Auf Tuchfühlung mit der heimlichen Protagonistin von Assassin’s Creed Syndicate – Evie Frye

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Auf Tuchfühlung mit der heimlichen Protagonistin von Assassin’s Creed Syndicate – Evie Frye

Einige Überraschungen lauern in Londons Schatten ...


Ryan Clements, SCEA:

Evie Frye spricht, steht und bewegt sich wie eine Assassine. Das ist natürlich nur angemessen, wenn man bedenkt, dass sie sich strikt an das Kredo hält und eine Meisterin der Schatten ist. Neben ihrem Bruder Jacob ist sie einer der beiden spielbaren Charaktere in Assassin’s Creed Syndicate auf PS4. Beide versuchen, London von der Herrschaft der Templer zu befreien. Wie ich aber in meiner Zeit mit Syndicate erfahren durfte, wurde Evie eher für die Stealth-Spieler entworfen – mehr als ihr eher eigensinniges, stures Pendant.

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Während sie in einem Boot auf eine kleine Anlegestelle am Tower von London zutreibt, plant Evie ein Attentat auf ein wertvolles Ziel. Inmitten des abendlichen Getümmels aus Straßenmusikanten und dem Geklapper von vorbeifahrenden Pferdekutschen bewegt sich Evie mit der charakteristischen Ruhe eines ausgebildeten Killers. Aber ihre Fähigkeiten übertreffen die ihrer Vorgänger und umfassen auch Techniken, die ihre Spezialisierung auf die Kunst des Schleichens noch unterstreichen.

Evie ist fast perfekt darin, in den Straßen unterzutauchen, was ihr und den Spielern zusätzliche Möglichkeiten zum Stealth-Spiel ermöglicht (und ihr einen Fluchtweg verschafft, wenn die Dinge mal komplett schiefgehen). In Verbindung mit dem neuen Seilwerfer – den auch Jacob benutzen kann – fühlt sich damit das Stealth-Gameplay von Syndicate komplett anders an als bei den Vorgängern in der Serie. Der Seilwerfer lässt unsere netten Assassinen von nebenan hoch durch die Luft gleiten und bietet ihnen außerdem eine Möglichkeit, sich viel schneller von einem Gebäude zum nächsten zu bewegen.

Trotzdem dürfte sich das direkte Gameplay von Syndicate auch für Langzeitfans von Assassin’s Creed noch immer vertraut anfühlen: Eine Mischung aus Schleichen, Überqueren und konterlastigen Kämpfen wechselt sich in Echtzeit ab, während sich die Missionen im Minutentakt ändern. Das plötzliche Auftauchen einer Wache kann einen gut durchdachten Plan den Bach runtergehen lassen, was einen strategischen Einsatz des Adlerauges erforderlich macht, um potenzielle Bedrohungen zu erkennen und zu verfolgen, während sich die Charaktere durch Gassen winden und über Dächer hangeln.

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Evie bewegt sich gekonnt durch diese weitläufigen Umgebungen und setzt die Wachen sowohl auf tödliche als auch auf nicht tödliche Art außer Gefecht. Euch aussuchen zu können, wie ihr eine Mission erledigen wollt, ist eines der Highlights von Syndicate und das Entwicklungsteam hat die BlackBox-Missionen (Missionen, bei denen die Spieler selbst entscheiden) in den Vordergrund des Spielerlebnisses gerückt. Die Spieler können wählen, wie sie sich einem Ziel nähern möchten – entweder durch Interaktionen mit bestimmten Personen (ein verbündeter Charakter, Schlüsselmeister oder Ähnliches) oder indem sie einfach losziehen und sich ihren eigenen Weg suchen.

Während es bei bestimmten Story-Missionen erforderlich ist, dass entweder Evie oder Jacob daran teilnehmen, lässt die offene Welt von London den Spielern ihre eigene Wahl. Und wenn meine kurze Zeit mit Evie als Anhaltspunkt dienen kann, dann werden Stealth-Spieler es genießen, Ms. Fryes eleganten Kapuzenumhang zu tragen und ihre Chamäleon-artigen Techniken voll auszukosten.

Assassin’s Creed Syndicate erscheint am 23. Oktober auf PS4.

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Kommentare sind geschlossen.

2 Kommentare

  • Wird die PS4-Version, wie im Store angegeben, 3D unterstützen?

  • Sir_Lancelot

    Also so langsam wird Assassins Creed langweilig. Diesmal werde ich wohl noch zugreifen, aber ich bin sehr sehr skeptisch, ob ich bei einem weiteren Assassins Creed dabei wäre, wenn sich nicht grundlegend was ändert.
    Es sind ja nicht nur die Epochen, die immer wieder voranschreiten müssen, sondern auch das Spielprinzip.
    Und da tut sich eben nicht wirklich viel.