Warum ihr Everybody’s Gone To The Rapture nicht verpassen solltet

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Warum ihr Everybody’s Gone To The Rapture nicht verpassen solltet

Das außergewöhnliche PS4-Adventure von The Chinese Room ist ab sofort erhältlich


Dan Pinchbeck, The Chinese Room:

Vor fast drei Jahren haben wir damit begonnen, an dem Spiel zu arbeiten. Der Plan war es, wie auch bei Dear Esther, unserem letzten Spiel, den Schwerpunkt auf die Erforschung einer packenden Geschichte zu legen. Aber diesmal sollte das Ganze in einen Open-World-Rahmen versetzt werden, um ein Spiel zu kreieren, bei dem ihr die Geschichte selbst entdecken könnt, anstatt dass sie euch einfach präsentiert wird.

Die Geschichte sollte vom Ende der Welt handeln, von einem kleinen englischen Tal, seinen Bewohnern und davon, was es bedeutet, am Leben zu sein.

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Wir könnten euch stundenlang davon erzählen, wie viele Veränderungen das Spiel durchgemacht hat, um zu dem zu werden, das ihr bald spielen werdet. Angefangen haben wir mit einer Zeitsperre von 60 Minuten für jeden Spieldurchgang. Wir hatten Rätsel; wir hatten verzweigte Erzählungen. Während wir das Spiel weiterentwickelten, fühlten sich diese Dinge allerdings nur noch wie Taschenspielertricks an.

Viele Spieler kamen nach dem Testen zu uns und sagten immer dasselbe: Sie wollten einfach nur in Yaughton Valley sein und die Geschichte erkunden, alles andere würde bloß davon ablenken. Im Grunde ist das auch genau das, was Everybody’s Gone to the Rapture ausmacht – einfach die Welt zu erleben.

Videospiele können Welten besser erschaffen als alles andere. Kein anderes Medium vermittelt so gut, dass man sich zu einer bestimmten Zeit an einem Ort in einer Umgebung aufhält. Das ist genau der Grund, warum es so unglaublich ist, diese Spiele zu entwickeln. Pixel und Formen, Klangwellen und musikalische Darstellung, Worte und Stimmen und ein ganzer Haufen an Codes – nehmt das alles und stopft es in eine Kiste. Heraus kommt diese prächtige, tiefsinnige, unglaubliche, komplizierte und wunderschöne Welt, in die ihr einfach eintaucht, in der ihr herumlauft und auf Entdeckungsreise gehen könnt. Das ist einfach außergewöhnlich und es ist unglaublich, so etwas machen zu dürfen und es teilen zu können.

Eine der größten Belohnungen war das Feedback zu Everybody’s Gone to the Rapture von Leuten, die sagten, dass Yaughton sie an einen bestimmten Ort erinnere, an dem sie aufgewachsen seien, oder den sie gekannt oder besucht hätten. Das ist einfach wundervoll. Das bedeutet, dass wir unseren Job gut gemacht haben. Wenn ihr an Yaughton glaubt, dann funktioniert das Spiel, denn es setzt die Handlung in einen Kontext.

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Außerdem ist die Art, wie die Leute mit den Charakteren im Spiel umgehen, echt toll. Das bedeutet, dass die Leute sich Gedanken machen, und darum geht es in dem Spiel letztendlich.

Letztes Jahr, als wir Rapture zum ersten Mal auf der E3 präsentierten, haben wir gesagt, dass das Spiel nur dann scheitert, wenn sich die Leute keine Gedanken machen. Von dem was wir bisher gehört haben, scheint es, als wären wir erfolgreich gewesen.

Genau wie bei Yaughton kommen Menschen zu uns und erzählen, dass Wendy sie an ihre Großmutter erinnert, dass sie eine Freundin wie Rachel hatten oder sich mal in eine Lizzie oder einen Rhys verliebt hatten oder dass sie einen Jeremy oder Charlie aus ihrer Kindheit kennen. Das zeugt für die gute Arbeit der Schauspieler, die mit uns an dem Spiel gearbeitet haben, aber es bedeutet auch, dass wir erreicht haben, was wir wollten, und eine glaubhafte Gemeinschaft realer Menschen kreiert haben, um die ihr euch wirklich sorgt.

