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Die perfekte Fahrt – Trackmania Turbo im Überblick

Das PlayStation-Debüt der legendären Trackmania-Reihe im Detail

Es ist wieder so weit: Das Streben nach der schnellsten Bestzeit und der perfekten Runde geht wieder los – Trackmania ist zurück! Wer denkt nicht gerne an jene spannenden Stunden zurück, in denen das kleinste Fingerzucken, den Unterschied zwischen dem erhofften Erfolg und einem weiteren Neustart ausmachte? Mit Trackmania Turbo dürfen wir uns dieser süßen Qual nun aufs Neue unterziehen und Nadeos kultige Rennspielserie stürmt erstmals eine PlayStation-Konsole. Seit 24. März sind die Strecken eröffnet und während eingesessene Fans wohl schon lange die Ranglisten unsicher machen, sind Serien-Neulinge vielleicht noch unsicher, was sie hier erwartet. Wir haben einen Blick darauf geworfen!

Genre:

Arcade-Racer

Systeme:

PS4

Trackmania TurboTrackmania Turbo
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Wer hat’s gemacht?

Never change a running system – wie schon seit dem Serien-Erstling in 2003, kümmert sich auch weiterhin die französische Spieleschmiede Nadeo um die Entwicklung der hauseigenen Marke. Mittlerweile gibt es 13 eigenständige Ableger und die Serie bildet weiterhin den Hauptfokus des gesamten Studios. Die Publisher-Rolle übernimmt Ubisoft, die sich in den letzten Monaten auch mit Vorzeit-First Person-Shooter Far Cry: Primal und Endzeit-Third Person-Shooter The Divison sehr präsent zeigten.

Worum geht’s?

Nicht viel… aber genug! In der Trackmania-Reihe geht es meist sehr simpel zu. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit einem Thema – dem Erspielen von Bestzeiten auf Strecken in einer vorgegebenen Umgebung – und taucht darin dermaßen tief ein, dass es an Abwechslung und Umfang der Spiele trotzdem nichts zu bekritteln gibt.

Der Startpunkt für Neuanfänger ist der Singleplayer-Modus. Hier kämpft ihr auf Entwickler-erstellten Strecken um Bronze-, Silber-, Gold- und die besonders begehrten Trackmaster-Medallien. Die Strecken werden kontinuierlich komplexer, schwieriger und/oder verrückter (inklusive Loopings, Magnetbahnen, “Autohüpfen” am Wasser und mehr) und führen euch durch vier verschiedene Umgebungen: Canyon, Valley, Lagoon & Stadium. In jeder dieser Umgebungen erwartet euch ein anderes Fahrgestell mit eigenen Fahreigenschaften, das ihr für einen persönlichen Touch optisch anpassen dürft.

Trackmania TurboTrackmania TurboTrackmania Turbo

Seid ihr erstmal aufgewärmt, geht es in den Online-Multiplayer und hier findet der Rennspaß kein Ende. Egal, wie oft ihr die Singleplayer-Strecken durchgezockt habt, die Community liefert konstant Nachschub und findet oft völlig neue Wege, die im Streckeneditor verfügbaren Teile einzusetzen.

Womit wir auch schon bei einem weiteren traditionellen Element der Serie wären. Denn jede Strecke, die ihr in Trackmania spielen könnt, kann im mitgelieferten Strecken-Editor auch gebaut werden und mit etwas Kreativität auch noch eine ganze Menge mehr. Brandneu ist hier der automatische Streckenbauer. Ein Knopfdruck genügt und ihr könnt beobachten, wie die Strecke sich selbst einen Weg durch die Umgebung bahnt und nach kurzer Zeit eine weitere, brandneue Herausforderung für euch bereitstellt. Das Ergebnis könnt ihr entweder direkt antesten und veröffentlichen oder nach Belieben weiterverwerten.

Trackmania Turbo

Zu guter Letzt gibt es den lokalen Multiplayer. Hier könnt ihr euch im klassischen Hotseat (abwechselnd mit einem Controller) und im Splitscreen an euren Freunden messen oder mit dem “Koop”-Modus, Double Driver, sogar beide das selbe Auto steuern. Besonders interessant: Durch die Eingabe einer dreistelligen Button-Kombination könnt ihr auch völlig neue Modi generieren, die euch und eure Freunden immer wieder vor neue Aufgaben stellen.

Trackmania Turbo

Wie spielt es sich?

Trackmania ist ein klassischer Vertreter des Ausdruckes “Einfach zu lernen, schwer zu meistern”. Folgende Befehle stehen euch in den Standard-Modi zur Verfügung, um euer Vehikel zu kontrollieren: Lenken, Gas, Bremse und… das war’s! Die übrigen Buttons am Controller sind mit Shortcuts befüllt: Per Knopfdruck dürft ihr entweder am letzten Checkpoint oder von Beginn an neu starten, habt ihr die Wahl zwischen Ego-Perspektive und Dritter Person oder könnt die Hintergrundmusik an- oder ausschalten.

Es gibt weitere Modi, wie etwa die Stunt-Races – in denen ihr euch mit Drehungen und Tricks zusätzliche Geschwindigkeitboosts verschafft -, und auch diese sind einfach gehalten. Trackmania basiert weiterhin auf seiner simplen Prämisse und dem Ehrgeiz seiner Spieler, die perfekte Fahrt hinzulegen. Das Verlangen herauszufinden, wie man einen Sprung anfahren muss, um ohne Geschwindigkeitsverlust zu landen oder wie stark und schnell eine Kurve geschnitten werden kann, ohne gegen die Bande zu krachen, ist alles, was dieses Spiel benötigt, um zu motivieren.

Trackmania Turbo

Quickie oder Langzeitbeziehung?

Wenn alles läuft, können ein paar Minuten Zeit schon mal reichen, um ein paar Rennen abzuschließen. Sollte man allerdings knapp vor dem Ziel scheitern, werden aus Minuten schnell Stunden und ein vorzeitiges Aufgeben wird undenkbar. Wer die Goldmedallien für alle Strecken sammeln will, sollte sich auf einen langen, harten Kampf einstellen.

Gefällt euch, wenn…

… ihr nach fairen Niederlagen den Controller nicht frustriert in die Ecke werft, sondern sofort den nächsten Versuch startet.

Ideal, um…

… euren PSN-Freunden zu zeigen, wer auf der Strecke das Sagen hat oder im Streckeneditor ausgefallene und komplexe Projekte zu entwickeln.

Können meine Kinder damit spielen?

Auf eigene Gefahr! Wer nicht vorsichtig ist, kämpft bald wie besessen darum, ihre Zeit zu schlagen.

Womit überrascht Trackmania Turbo?

Es kann überraschend lustig sein, dem automatischen Streckenbauer zuzusehen, wie er die Strecke in der Umgebung platziert. Oft stößt er auf Hindernisse, will an ungünstigen Stellen einen Tunnel bauen oder kommt sich selbst in die Quere, woraufhin er nach einigen erfolglosen Versuchen aufgibt und beschämt den Rückwärtsgang einlegt, um einen anderen Weg zu finden.

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