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Tim Schafer dringt mit PS VR und Psychonauts in the Rhombus of Ruin in euren Verstand ein

Findet heraus, warum ihr Klopapier ab sofort mit anderen Augen sehen werdet.

Corey Brotherson:

Es ergibt Sinn, dass ein Spiel über Geisteskräfte nicht nur von einem der einfallsreichsten Köpfe der Spielindustrie stammt, sondern dass Psychonauts in the Rhombus of Ruin of Ruin gleichzeitig auch noch ein bewusstseinsveränderndes Virtual-Reality-Abenteuer ist.

PlayStation VR bietet euch die einmalige Gelegenheit, die merkwürdige Welt von Psychonauts auf ganz neue Weise zu betreten … Und das bedeutet, dass ihr es mit der Fantasie von Double Fine-Meisterhirn Tim Schafer zu tun bekommt. Dieses virtuelle Aufeinandertreffen des Verstandes beschäftigt Tim bereits seit einer Weile.

„Bei Spielen geht es darum, dich in eine andere Welt zu entführen, die sich echt anfühlen soll”, sagt Tim. „Und mit VR geschieht das in Sekundenschnelle. Wir dachten, das sei ein guter Ausgangspunkt für das Spiel.”

In Rhombus of Ruin schlüpft ihr in die Rolle des flinken internationalen Geheimagenten und Mediums Raz. Bei dem Titel handelt es sich zwar um ein eigenständiges Abenteuer, zeitlich spielt es jedoch zwischen dem ersten Psychonauts-Titel und dem 2018 erscheinenden Sequel. Um sein Team vor dem mysteriösen Rhombus of Ruin zu retten, nutzt ihr seine Kräfte und reist von Gehirn zu Gehirn. Oh, und haben wir erwähnt, dass Raz … nun ja, bewegungsunfähig ist? Moment – dafür gibt es einen guten Grund …

„Dass Raz das gesamte Spiel über an einen Stuhl gefesselt ist, war eine bewusste Entscheidung hinsichtlich des Game Designs”, erklärt Tim. „Um ehrlich zu sein, muss man mit Bewegung in VR-Spielen sehr vorsichtig umgehen, damit sich die Spieler auch wohlfühlen. Mir wird in VR schon übel, wenn nur ein Hut runterfällt. Im Ernst, lässt mein Charakter den Hut fallen, wird mir schlecht davon. Wenn er ihn dann aufheben muss, wird mir wieder schlecht.”

„Aus diesem Grund könnt ihr die Welt auf anderen Wegen erforschen, nämlich über Raz’ übersinnliche Fähigkeiten und seine Begabung, durch die Augen anderer sehen zu können. Auf diese Weise konnten wir auch mit den Größenverhältnissen spielen, was sich in VR wunderbar anbietet. Man fühlt sich extrem groß oder extrem klein, weil sich nicht nur die eigene Perspektive verändert, sondern auch der gesamte dreidimensionale Raum.”

Gleichwohl werden auch die Fans nicht enttäuscht, die es gewohnt sind, mit Raz durch psychedelische Umgebungen voller verrückter Charaktere zu hüpfen, die aus einem Fiebertraum stammen könnten.

„Da Raz sich nicht bewegt, konnten wir uns ganz den ausdrucksstarken Umgebungen widmen”, meint Tim. „Wir wollten auch den Originalcharakteren gerecht werden. Sie sollten sich so echt wie möglich anfühlen – zumal man ihnen jetzt so nahe kommt wie nie zuvor.”

„Uns war es wichtig, dass sich das Spiel wie ein richtiges Abenteuer anfühlt, und nicht bloß wie eine Virtual-Reality-Demo. Das Spiel wird euch also eine Weile beschäftigen, aber auch bei wiederholten Durchläufen noch Spaß machen.”
Was euch sonst noch zum erneuten Spielen von Rhombus of Ruin verleiten wird? Es ist ein Spiel von Tim Schafer, Double Fine lässt also auch den Humor nicht zu kurz kommen.

„Experimentiert! Werft den Charakteren Dinge an den Kopf”, lacht Tim. „Ich meine, wenn man Batman: Arkham VR spielt, nimmt man auch als erstes ein Bild in die Hand und wirft es Alfred an den Kopf, oder? Ich schnappe mir in Rhombus of Ruin am liebsten einen Jet und ein paar Kissen, um sie den Leuten dann per Telekinese ins Gesicht zu drücken.”

Das Austesten der Grenzen des Spiels mit Raz’ telekinetischen Fähigen hat sich sogar auf die Entwicklung des Spiels ausgewirkt. „Wir waren überrascht, wie sehr die Spieler (und das Entwicklerteam) ihre neuen übersinnlichen Kräfte für alles Mögliche einsetzten, aber eben nicht zum Lösen der Rätsel”, gesteht Projektleiter Chad Dawson lachend.

„Der arme Coach steckt hinten im Jet auf der Toilette fest und bittet den Spieler wiederholt um Klopapier, doch der blödelt lieber herum und versucht die Papierrollen und Kissen auf Lilis Kopf zu stapeln. Selbst wenn die Spieler das Klopapier aufhoben, zündeten sie es mit ihrer Pyro-Fähigkeit lieber an und ärgerten den Coach so nur noch mehr.”

„Schließlich gaben wir nach. Tim schrieb die Dialoge und Witze für all die verrückten Sachen, die die Leute anstellten. Unsere Programmierer statteten die Charaktere mit Kopf- und Augen-Tracking aus, damit sie einem dabei zusehen konnten. Und dank unserer Animatoren kann man nun auch noch das Klopapier wegschleudern.”

„Wer als Raz spielt, der würde wahrscheinlich gegen die Spielregeln verstoßen. Darum gingen wir mit dieser Erwartung an das gesamte Spiel heran.”

Stürzt euch selbst in dieses vergnüglich übersinnliche Chaos, wenn Psychonauts in the Rhombus of Ruin am 21. Februar für PS4 und PS VR erscheint.

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