Veröffentlicht am

Warum die Battlezone-Entwickler den „Vater der VR-Spiele” unbedingt wiedererwecken wollten

Rebellion blickt auf sein Genre definierendes Arcade-Erbe zurück

Und es geht weiter mit unseren PlayStation VR-Wochen. Nach PlayStation VR Worlds, EVE: Valkyrie  und Until Dawn: Rush of Blood  bereits an der Reihe waren, tritt diese Woche Rebellions Arcade-Neuauflage Battlezone ins Rampenlicht. Wir übergeben an Jason von Rebellion…


Jason Kingsley, Rebellion:

Drehen wir die Zeit mal 16 Monate zurück, zur E3 2015 – wir hatten gerade Battlezone für PlayStation VR vorgestellt und es die Rückkehr des „Vaters der VR-Spiele” genannt. War das ein wenig zu übertrieben? Vielleicht …

Dann spulen wir jetzt mal 36 Jahre zurück, zu einer klassischen Spielhalle. Klebrige Teppiche, Brandflecken von Zigaretten an den Automaten und ein Medley aus den Soundeffekten der Spiele. Mein Bruder und ich waren in dieser Halle und spielten das Original-Battlezone. Ich drückte meine Nase direkt gegen den Bildschirm des Automaten, und es fühlte sich wirklich an, als würde ich tatsächlich in dem grünen Vektorpanzer des Spiels sitzen und auf die Gegner schießen.

Das Battlezone aus dem Jahr 1980 hat wirklich versucht, einen in das Spiel eintauchen zu lassen. So sehr, dass es wohl zum ersten Ego-Shooter überhaupt wurde. Vor Battlezone gab es in Spielen keine wirkliche Ego-Perspektive oder Fadenkreuze – vielleicht haben wir also sogar noch untertrieben?

14 Jahre später haben mein Bruder Chris und ich unseren Durchbruchtitel Alien vs. Predator für die Atari Jaguar herausgebracht – ein Ego-Shooter, den es ohne Battlezone vielleicht nicht gegeben hätte. Man kann den Einfluss des Spiels auf das moderne Gaming, und vor allem auf das VR-Gaming, gar nicht wirklich überbewerten.

Battlezone

Wenn ich meinem Ich aus den 1980ern das Battlezone zeigen könnte, das wir entwickelt haben, würde ich mir bestimmt nicht glauben. Aber ich würde mir sagen, dass durch seine Bewunderung des originalen Battlezone unsere Vision Realität geworden ist.
Genau deswegen habe ich mich 2013 plötzlich im Obergeschoss eines ziemlich hohen Gebäudes in New York wiedergefunden, in dem wir auf die Battlezone-IP geboten und sie schließlich erworben haben. Es war wirklich eine Verkettung glücklicher Umstände. Wir hatten die Lizenz für dieses Spiel, das uns als Spielemacher inspiriert hatte, und gleichzeitig entwickelte sich auch das VR-Gaming der nächsten Generation. Es hat einfach Sinn gemacht. Da war das Spiel, das einen in seine Welt ziehen wollte, und jetzt konnten wir dies Wirklichkeit werden lassen.

Seitdem hat sich einiges getan, und jetzt sind Battlezone und PlayStation VR schon fast da. Es ist unglaublich aufregend für uns bei Rebellion, aber mehr auf persönlicher Ebene. Es bedeutet uns sehr viel, Battlezone auf diese Weise zum Leben zu erwecken.

 

Für manche von euch ist dieser Blogpost vielleicht die erste Begegnung mit Battlezone. Wenn dem so ist, habt ihr Glück! Wir werden die ganze Woche lang auf PlayStation.Blog ausführlich über die Details des Spiels reden – darüber, wie es sich anfühlt, die Missionen zu spielen, über die Tiefgründigkeit der Kampagne und über Dinge, die wir bisher noch nicht angekündigt haben!

Also bleibt dran, denn es kommt noch viel, viel mehr. Und wenn ihr noch nicht überzeugt seid, wollen wir euch zeigen, warum ihr euch Battlezone direkt am Tag der Veröffentlichung von PlayStation VR am 13. Oktober kaufen solltet.

Ich habe heute viel darüber gesprochen, was uns zu dem Spiel inspiriert hat, aber ich würde euch gerne noch etwas über den Look von Battlezone erzählen. Falls ihr zu denen gehört, die das Spiel heute zum ersten Mal sehen, kann ich mir vorstellen, dass euch vielleicht der Film Tron in den Sinn kommt (den Vergleich haben wir schon oft gehört!). Aber wusstet ihr, dass Tron in Wirklichkeit von Battlezone inspiriert wurde? Ja, Battlezone war zuerst da!

Battlezone

Mit Battlezone wollten wir etwas erschaffen, das sich wie eine eigene Realität anfühlt, etwas, das sich „virtuell” anfühlt, obwohl es digital ist. Ich glaube, unser Grafikteam hat in der Hinsicht tolle Arbeit geleistet – wir haben so viele unglaubliche Screenshots von dem Spiel, die dem Gefühl, in unserem Panzer zu sitzen und die Wunder unserer retro-futuristischen Welt zu erleben, einfach nicht gerecht werden können.

Für uns ist die Welt des Spiels mehr eine Art digitale „Irrealität”. Wir transportieren euch eher in eine andere Welt, als zu versuchen, das echte Leben nachzubilden – es fühlt sich virtuell und atmosphärisch und dabei trotzdem wie ein Spiel an, genau wie das Original. Wenn ihr Battlezone das erste Mal auf PlayStation VR spielt, überkommt euch hoffentlich das gleiche allumfassende Gefühl wie mich vor 36 Jahren – als ob ihr euch wirklich im mächtigsten Panzer der Galaxie befinden würdet.

 

Vielen Dank fürs Lesen, und wir können es gar nicht erwarten, diese Woche noch mehr zu enthüllen!In der Zwischenzeit könnt ihr battlezone.com besuchen und uns bei Twitter unter @BattlezoneVR und @Rebellion folgen, um mehr Infos zum Spiel zu erhalten.

2 Kommentare
0 Autorenantworten

Mag ja ganz nett sein, aber 60€ scheint mir schon ganz schön überzogen. Aber zum Glück ist ja ein Demo bei der PSVR dabei. Mal sehen ob mich das umstimmen kann.

60€ finde ich tatsächlich auch etwas happig :/
Ich mein wenn das schon so “viel” kostet, auf was für Preise muss ich mich dann bei Robinson: The Journey gefasst machen?

Nach 30 Tagen werden keine Kommentare mehr zu Beiträgen veröffentlicht.

Bearbeitungsverlauf