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Die kleinen Details, die The Last Guardian zu etwas ganz Besonderem machen

Während wir das anspielen durften, erzählte uns Fumito Ueda, warum sich das Warten gelohnt hat

Corey Brotherson, SIEE:

Wir wissen, dass ihr schon sehr lange wartet – aber wenn ihr glaubt, dass der Weg bis zur Veröffentlichung von The Last Guardian‘ für euch sehr lang war, denkt auch mal an den Creative Director Fumito Ueda.

„Es gab Zeiten, in denen sogar ich gezweifelt habe, ob das Spiel jemals erscheinen wird”, gesteht Ueda-san. „Ich bin sehr erleichtert, dass das Spiel jetzt fertig ist, und sehr glücklich, dass die Spieler es spielen können. Gleichzeitig kann ich es immer noch nicht fassen, dass es wirklich zu Ende ist.”

Nachdem ich schon ein ganzes Stück von The Last Guardian gespielt habe, kann ich euch versichern, dass dieses Spielerlebnis – passenderweise – Zeit braucht. Da ihr bestimmt schon sehr ungeduldig seid, liegt die Versuchung nahe, dieses Abenteuer-Fest auf einen Schlag zu verschlingen und zwar schneller, als Trico kleine Nahrungskisten verspeist. Aber genau wie vei einem guten Fantasy-Roman werdet ihr viel mehr Freude an dem Spiel haben, wenn ihr den Detailreichtum auf euch wirken lasst.

Behaltet das im Hinterkopf, wenn wir euch nun ein paar kleine Dinge zeigen von einer Welt, die ihr schon bald erleben könnt …

The Last Guardian

1) Das niedlichste Riesen-Haustier der Welt

Es ist unmöglich, nicht die harte Arbeit zu bestaunen, die in Tricos Erscheinungsbild gesteckt wurde. Besonders beeindruckend sind die Textur seiner fellartigen Federn, die sich im Wind bewegen, die Art, wie sie sich zusammenlegen, wenn der Junge nach ihnen greift, und der zarte Aquarell-Stil.

Feine Details helfen dabei, Tricos einschüchternde Größe zu unterstreichen, insbesondere im Gegensatz zur winzigen Statur des Jungen. Wenn Trico sich bewegt, zertrampelt er das Gras und seine nicht gerade majestätischen Sprünge werden häufig von Erdbeben-Effekten begleitet, um sein enormes Gewicht zu verdeutlichen.

Diese Dinge werden gerne als selbstverständlich angesehen, es steckt allerdings viel Arbeit dahinter, damit Trico zu einem Teil der Umgebung wird.

„Es musste einiges berechnet werden, damit sich Trico im Spiel bewegen konnte, und dieser Abschnitt gehörte zu den schwersten während der Entwicklung”, sagt Ueda-san. „Einige Level waren bereits fertiggestellt, bevor Trico fertig entwickelt war, sodass es besonders schwer war, seine Bewegungen abzuschließen und sie dann noch in ein bereits fertiggestelltes Areal einzupflegen.”

2) Die Feinheiten der großen Kreatur

Das Entwicklungsteam hat hervorragende Arbeit geleistet, Tricos beängstigende Statur in Kontrast zu seiner liebenswürdigen und mitfühlenden Natur zu stellen, die euch den flauschigen Katze-Vogel-Hund näher bringen soll. Ihr könnt Trico streicheln, bis er sich hinlegt und seine Augen schließt, dabei schnurrt der DUALSHOCK 4 Wireless-Controller vibrierend, um Tricos Zufriedenheit zu zeigen.

Aber wie jeder intelligente, tierische Weggefährte wird Trico auch abgelenkt und macht nicht immer sofort das, was ihr von ihm wollt. Wenn ihr eine Katze oder einen Hund habt, wisst ihr, welche heiteren Momente in solch einem Fall entstehen, die Devise lautet dann Hartnäckigkeit.

„Besonders wichtig war uns, dass Tricos Bewegungen so natürlich wie möglich aussehen sollten, deswegen haben wir viel Arbeit in die Recherche gesteckt”, sagt Ueda-san. „Wir haben prozedurale Animationen genutzt, sodass alles über ein von uns entwickeltes Programm kontrolliert wurde.