Wir haben ein kleines Team aus unglaublich talentierten, leidenschaftlichen Entwicklern, die ihr Herz und ihre Seele in das Spiel gesteckt haben und wir glauben, das erkennt man auch an dem, was wir geschaffen haben. Das Spiel sieht nicht nur wunderschön aus und klingt toll, es verbirgt sich noch etwas ganz Besonderes in seinem Inneren: der Glaube daran, etwas Andersartiges zu schaffen und ein Risiko einzugehen.

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Uns wurde im Verlauf der letzten Jahre von verschiedenen Menschen gesagt, dass es verrückt ist, ein Open-World-Spiel mit so einem kleinen Team zu entwickeln. Uns wurde gesagt, dass man für Spiele, bei denen der Schwerpunkt auf der Handlung liegt, sowieso nichts Neues mehr erfinden kann, dass es jetzt bloß noch Variationen von Dear Esther und Gone Home geben wird.

Uns wurde gesagt, dass die Spieler die nichtlineare Handlung nicht verstehen und nicht die Geduld und Hingabe haben werden, Yaughton Valley ohne konkrete Anleitung und lineare Missionen zu erforschen. Wisst ihr was? Diese Leute lagen komplett falsch.

Everybody’s Gone to the Rapture war ein Wagnis, aber wir haben an das Team geglaubt. Wir haben daran geglaubt, dass man ein Genre immer auf noch interessantere Art gestalten kann und dass die Spieler schlau sind und nichts mehr lieben, als eine Welt zu betreten und zu erforschen.

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Im Wesentlichen glauben wir, dass Spiele jetzt das kreativste und spannendste Medium auf diesem Planeten sind und wir sind sehr stolz darauf, ein Teil davon zu sein.

Vor allem glauben wir, dass Everybody’s Gone to the Rapture eine wirklich großartige Handlung hat, und das wollten wir mit euch teilen. Es gibt atemberaubende Kunst, fantastische Sprecher und einen ganz erstaunlichen Soundtrack. All das ergibt zusammen etwas, von dem wir hoffen, dass es ziemlich einzigartig und besonders ist.

Wir hoffen aufrichtig, dass es euch gefällt. Vielen Dank fürs Spielen!

Dan & Jess
Studio Heads, The Chinese Room

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Kommentare sind geschlossen.

12 Kommentare

  • In dem Trailer wird englisch gesprochen, ist das im Spiel auch so oder gibt es eine Synchro. Falls nicht, fällt das Spiel für mich leider aus obwohl es sehr ansprechend aussieht :-((.

  • MARVIN_1980

    Das selbe Lobdudelei wie bei Submurged [Neue Wege, ganz ohne Kampf ect.ect. ] Und was ist dabei Rum gekommen?Das langweiligste,Eintönigste und Sinn freie Spiel in meiner Spieler Laufbahn,Ne danke mein Bedarf ist gedeckt.

    • magic_hero_cs

      Hättest mal Testberichte gelesen. Submerged hatte ich auch auf dem Schirm, nach den miesen Reviews aber vergessen. Everybody’s Gone to the Rapture ist hingegen toll, finde nicht nur ich, sondern auch die Presse.

  • RealDuranir

    doch nur weil es die Presse sagt, muss es nicht zwingend toll sein 😉 Gibt ja auch viele hochgelobte Titel die am Ende absoluter Mist sind. Sogar Metascore 90+ und Schrott. Also am besten immer selbst nen Blick drauf werfen. Mich interessiert das Spiel hier definitiv, aber ich warte bis es im Angebot ist. Aktuell eh viel zu viel auf den Konsolen zu zocken. Schon Wander gespielt? Da gab ich Geld aus als es raus kam. Und ich könnte dafür heute noch die PS4 ausm Fenster werfen, wenn ich nicht wüsste, dass DIE dafür nix kann. Wurde jedenfalls auch sehr gelobt. Sah im Spiel nur anders aus ^^

    • magic_hero_cs

      Wander wurde gelobt? Ist mir neu, ich kenne da eigentlich keinen Artikel, in dem das der Fall war. Vielleicht wurde vorab gesagt, dass das Spiel interessant sein könnte, aber schon bei Release war davon kaum einer mehr begeistert…

      Nenn mal bitte ein Spiel, das einen Metascore von 90+ hat und „Schrott“ ist (und zwar objektiv gesehen – nicht nur dass du persönlich es schlecht findest).

