3 Dinge, die uns bei Final Fantasy XV begeistern konnten

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3 Dinge, die uns bei Final Fantasy XV begeistern konnten

Viele neue Elemente überraschen im neuesten Teil des Fantasy-Epos und wissen zu gefallen!

Wir sind so frei und zitieren zu gegenwärtigem Anlass einfach mal John Lennon: „Ich wurde vielleicht in Liverpool geboren, aber erwachsen geworden, bin ich in Hamburg.“ Also ist es auch irgendwie sehr passend, dass uns Square Enix in die Hansestadt lädt, um einmal Hand an die aktuellste (aber noch nicht ganz fertige!) Version von Final Fantasy XV zu legen, in dem der junge Prinz Noctis nicht nur lernen muss, erwachsen zu werden, sondern das auch noch unter enormen Druck — die Welt vor sich selbst retten, ist kein Zuckerschlecken!

Davon kann auch Game Director Hajime Tabata ein Liedchen singen, denn sein aktuelles Projekt hat bis zu seiner finalen Form viele Wendungen erlebt. Allerdings hat er sich dazu entschlossen, sich auf der gamescom lieber mit uns gemütlich am Lagerfeuer einen Plausch zu halten, als viele falsche Töne zu schmettern!

1. Die Welt ist nicht genug

Schöne, ja fantastisch anzusehende Welten hatten wir ja bereits in der illustren Geschichte von Final Fantasy, doch wenn wir uns an die stark eingeschränkten Zonen der Vergangenheit erinnern, wird schnell klar, dass eine schöne Welt noch lange keine heile ist. Diese Tatsache war aber auch dem Entwicklerteam bewusst und deshalb dürfen wir uns in der 15. Fassung des Kultrollenspiels nicht nur wieder auf toll gezimmerte Schauplätze freuen, sondern auch auf eine Welt, die ihr mit Noctis uns seiner Posse erkunden könnt. Dabei gibt es nicht selten das eine oder andere Geheimnis zu entdecken; oder einen besonders starken Feind. Eure Reise durch die offene Welt beherbergt eben viele spannende Überraschungen für jene, die sich in ihre entlegenen Winkel trauen.

Die Mutigen unter euch können das entweder zu Fuß erledigen oder per Chocobo durch die Gegend preschen, wenn’s mal etwas schneller gehen soll. Für die besonders großen Distanzen gönnen sich die vier Jungs in Schwarz allerdings dann doch ihren fahrbaren Untersatz — den besonders stilvollen Wagen mit dem königlichen Namen „Regalia“ — um von A nach B zu gelangen. Nettes Detail: Am Tag könnt ihr euch auf Ignis verlassen, euch ans Ziel zu bringen, doch Nachts fährt der Hobbykoch der Truppe keinen Meter weit. Im Dunkeln lauern schließlich stärkere Monster und bei schlechter Sicht wäre eine Weiterfahrt unverantwortlich! Hier könnt ihr euch dann hinters Steuer klemmen, wenn ihr das Risiko auf die eigenen Schultern ladet.

Apropos Regalia: Bereits wenige Minuten nach dem Start des Spiels trefft ihr auf die junge Mechanikerin Cindy, deren Boss gut mit dem König und Vater von Noctis befreundet ist. Das hat für euch den Vorteil, dass Cindy nicht nur euer Gefährt in Schuss halten kann, unter Anweisung von Cid sind sogar Verbesserungen im Angebot. Egal ob mehr Leistung oder eine neuer Anstrich — wer auf Entdeckertour geht und brav Aufträge erledigt wird nicht nur bald alternative Designs für den Wagen erhalten, sondern auch klassische Stücke vergangener Final Fantasy-Titel, die während der Fahrt aus dem Soundsystem dröhnen.

2. Kampfsystem auf Warp-Geschwindigkeit

Seit den ATB-Kämpfen mit zwei einheitlichen Fronten hat sich bereits einiges in der Reihe getan, um das Kampfgeschehen frisch und zeitgemäß zu halten. Während im Hintergrund immer noch das Active Time Battle-System seinen Dienst verrichtet, macht Final Fantasy XV einen weiteren Schritt in Richtung dynamischer Kampf. So dürft ihr euch nicht nur frei auf dem Schlachtfeld bewegen, sondern habt mit der neuen Warp-Fähigkeit die Möglichkeit, euch blitzschnell neu zu positionieren bzw. kurz an bestimmten erhöhten Punkten zu verschnaufen, bevor ihr aus dieser vorteilhaften Position erneut angreift. Zu Beginn eures Abenteuers sicher noch ein ungewohntes Feature, das sich allerdings bald als willkommene Erweiterung entpuppt und verdammt cool aussieht.

Ebenfalls richtig cool fanden wir die neue Herangehensweise an Zauberfähigkeiten, die zwar immer noch in ihren klassischen Versionen existieren, euch jedoch viel mehr Freiraum zum Experimentieren einräumen. Wie das? Eure Entdeckungstouren sind nicht nur wichtig, um Geheimnisse, Gegner und versteckte Beute zu entdecken, sondern auch, um bestimmte Quellen magischer Elementarenergien aufzuspühren. Habt ihr diese aufgenommen, könnt ihr diese nach belieben miteinander kombinieren, um neue Zauber zu gestalten.

