Ein Wechselbad der Gefühle – Call of Duty: Infinite Warfare

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Ein Wechselbad der Gefühle – Call of Duty: Infinite Warfare

Die nächsten Generation des Shooters überrascht auf der gamescom mit frischen Akzenten.


Stefan Kluger, Contributing Editor:

Sofort geht es zur Sache: Als Captain Reyes führen wir eine Rettungsmission an, die schwieriger kaum sein könnte. Denn es geht auf einen Asteroiden, dessen Sonnenseite mehrere Hundert Grad heiß ist. Wer sich nicht rechtzeitig in die nahegelegene Forschungsanlage in Sicherheit bringt, wird gegrillt!

Auf unserem Weg ins Gebäude bestaunen wir ringsum spektakuläre Explosionen auf der Oberfläche des Himmelskörpers, um im nächsten Moment hektisch Schutz zu suchen. Willkommen, Adrenalin.

Geschafft! Im Inneren der Station angekommen, will es jedoch mit der Entspannung nicht so recht klappen. Mit knapper Müh‘ und Not der Feuersbrunst entronnen, scheinen hier andere Gefahren zu lauern. Langsam und behutsam bewegen wir uns durch die düsteren Korridore.

Schon bald säumen entstellte Leichen unseren Weg. Was ist hier passiert? Hinter jeder Ecke könnte sich eine schreckliche, bislang unbekannte Gefahr verbergen. Stattdessen finden wir – Sicherheitsbots.

Die stehen brav an ihren angedachten Plätzen, während wir uns erneut fragen, was wohl zu dieser Katastrophe geführt hat.. In den folgenden Situationen fällt kein Schuss, nur die beklemmende Ungewissheit nagt an unseren Nerven. So dicht wie hier war die Atmosphäre bei CoD schon lange nicht mehr; von diesen ruhigen Passsagen finden sich hoffentlich noch viele mehr im fertigen Spiel. Doch plötzlich – scheinbar ist es auf dem Asteroiden soeben Nacht geworden, was die Energiezufuhr beeinflusst – bewegen sich sämltliche Roboter und attackieren uns ohne Umschweife. Das hätten wir uns eigentlich denken können; die Situation unseres Teams ist dennoch prekär.

Szenenwechsel: Wir sitzen in einem Helikopter und feuern mit einer MG auf feindliche Truppen, die gerade eine Stadt unter Beschuss nehmen. Danach geht’s auf den Boden, wo sich ein intensiver Häuserkampf entwickelt. Zurück in den Heli, um kurze Zeit später erneut zu landen: Eine verletzte Pilotin soll vor dem sicheren Tod gerettet werden. Das gelingt mit vereinten Kräften, wobei die feindlichen Soldaten verbissen versuchen, unsere Flucht im Hubschrauber zu verhindern. Dann, wir glauben bereits an unser sicheres Entkommen, passiert eine gewaltige Explosion und ein gleißendes Licht scheint alles zu verschlingen…

Die erste Vorführung endet. Und während wir uns von der gezeigten Action erholen und darüber Staunen, wie vielseitig sich das neue CoD präsentiert, zeigen uns die die Entwickler des renommierten Studios Infinity Ward den nächsten Kracher: Zombies in Space Land. Weniger auf Handlung fokussiert, dafür aber total verrückt, will der diesjährige Zusatzmodus noch einen drauf setzen: Der launige Trailer besticht durch einen grellen Vergnügungspark im Stile der 1980er Jahre, in dem ein stylisch gekleideter Held – hey, es soll schließlich zum Jahrzehnt passen – ebenso gut angezogene Untote in Massen umnietet. Gepaart mit launigen 80er-Hits wird dieser Modus sicher auch dieses Jahr für eine willkommene Abwechslung für all jene Soldaten sein, denen das Hauptspiel gerade zu ernst oder aufreibend ist.

Insgesamt machte CoD: Infinite Warfare einen sehr starken Eindruck. Die gewohnt exzellenten Shootouts wirkten im futuristischen Setting stimmig, während die unterschiedlichen Tempowechsel dem Gameplay gut zu Gesicht standen.

Wer sich die Special Edition von Infinite Warfare holt, bekommt oben drauf noch die grafisch extrem verbesserte Neuauflage vom legendär guten Call of Duty 4: Modern Warfare. Das Spiel wird am 4. November für PS4 erscheinen.

Inside PlayStation @ gamescom 2016

Und was hat das Team von Inside PlayStation zu Call of Duty: Infinite Warfare zu sagen? Schaut euch ihr Video dazu an!