gamescom 2015: 5 Dinge die wir über Homefront: The Revolution gelernt haben

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gamescom 2015: 5 Dinge die wir über Homefront: The Revolution gelernt haben

Wir haben uns zum ersten Hands-on aufgemacht, schmutzige Kampftaktiken angewandt und eine Revoluition gestartet.

Homefront ist eine dieser Marken, die auf wirtschaftlicher Ebene Einiges an Höhen und Tiefen erlebt hat, bis diese – und vor allem das Team dahinter – dort angekommen sind, wo wir ihnen auf der diesjährigen gamescom begegnet sind. Spannend ist dabei, dass trotz all der Änderungen im Management das Entwicklerteam, das als Free Radical Design mit Timesplitters auf sich aufmerksam machte, dann als Crytek UK seinen Dienst verrichtete, bis sie sich unter den Fittichen von Koch Media wiederfanden, nicht geändert hat.

Als ich mit den Dambuster Studios-Entwicklern (der aktuelle Name) plaudere, meinen diese scherzhaft dass „trotz aller Änderungen um uns herum, sind wir immer noch das selbe Team, das mit der Fortsetzung von Homefront begonnen hat. Keine massiven Mitarbeiterwechsel, kein Studiowechsel – wir haben in all den Jahren nicht mal unsere Tische verschoben“. So hat Homefront: The Revolution zwar einige Namen durchlaufen, die Hände, die es schufen, sind jedoch bis heute dieselben. Wir haben uns an das erste Hands-on gewagt und was wir dabei gelernt haben lest ihr in den folgenden Zeilen:

 

  1. Neue Front
  2. Auch wenn The Revolution sich dem Universum des Vorgängers bedient, ist es keine direkte Fortsetzung. Die Herangehensweise an die Entwicklung hat sich in den letzten 4 Jahren drastisch geändert, als die Dambuster Studios dank des neuen Publishers mutigere Schritte unternehmen konnten. So gehört z.B. das schlauchartige, supergescriptete Gameplay des Vorgängers der Vergangenheit an und an dessen Stelle tritt ein Open World-Gameplay, das euch viel mehr Freiheit bei der Ausübung eurer patriotischen Pflicht lässt. Als Bühne dient euch diesmal die Stadt Philadelphia, die als Sinnbild für die amerikanische Unabhängigkeit einen würdigen Schauplatz abgibt und mit detailgetreuen Schlüsselgebieten das notwendige Quäntchen Authentizität versprüht.

  3. Schmutzige Tricks
  4. Dank der neuen, offenen Zonen kann The Revolution auch viel mehr mit dem Thema Guerillakrieg spielen, denn ihr seid immer in der Unterzahl und meistens auch viel schlechter ausgerüstet, als eure Gegner. Bei solchen Karten muss man seine Kämpfe sorgfältig wählen und Flucht ist nicht selten eure beste Option. Bei meiner Anspiel-Session war ich besonders hinterhältig und lauerte mit anderen freiheitsliebenden NPCs einer Gruppe von Feinden auf, deren schwer bewaffnetes Gefährt dank einer Ladung Ölfässer, die wir vom Dach rollen lassen, binnen weniger Sekunden das Zeitliche segnete. Es sind diese kleinen Siege die zählen, denn bis die feindliche Verstärkung eintrifft, sind wir schon längst weg und schlagen an andere Stelle zu. Das Konzept „Kleinkrieg“ wird richtig umgesetzt.