Kleines Beispiel gefällig? Habt ihr genügend Ressourcen gehamstert, um ordentlich Power in die Kombination einfließen zu lassen, könnt ihr einen besonders starken Feuerzauber basteln, der in 3 Stufen abläuft: Erst lasst ihr eine feurige Breitseite vom Stapel, dann wird noch einmal ordentlich nachgebrutzelt und zu guter Letzt wird ein Teil des Schadens, den ihr währenddessen erlitten habt, geheilt. Praktische Sache oder? Das Mix and Match der modularen Zauberküche sollte bei allen Anklang finden, die es schätzen, wenn der eigene Spielstil nicht den gängigen Normen entspricht.

Unser ganz persönliches Highlight waren jedoch die Kämpfe über mehrere Ebenen, bei denen wir so manche coole Situation erleben durften. So mussten wir uns in einem Dungeonabschnitt durch eine eisige Höhle kämpfen, in der unliebsame Spinnenmonster auf einen königlichen Snack aus waren. Drängen euch diese Monster mal an die eine oder andere Kante, kann es beim nächsten Klauenschwung schon mal passieren, dass Noctis samt Bros auf die Ebene darunter geschleudert wird. Tut weh, sieht aber verdammt cool aus – besonders dann, wenn ihr als Vergeltung einen der Spezialangriffe eurer Kumpels zündet.

„Wir waren immer der Meinung, dass das Entdecken und der Kampf [in FF XV] ein System sein sollten, also haben wir versucht, beides so natürlich wie möglich zu verbinden. Zum Beispiel im fließenden Übergang zwischen dem Entdecken und dem Kampf. Was das Kampfsystem wirklich sehr gut macht, ist seine Tiefe. Wer seine Charaktere verstehen lernt, sie durchs Leveln effizienter gestaltet und sich die Schwachstellen der Gegner zu nutze macht, wird ein äußerst befriedigendes Erlebnis innerhalb dieses Systems erleben.“

3. Entourage: Fantasy Edition

Unser drittes Highlight waren ganz klar die vier Jungs auf Achse. Nach nur wenigen Minuten im Spiel wird man an so manche Buddy-Komödie erinnert, wenn sich Noctis und seine Freunde/Leibgarde bestehend aus Ignis, Gladiolus und Prompto in freundschaftlichen Wortgefechten verstricken. Selbst im Kampf fliegen dabei nicht selten die Federn, doch gerade diese kleinen Sticheleien machen aus den vier Charakteren in Schwarz Personen, zu denen man einen Bezug aufbauen kann.

Dabei helfen natürlich auch die Hobbies der Protagonisten, die nicht nur als Minigames dazu dienen, das Spiel aufzulockern, sondern auch dafür sorgen, dass sich das Band der Freundschaft zwischen ihnen stärkt. Wenn also Prompto kurz einen Abstecher machen möchte, um seiner Leidenschaft – dem Fotographieren – nachzugehen, solltet ihr ihm diese Möglichkeit einräumen, denn dadurch steigert sich auch die Effektivität eurer Teamattacken während einem Kampf!

Besonders wichtig ist dabei der Hobbykoch der Gruppe, Ignis, denn anders als bei früheren FF-Titeln, müsst ihr nun rasten, um eure gewonnenen Erfahrungspunkte zu verteilen. Und wenn man schon einmal gemütlich zusammensitzt, wieso dann nicht gleich was Gutes essen? Ignis lernt auf eurer Reise immer wieder neue Rezepte, die nicht nur super schmecken, sondern euch auch nützliche Buffs bescheren, die so manchen Kampf einfacher gestalten können!

„Was uns als Entwickler bei Final Fantasy XV am besten gefällt ist, dass es sich wie eine echte Reise anfühlt — sowohl physisch, als auch metaphysisch –, mit all ihren höhen und Tiefen. Um das zu erreichen, haben wir uns sehr stark auf Dinge konzentriert, die wir früher außer Acht gelassen haben und viele anderen immer noch außer Acht lassen. Es sind diese Details, die in vielen anderen Spielen fehlen und die ohne die Hardware der PS4 gar nicht möglich gewesen wären, die aus Final Fantasy XV das machen, was es jetzt ist.“

All diese kleinen Details, sowie die (nicht überspringbaren) Autofahrten von A nach B zeigen eine Gruppe von Freunden, die zwar durch dick und dünn gehen, aber eigenständige Einstellungen und Ideen besitzen, die sie auch ab und an durchsetzen wollen. In Verbindung mit den sehr realitätsnahen Umgebungen und Alltagsdingen wie Autos, Raststationen usw., fühlt man sich den Jungs gleich viel verbundener und vielleicht auch ein wenig an eigene Roadtrips aus seiner Jugend erinnert. Das war jedenfalls der Plan der Entwickler, der aus unserer Sicht wunderbar aufgegangen ist.