Rätseln mit Rufus – Deponia angespielt

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Rätseln mit Rufus – Deponia angespielt

Mit durchgeknalltem Humor, knackigen Rätseln und liebevoll gezeichneter Optik feiert Deponia sein Debüt auf der PS4.

Der griesgrämige Rufus will doch eigentlich nur ins sagenhafte Elysium fliehen. Auf dem Weg dorthin gilt es jedoch allerhand Rätsel zu lösen und einer Frau in Not zu helfen. DeponiaJetzt erscheint der moderne Point-and-Click-Klassiker Deponia endlich auch für die PlayStation 4.

Genre:
Point-and-Click mit einer Extra-Portion Humor

Systeme:
PS4

Wer hat’s gemacht?
Die Hamburger Entwickler von Daedalic haben bereits mit Ihrem Erstlingswerk „Edna bricht aus“ bewiesen, dass sie einem totgeglaubten Genre neues Leben einhauchen können. Mit Deponia hat das Kreativteam den Mix aus abgedrehter Story und klassischem Rätselspaß perfektioniert.

Worum geht’s?
Rufus will eigentlich nur von Deponia, der Müllhalde des Universums verschwinden. Dort lebt das übelgelaunte Großmaul mit seiner Exfreundin und träumt von Elysium, einer Stadt die über den Wolken schwebt. Mit einer selbstgebauten Rakete soll es hoch in die besseren Kreise gehen. Aufgrund fehlender Teile gerät der Fluchtplan jedoch schnell zur Misere. Nach einer Bruchlandung auf dem Organon-Kreuzer, einer Art Taxi nach Elysium, trifft er auf die bildhübsche Goal.

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Beide stürzen jedoch vom Kreuzer und Goal fällt ins Koma. Zurück auf Rufus Heimatplaneten Kuvaq, schafft er es sie aufzuwecken. Rufus soll den Verlobten Goals finden und wittert die Chance auf ein besseres Leben. Damit beginnt ein unvorhergesehener Schlamassel aus Verwechslungskomödie und rasanter Verfolgungsjagd.

Wie spielt es sich?
Es ist immer eine Hürde Point-and-Click-Abenteuer für die Konsole zu optimieren, schließlich gibt es kaum ein Genre, dass so darauf ausgelegt ist, es mit der Maus zu spielen. Deponia gelingt der Transfer der intuitiven Steuerung auf dem DualShock jedoch mit Bravour. Mit den Analogsticks steuert ihr Rufus durch die Welt; auf dem Steuerkreuz liegt das Inventar.

Mit den Gegenständen im Inventar gilt es jetzt allerhand zu basteln, um die Story voranzutreiben. Die Rätsel sind dabei sehr einfallsreich, so entsteht schon mal aus Chilipulver und Aufputschmittel ein Espresso. Auch sonst sind die Rätsel knackiger Natur und regen zum Nachdenken und kombinieren an, sind jedoch immer logisch nachvollziehbar.

DeponiaDeponia
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Quickie oder Langzeitbeziehung?
Mit mehr als 10 Stunden Spielspaß ist Deponia die perfekte Wochenendbeziehung. Vor allem gemeinsam, mit heißem Kakao und Kuscheldecke, macht der Rätselspaß gleich doppelt Laune.

Gefällt euch, wenn ihr…
gut gemachte Point-and-Click-Adventure liebt. Wer bereits die Remastered-Versionen von „Day of the Tentacle“ und „Grim Fandango“ bezwungen hat, findet in Deponia neues Rätselfutter.

Deponia

Ideal, um…
die Hektik des Alltags abzuschütteln und in einer Welt mit Rätseln, packender Geschichte und wunderbarem Humor zu versinken.

Besonderheiten:
Hervorzuheben ist vor allem die kreative Meisterleistung vom Deponia-Autor Jan „Poki“ Müller-Michaelis. Neben liebevoll gezeichneter, detailverliebter Optik des Spiels gibt es in den Zwischensequenzen eigens komponierte Rocksongs. Doch vor allem die grandios geschriebenen Dialoge im Zusammenspiel mit der herausragenden Synchronisation verleihen dem Spiel eine einmalige Atmosphäre.

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Können meine Kinder damit spielen:
Die Witze, die Rufus vom Stabel lässt, sind nicht immer für Kinderohren geeignet. Dennoch macht das Rätseln und Knobeln vor allem im Familienverbund Spaß. Das Spiel ist zwar ab 6 Jahren freigegeben, jedoch dürften erst Kinder ab 8 Jahren die Story verstehen.

Womit überrascht Deponia?
Deponia überrascht damit, dass Point-and-Click-Adventures auch in der heutigen Zeit noch bestens funktionieren. Mit einem Gesamtpaket aus tollem Humor, einer super Synchro, grandio geschriebener Story und Dialogen schafft es Deponia selbst Genre-Neulinge vom Hocker zu reißen.