  5. Raue Nachbarschaft
  6. Doch selbst in einer offeneren Welt will für Abwechslung gesorgt sein und so werdet ihr in The Revolution euren Freiheitskampf in verschiedenen Umgebungen führen, die in sogenannte Zonen unterteilt sind. In den roten Zonen toben die härtesten Kämpfe und zerstörte Gebäude und von der Besatzung ausgelöschte Wohnbezirke stellen euer Schlachtfeld dar, das von vielen feindlichen Patrouillen wimmelt. In den gelben Zonen herrschen Bedingungen wie in einem Slum, da viele Menschen unter wenig schmeichelhaften Bedingungen ihr Dasein fristen. An vielen Straßenecke wachen Kameras über die missmutige Bevölkerung und euer Vorankommen hängt davon ab, wie unauffällig ihr euch in dem urbanen Gebiet bewegen könnt. Ein ganz anderes Bild zeichnen die grünen Zonen, welche die Hochburgen der Besatzer darstellen: Saubere, schöne Gebäude und massive Verteidigungsanlagen sind bezeichnend für diese Zonen.

  7. Handgemacht
  8. Besonders immersiv gibt sich der Titel in puncto Ausrüstung. Weit ab von einer echten Militärmacht, müsst ihr euch als Widerstandskämpfer mit dem Schmutz unter euren Fingernägeln begnügen. Das wird nicht nur in den schicken Designs der Charaktere und deren Waffen dargestellt, sondern auch mit den Dingen, die ihr gegen eure Besatzer ins Feld führt. Da wäre z.B. das ferngesteuerte Auto, das ihr mit verschiedenen Ladungen losschicken könnt, die ihr aus Einzelteilen herstellt, die euch unterwegs in die Hände fallen. Gepanzerte Wagen werden mit einem IED-Aufsatz von unten gesprengt, Drohnen können per Hack auf eure Seite gebracht werden, ohne das ihr euch in den Gefahrenbereich begeben müsst, usw. Ein Klassiker sind natürlich auch die Molotov-Cocktails, die sich besonders gut eignen, um Soldaten daran zu hindern, euch zu verfolgen oder jene in schwerer Kampfausrüstung ins Schwitzen zu bringen.

  9. Flexibilität
  10. Bestimmte Einflüsse lassen sich in manchen Belangen einfach nicht leugnen und so dürft ihr in The Revolution, genau wie in Crysis, eure Waffen mit unterschiedlichen Extras wie Griffen, Lampen und Granatwerfern ausrüsten. Cool wird die Sache allerdings, wenn ihr Blaupausen für sehr kreative Waffengattungen findet, die nur durch Verzweiflung und begrenzte Mittel entstehen können. Solche Erweiterungen können blitzschnell eingewechselt werden und machen aus eurer automatischen Waffe einen Garagengranatwerfer, der es in sich hat. „Wir wollen die Spieler nicht aus der Action reißen und ihnen die Möglichkeit geben, auf die unterschiedlichen Situationen zu reagieren“, so die Entwickler. Flexibel zeigen sich auch die Zonen, in denen Missionsziele mehrere Häuserblöcke auseinanderliegen, denn wer ein Motorrad findet, kann schnell und elegant durch die Ruinen navigieren und vielleicht der einen oder anderen Gruppe von NPCs bei ihren Missionen helfen, die unabhängig von euren Aufgaben stattfinden. Und je mehr Hoffnung ihr den Leuten macht, desto mehr NPCs greifen zu den Waffen und machen euch das Leben in den roten Zonen oft deutlich einfacher.

 
Alles in allem schafft es Homefront: The Revolution ein sehr stimmiges Bild einer besetzten Nation zu Zeichnen, das mit vielen kleinen Akzenten ein Konzept verfolgt, dass ich mir schon vom Vorgänger gewünscht hätte. Man darf jedenfalls gespannt sein, wenn die Dambuster Studios in den nächsten Wochen mehr Details zu dem Titel veröffentlichen werden.

Kommentare sind geschlossen.

1 Kommentar

1 Autorenantwort

  • UncleBAZINGA

    Hört sich sehr interessant an. Vielleicht wirds ja diesmal was. Den lahmen Vorgänger habe ich ausgelassen.

  • ProxyPuppet

    Lahm ist vielleicht ein bisschen hart. 🙂 er war leider ein wenig übertrieben gescripted, aber vom Flair hat er schon gut gesessen. Ist immer ein Drahtseilakt bei dem sich viele Singleplayer-Shooter schwer tun.