    • RealDuranir

      Nicht missverstehen. In meinem Beitrag geht es darum, dass man sich selbst ein Bild von allem machen sollte und sich nicht rein auf Bewertungen verlassen sollte. Ich hätte gerade beim Metascore eher ein Negativbeispiel bringen sollen, bei dem ein Spiel grad mal ne 45 hat und einem dennoch weit mehr gefällt als ein 90+. Als Beispiel: Es werden 100 Bewertungen von zb Driveclub genommen. So und nun sind 90 Leute davon Sony Fanboys oder Grafik>Gameplay Zocker. 10 Leute bewerten das Spiel als absoluter Mist, die anderen mit 100%. In jeglichen anderen Magazinen wird das Spiel aber zerrissen (Wie gesagt nur ein Beispiel). Doch die meisten schauen nur noch auf Metacritic nach und wie hoch der Score ist ^^

      Bei google mal „Warum Metacritic Entwicklern und Spielern schadet“ eingeben und das erste anklicken. Das System dort ist blendend. Und ich meine wirklich blendend und nicht blendend toll xD

      Aber im Endeffekt ist es immer besser sich nur zu informieren um zu sehen ob einem das Konzept taugt. Entscheidungen sollte man aber definitiv nicht in die Hände anderer Spieler oder Zeitschriften legen. Aber Metacritic ist bei mir persönlich schon lange unten durch. Da es nicht wirklich ne klare Aussage gibt dort.

  • Rubberrabbit

    Wer sich auf Reviews verlässt ist in der heutigen Zeit verlassen! Diese subjektiven, teilweise gekauften Meinungen irgend welcher Nerds, geben keinerlei Inhalt darauf, was wirklich in einem Spiel steckt. Es gab auch Leute die The Order 38% gaben und es hängt auch vom persönlichen Geschmack ab. Ich selbst hab Submerged z.b. nicht gespielt, mein bester Freund hat mir auch davon abgeraten, bzw. ist der Meinung bei einem Sale für rund 7 oder 8 Euro, kann man zuschlagen, denn es ist eben mal ein anderes Game und ist schön anzusehen, anders als der Pixel-Retro-Brei der uns hier oft als „Meisterwerk“ verkauft werden soll. Was Everybody goes to Rapture angeht, schau ich mir bewusst keine Wertungen an, sonst würde es mir ähnlich wie bei The Vanishing of Etan Carter gehen, das ich mir dadurch hab vermiesen lassen und noch abwarte. Ich hoffe in dem Fall, dass ein Game, bei welchem Sony Santa Monica dahinter steht, ein wenig mehr Qualität zu erwarten ist und man nicht einfach nur den aktuellen Indie-Hype ausnutzt ohne inhaltlich etwas zu bieten.

    • magic_hero_cs

      Natürlich hängt viel vom persönlichen Geschmack ab, aber man kann immer einen Grundtenor finden – sich auf eine einzelne Wertung (bzw. generell nur auf Zahlen) zu verlassen, ist natürlich hanebüchener Quatsch. Stattdessen sollte man viele Testberichte lesen und schauen, was genau dort kritisiert wurde. So kann man leicht herausfinden, ob der eine nur unfair bewertet oder der andere zu euphorisch und am Ende für sich selbst entscheiden, ob das Spiel etwas für einen sein könnte. Oder man guckt zusätzlich noch Let’s Plays….

  • UncleBAZINGA

    Reviews und dergleichen gebe ich mir schon lange nicht mehr. Im Zeitalter des Internets kann man sich auch ohne spielbare Demo wunderbar selbst ein Bild machen. Vor Jahren war ich bereits von Dear Esther begeistert und erst neulich habe ich Ethan Carter beendet und möchte dieses wunderbare Erlebnis nicht mehr missen. Umso mehr freue ich mich jetzt, endlich EGTTR genießen zu können 🙂

  • Suchiatsuke

    Wann wird eigentlich der Soundtrack veröffentlicht?