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Wie The Playroom VR seinen Spaßfaktor in die reale Welt überschwingen lässt

Die Darbietung ist Teil des anstehenden Partyspiels von JAPAN Studio

Nicolas Doucet, JAPAN Studio ASOBI! Team:

Hallo nochmal! Ich bin Nicolas Doucet, kreativer Leiter und Produzent von The Playroom VR. Heute möchte ich euch von etwas Unerwartetem berichten, auf das wir beim Experimentieren mit der virtuellen Realität getroffen sind, und das wir ins fertige Spiel übertragen haben: den Aspekt der Performance.

Wie ihr wisst, ist PS VR nicht nur als Einzelspieler-Erfahrung gedacht; es gibt Titel, die den TV-Bildschirm als zweites Display nutzen. Wer über den TV-Bildschirm spielt, kann den VR-Spieler in dessen Welt aus einer komplett anderen Perspektive sehen. In einem früheren Beitrag ging es darum, wie wir das Design dieser VR-Charaktere so gestaltet haben, dass sie auf dem Fernsehbildschirm deutlich präsent sind.

Heute möchte ich einer Beobachtung nachgehen, die wir während des Spielens gemacht haben. Uns fiel auf, dass sich manche Spieler in der Spielwelt anders verhalten, sobald ihnen bewusst wird, dass man sie auf dem TV-Bildschirm beobachtet. Sie übertreiben ihre Körpersprache auf komödiantische Weise.

Da das Tracking des Headsets selbst die kleinsten Kopfbewegungen erfasst und ins Spiel überträgt, kann dies zu den komischsten Situationen führen. In Katz und Maus zum Beispiel schnüffelten einige VR-Spieler hektisch an allerlei Gegenständen im Raum, als wären sie eine verdutzte Katze.

In Monsterflucht könnt ihr den Helden auf dem TV-Bildschirm auf die Pelle rücken, indem ihr einen bedrohlichen Blick hinter ein Gebäude werft und dabei „Kuckuck!” ruft (so könnt ihr übrigens eine Trophäe erhalten). So wird dem Verhalten und den Bewegungen dieser CG-Charaktere eine witzige schauspielerische Dimension hinzugefügt. Der Spieler wird zum Darsteller, zu einer Art Puppenspieler.

The Playroom VRThe Playroom VR

 

Ebenso fiel uns auf, dass die Spieler, die solch eine Performance hinlegen, dazu neigen, jede Menge Geräusche zu machen! Darum haben wir dafür gesorgt, dass das eingebaute Mikrofon unter der Vorderseite des Headsets so genutzt wird, dass die Stimme des VR-Spielers aufgenommen, verzerrt und über den Fernseher auf lustige Weise wiedergegeben werden kann. Dadurch haben wir dem schauspielerischen Aspekt eine auditive Dimension hinzugefügt. Zudem haben wir die Tonhöhe nach oben getrieben, damit die Stimme auch wirklich albern klingt. Zusätzlich sind die Stimme des Spielers und die Mundbewegungen grob synchron zueinander, was ebenfalls für Komik sorgt.

Die faszinierende Schlussfolgerung aus dieser Entdeckung lautet also, dass VR nicht nur eine sehr persönliche, quasi private Immersion bietet, sondern das Herumalbern in der „Verkleidung eines virtuellen Charakters” ebenfalls ein Teil der Immersion ist. Der VR-Spieler und sein VR-Kostüm werden eins, was der Erheiterung des Publikums dient.

The Playroom VR ist ein VR-Party-Spiel, in dem die Performance nicht mehr nur auf die digitale Welt beschränkt ist, sondern sich nun auch auf den realen Raum ausweitet. Liegt darin vielleicht ein Weg, die vierte Wand in zukünftigen Spielen zu durchbrechen?

Legt euch also schauspielerisch ins Zeug, wenn ihr The Playroom VR ausprobiert!

Zögert nicht, uns eure Ideen für witzige Multiplayer-Situationen in VR unten in den Kommentaren mitzuteilen. Vielen Dank fürs Lesen!

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