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