Wenn Trico zum Beispiel ein Objekt auf dem Boden sieht, auf das er nicht treten möchte, umgeht er es oder seine AI entscheidet, dass er sich in eine andere Richtung drehen soll.

Trico besitzt eine Vielzahl von trivialen, kleinen Gesten und Bewegungen, die nett anzusehen sind, zum Bespiel wenn er im Wasser spielt oder sich wie eine Katze streckt. Persönlich ist mir allerdings besonders wichtig, dass die Spieler merken, wenn Trico seinen Kopf bewegt und verschiedene Dinge wahrnimmt. Eigentlich ist es eine ganz alltägliche Bewegung, aber das Team und ich haben hart an dieser Geste gearbeitet und ihn damit zum Leben erweckt.”

The Last Guardian

3) Zum Jungen

Nur weil Trico der Star der Show ist, bedeutet das nicht, dass der zu steuernde Protagonist – der namenlose Junge der Geschichte – nicht detailliert wäre. Es gibt viele kleine Nuancen, die euch den Spieler-Charakter näherbringen und euch in seine gefährliche Reise eintauchen lassen.

Zu Beginn des Spiels findet ihr den tätowierten Jungen, auf mysteriöse Weise verlassen auf dem Grund einer dunklen Hölle ohne erkennbaren Ausgang. Während ihr die Umgebung erkundet, werden die Kleider des Jungen immer schmutziger. Und während sich der Junge seinen Weg hetzend und stolpernd durch das unebene Terrain bahnt, führen tiefe (nicht tödliche) Fälle dazu, dass er für kurze Zeit humpelt und hinkt.

Dazu ist zu sagen, dass einige seiner besten Animationen aus seinen Interaktionen mit Trico resultieren. Ihr werdet jeden kleinen Moment des Jungen spüren, angefangen beim zärtlichen Streicheln der gigantischen Kreatur bis hin zur Haltung seiner Hände, wenn er länger und lauter nach dem weiter entfernten Trico ruft.

The Last Guardian

4) Hilfe ist immer zur Hand – und zur Klaue

Ein anderer geschickter Zug, um euch den Jungen näher zu bringen, ist die Erzählweise, über die wir ja schon gesprochen haben. Wenn ihr euch länger in einem Gebiet aufhaltet, ertönt die Erzählerstimme des Jungen (als Erwachsener) und gibt euch Hinweise, was ihr als Nächstes tun sollt.

Dieses subtile Hilfesystem erstreckt sich auch auf Tricos Verhalten. Manchmal wird er euch dort hinführen, wo ihr als Nächstes hin sollt, oder euch einen Hinweis geben, indem er etwas ständig wiederholt. Das ist eine wirklich wundervolle Technik, die euch nicht nur unterstützt, sondern auch das wachsende Band zwischen euch betont.

Gleichzeitig braucht ihr keine Angst zu haben, schneller als Trico zu sein, wenn ihr den Weg bereits gefunden habt. Trotz seiner Größe wird er euch so gut wie möglich folgen. Und wenn er nicht mit euch kommt, dann wisst ihr, dass er wahrscheinlich eure Hilfe braucht …

The Last Guardian

5) Natur über Nahrung

The Last Guardian ist voller kleiner Feinheiten, die ihr nur wahrnehmen könnt, wenn ihr kurz stoppt und die Umgebung auf euch wirken lasst. Eidechsen krabbeln in den Tempeln, Vögel fliegen in die Weite und bunte Schmetterlinge flattern umher.

Erstaunlicherweise war Ueda-san, als wir ihn zu den Schmetterlingen befragt haben – die häufig ein Sinnbild für die Seele und die Wiedergeburt sind -, sehr schüchtern.

„Ich bin ein sehr visueller Mensch, deswegen ist diese große Menge an Schmetterlingen Teil eines Bildes, das ich im Kopf hatte, um gewisse Szenen ein wenig auffälliger zu machen”, erklärt er. „Aber es gibt noch andere Gründe, warum sie eingebaut wurden. Ich werde allerdings nicht sagen, warum – es ist manchmal besser, in einem Spiel nicht alles zu erklären und Dinge der Fantasie der Spieler zu überlassen …”

The Last Guardian

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