Lara Croft und der Tempel des Osiris angespielt

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Lara Croft und der Tempel des Osiris angespielt

Fiese Fallen, knackige Puzzles und mächtige ägyptische Götter: Wir sind mit Lara auf Grabräuber-Tour gegangen.

Nach Laras Action-Abenteuern im Land der Mayas, gilt es in der Fortsetzung des Arkade-Titels „Lara Croft and the Guardian of Light“, die Geheimnisse einer riesigen ägyptischen Tempelanlage zu erforschen. Auf der Suche nach zehn gut versteckten Teilen des Osiris, bekommt ihr es nicht nur mit tödlichen Kreaturen, bildschirmgroßen Bossen und dem bösen Gott Seth zu tun, sondern müsst tödliche Fallen überwinden und etliche Rätsel knacken. Die Mischung aus temporeicher Baller-Action und spannenden Knobelaufgaben hat bereits bei dem Vorgänger ausgezeichnet funktioniert. Jetzt haben die Tomb Raider-Entwickler Crystal Dynamics wohldosiert am Spielprinzip geschraubt und sorgen mit dezenten Rollenspielelementen und der Möglichkeit, mit vier Spielern kooperativ auf Schatzsuche zu gehen, für eine echte positive Spielspaß-Überraschung.

Feuer frei!

Ihr schlüpft in die Rolle von Lara, ihrem Konkurrenten im Grabräuber-Geschäft Carter Bell oder einem der Götter Isis und Horus und startet das Abenteuer in den düsteren Gängen der weitläufigen Tempelanlage. Eine fixierte Kamera und die isometrische Perspektive sorgen dabei für den perfekten Überblick. Das ist auch bitter notwendig, denn im besten Diablo-Stil werdet ihr von der ersten Spielminute an mit Horden von Mumien, Monstern und anderen mystischen Kreaturen konfrontiert, die sich euch in den Weg stellen. Ein Glück, das ihr über ein mächtiges Waffenarsenal verfügt und euch mit Pfeil und Bogen, Pistole, Energiestrahl und Bomben den Weg frei machen könnt. Um Munition braucht ihr euch bei der Dauerballerei übrigens keine Gedanken zu machen.

Eure Standardbewaffnung, beispielsweise Laras typischen Pistolen oder die Energiestäbe von Isis und Horus, funktioniert immer. Die klassische Twin-Stick-Steuerung funktioniert gut und macht richtig Spaß.Findet ihr aber zusätzliche Waffen wie Raketenwerfer oder Maschinengewehre, solltet ihr eure Augen unbedingt offen halten nach Munitionskisten, die in der Umgebung versteckt sind oder von Gegnern hinterlassen werden. Gelungen, die Steuerung, bei der ihr mit dem linken Analogstick eure Spielfigur bewegt, mit dem Rechten zielt, und mit der R2-Taste die tödlichen Salven abgebt. Zwischendurch noch per Dreieck-Taste Bomben ablegen, die ihr mit einem weiteren Tastendruck explodieren lasst und so effektiv eine ganze Gegnergruppe ausschaltet. Oder eure Mitspieler, denn die könnt ihr gehässigerweise einfach mit in die Luft sprengen. Bringt nichts für das Weiterkommen im Spiel, ist aber absolut spaßig.

 

Knackige Kopfnüsse

Aber der Reiz des Spiels besteht nicht nur aus der flotten Ballerei, sondern dem hohen Anteil an Rätsel und Puzzles, die euch in jedem Abschnitt erwarten. Das Spektrum reicht vom simplen Aktivieren eines versteckten Schalters, über in richtiger Reihenfolge belastete Podeste, bis zu komplexen Aufgaben, bei denen ihr riesige Kugeln erst finden und dann in entsprechende Vertiefungen rollen sollt. Die Rätseleinlagen sind dabei dynamisch ausgelegt und passen sich automatisch der Spieleranzahl an. Spielt ihr alleine, muss beispielsweise nur ein Podest durch Betreten aktiviert werden, spielt ihr zu viert sind es dann logischerweise auch vier Podeste. Soll ja auch jeder Mitspieler was zu tun haben.

Überhaupt ist Teamwork ein wichtiges Element des Spiels. Um Mauern zu überwinden kann Lara einen Greifhaken verankern und daran hochklettern, ein Seil über einen Abgrund spannen oder Isis erschafft eine Kugel um ihren Körper. Diese schützt nicht nur vor Angriffen, sondern andere Charaktere können darauf springen und so auch ansonsten nicht zu erreichende Vorsprünge erklimmen. Kommt ihr einmal an einer Stelle partout nicht weiter, eine Figur verfügt garantiert über die gerade benötigte Fähigkeit.

 

Von Amuletten und Ringen

Durch das Sammeln von Artefakten wie Amuletten und Ringen, die ihr in Schatztruhen findet oder für besonders gute Leistungen bekommt, könnt ihr euren Charakter erheblich verbessern. Mehr Schaden verursachen? Immun gegen Gift? Flammen machen euch weniger aus? Kein Problem, rüstet den entsprechenden Gegenstand in dem individuellen Charaktermenü aus und verschafft euch einen Vorteil. Vier Verbesserungen könnt ihr gleichzeitig anlegen und ihr solltet nach jedem bestandenen Level eure erworbenen Schätze genau unter die Lupe nehmen, ob sich die Werte eures Helden oder Heldin nicht noch weiter verbessern lassen.

Gemeinsam seid ihr stark

Erstmals kämpfen sich bis zu vier Spieler kooperativ durch die Tempel.

Ein echter Spielspaßmultiplikator ist der gelungene Mehrspielermodus. Konnten im Vorgänger nur zwei Spieler gemeinsam auf Tour gehen, sind es jetzt bis zu vier Spieler die sich kooperativ durch die Tempelanlage kämpfen können. Egal ob Online, Offline oder gemischt – sucht euch am besten drei Mitstreiter und stürzt euch zusammen in das Gewühl. Gerade bei den bildschirmfüllenden und durchaus fordernden Bossgegnern wie dem Riesen-Krokodil Ammit oder der eklig großen Motte Khepri ist jede Hilfe willkommen.

Fazit

Die Mischung aus temporeicher Baller-Action, Geschicklichkeitspassagen und fordernden Puzzle-Aufgaben überzeugt. Rollenspielelemente wie das Ausrüsten der Charaktere mit Artefakten und der erheblich verbesserte Mehrspielermodus, bei dem nun bis zu vier Spieler on- und offline kooperativ mitmischen können, machen aus Laras zweitem Arkade-Auftritt ein rundum gelungenes Action-Abenteuer.

Lara Croft und der Tempel des Osiris erscheint am 9. Dezember für PS4 auch in einer edlen Gold-Edition mit schickem Artbook, Season-Pass für kommende Abenteuer, Karte der Oberwelt und einer Mini Lara-Figur.

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